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Der Stadtdialog
Wohnen in Hannover und der Region

Hannover 2030 Der Stadtdialog

Monatelang wurde diskutiert. Mit Experten, mit der Politik, mit den Bürgern. Mit dem großen Stadtdialog „Mein Hannover 2030“ wollte die Stadtverwaltung wichtige Weichen für die Zukunft stellen.

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In Hannover sollen vor allem bezahlbare Wohnungen entstehen.

Quelle: Julian Stratenschulte/Archiv

Hannover. Angesichts der Herausforderung einer weiterhin wachsenden Stadt, seit 2011 waren es jährlich zwischen 4000 und 5000 Neubürger, spielten dabei die Themen Wohnen und Stadtentwicklung eine besondere Rolle. Eine Kernbotschaft aus dem Stadtdialog: Pro Jahr sollen rund 1000 neue Wohnungen entstehen, um den zuletzt in vielen Bezirken starken Anstieg der Mieten zu dämpfen und die zahlreichen Neubürger mit Wohnraum zu versorgen. Es müsse „alles getan werden, damit es zu keinen Bedarfskonflikten um bezahlbaren Wohnraum zwischen Einheimischen und Neuankommenden kommt“, heißt es in dem Papier, das Oberbürgermeister Stefan Schostok als Ergebnis des großen Dialogs vorgelegt hat.

Einen besonderen Fokus will die Verwaltung dabei auf den Bau kleinerer Wohnungen legen, die gerade von Senioren und jungen Menschen benötigt werden. Gerade ältere Menschen zieht es zurück in die Stadt, weil sie die Nahverkehrsverbindungen sowie das kulturelle Angebot schätzen. Hinzu kommen viele Studenten, die hiesige Hochschulen nach Hannover locken. Zwei Gruppen mit meist kleinem Geldbeutel, die um viel zu wenige Wohnungen in ihrem Preissegment konkurrieren. Allerdings sind auch große Wohnungen knapp, die von Familien benötigt werden. Auch hier will die Stadt Abhilfe schaffen.

Zusätzlicher Wohnraum

Allerdings soll es nicht nur darum gehen, möglichst viele neue Wohnungen zu bauen. In den Blick nehmen will die Verwaltung auch verstärkt die Frage, wie die Menschen in ihren Quartieren zusammenleben. Oberbürgermeister Stefan Schostok wünscht sich „mehr aktive Nachbarschaft, mehr Stadtteilkultur, kurze Wege für Alltägliches, nahe Hilfs- und Versorgungsangebote und vieles mehr“. Zwar soll das Stadtzentrum nicht vernachlässigt werden, allerdings will die Verwaltung auch ein „gutes Stück Dezentralisierung auf den Weg bringen“, heißt es in der Ergebniszusammenfassung zum Dialog.

Einen wichtigen Baustein, der auch Thema im Dialog „Mein Hannover 2030“ war, hat die Stadt bereits umgesetzt. Sie hat zusammen mit der Wohnungswirtschaft die „Hannoversche Wohnungsbauoffensive 2016“ vereinbart, in der sich beide Seiten darauf geeinigt haben, dass 5000 zusätzliche Wohnungen bis zum Jahr 2020 geschaffen werden. Mehr als eine Milliarde Euro will die Wohnungswirtschaft in diesem Zeitraum investieren, um das Ziel zu erreichen. Dafür will die Stadt weniger strenge Vorgaben machen, zum Beispiel, wenn es um die Schaffung von Stellplätzen für Autos geht.

Ein Referenzprojekt der Verwaltung aus dem Stadtdialog steht derzeit allerdings auf der Kippe. Stadtbaurat Uwe Bodemann würde gerne den Cityring verengen, um die dadurch frei werdenden Flächen für „Wohnen und Arbeiten“ zu nutzen. Dafür stehen die Chancen nach der Kommunalwahl derzeit allerdings schlecht: Eine eigene Mehrheit haben SPD und Grüne nicht. Und die meisten anderen Parteien im Rat haben sich bereits deutlich gegen eine Verengung der Fahrbahnen ausgesprochen.

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