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Bautagebuch: Den Fortschritt festhalten
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Neubau Bautagebuch: Den Fortschritt festhalten

Das Führen eines Bautagebuchs erfordert zwar etwas Disziplin - doch es lohnt sich. Zum einen als Erinnerung an aufregende Zeiten. Aber Bauherren, die regelmäßig den Baufortschritt festhalten, sammeln außerdem wertvolle Informationen, die später bei der Beseitigung von Mängeln helfen können.

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Baupläne, Grundrisse und möglichst detaillierte Fotos von den Bauarbeiten können in das private Bautagebuch kommen.

Quelle: Andrea Warnecke

Hannover. Laut Gesetz sind Bauleiter oder Architekt angehalten, ein Bautagebuch zu führen. Das fällt aber nüchterner aus als das vieler Bauherren, die oft auch ihre Gefühle und Stimmungen einfließen lassen. Im Tagebuch der Profis wird täglich oder wenigstens bei jedem Baustellenbesuch notiert, welche Gewerke mit wie vielen Handwerkern im Einsatz waren, welche Maschinen und Materialien verwendet wurden, welche Wetterbedingungen herrschten.„Auch besondere Vorkommnisse und Beschlüsse werden notiert“, erklärt Corinna Kodim von der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund Deutschland. „Ganz wichtig ist, dass zum Schluss alle Beteiligten und auch der Bauherr den Bericht unterschreiben.“ Denn nur dann ist aus juristischer Sicht das Bautagebuch ein Beweismittel, das vor Gericht Bestand hat.

Im Unterschied zum Bautagebuch, das von der Bauleitung geführt werden muss, ist das Tagebuch der Bauherren reine Privatsache. Es kann auf Papier oder am Computer geführt werden. „Viele Bauherren lassen ohnehin gern Verwandte und Bekannte an ihrem Projekt teilhaben“, erzählt Dieter Leukefeld, Leiter des Büros Nienburg (Niedersachsen) des Verbands Privater Bauherren (VPB). Wenn Bauherren regelmäßig Fotos vom Baufortschritt ins Netz stellten, sei es nur noch ein kleiner Schritt zu einem Online-Bautagebuch, so Leukefeld.

Zwar besitzen die Tagebücher der Bauherren keinerlei rechtliche Relevanz, dennoch haben sie eine beträchtliche Wirkung. „Sie fungieren gewissermaßen als Qualitätssicherung“, sagt der VPB-Experte. Aufmerksame Leser können sich aus den Aufzeichnungen ein Bild über die beteiligten Firmen machen. Das hat Folgen: „Es spricht sich schnell herum, wenn ein Unternehmen nicht sorgfältig arbeitet“, sagt Leukefeld.

Hausbesitzer, die selbst einen Neu- oder Umbau planen, können also von den Tagebüchern fremder Bauherren profitieren. Sie sollten sich im Zweifel jedoch ihr eigenes Bild über dort genannte Firmen machen. Doch als Anregung und Einstimmung auf den eigenen Bau können öffentlich geführte Tagebücher gute Dienste leisten. „Aus den persönlichen Berichten anderer Bauherren erfahren sie, dass auch woanders nicht alles glatt läuft. Sie also nicht allein sind mit ihren Fragen und Problemen“, sagt Corinna Kodim. Oft besteht sogar die Möglichkeit, online über konkrete Probleme zu diskutieren.

Am besten funktioniert ein Bautagebuch, wenn es möglichst detailreich geführt und mit vielen Fotos versehen wird. Mit solchen Unterlagen lässt sich bei Mängeln unter Umständen herausfinden, wo die Ursache liegt und welche Firma verantwortlich ist.

dpa/tmn

Bei Bau-Zuschüssen auf Anforderungen achten

Berlin (dpa/tmn) - Wer einen Bau-Zuschuss bei der Kommune oder beim Staat beantragen will, sollte genau auf die Voraussetzungen dafür achten. Gerade bei staatlichen Zuschüssen übersteigen die Anforderungen häufig die gesetzlichen Vorschriften. Mit der Folge: Der Bauherr muss dann etwa beim Thema Energieeffizienz mehr investieren. Darauf macht der Verband Privater Bauherren aufmerksam. Bauherren sollten also genau kalkulieren, ob sich der Zuschuss für sie lohnt – also die Mehrkosten beispielsweise für eine bessere Dämmung oder energieeffiziente Heizung und die Einnahmen durch den Zuschuss gegenüberstellen. Denn teilweise sei es günstiger, die Standardversion zu wählen und auf die Zuschüsse zu verzichten.

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