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Wer innovativ plant, gewinnt
Zuhause - Bautrends

Wettbewerb Wer innovativ plant, gewinnt

Um in relativ kurzer Zeit dringend benötigten günstigen und qualitativ wertvollen Wohnraum zu schaffen, sind kreative Ideen der Architekten gefragt. Deshalb hatten die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen gemeinsam mit dem Verband der Wohnungswirtschaft (vdw) den Wettbewerb „Wohnraum schaffen“ ausgelobt.

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Das hannoversche Büro BTP Architekten setzt auf vorgefertigte Fassadenteile aus Holz. Das soll die Kosten reduzieren.

Quelle: BTB

Hannover. Das Land Niedersachsen leistete Schützenhilfe. 48 Architekturbüros nahmen an dem Wettbewerb teil, 19 konnten in einer zweiten Phase ihre Entwürfe ausarbeiten.

Vergangenen August wurden vier Arbeiten prämiert, acht weitere erhielten Anerkennungen. Preisträger sind die Architekturbüros N2M Architektur und BTB Architekten aus Hannover sowie Höhlich und Schmotz Architekten aus Burgdorf und das Büro Feldschnieders & Kister Bremen. Ihre Entwürfe werden schon bald von drei kommunalen Wohnungsunternehmen realisiert. Grundstücke sind bereits vorhanden. Michael Frenz, Präsident der Architektenkammer Bremen, nannte den „Schulterschluss aus Wohnungswirtschaft und Architektenschaft“ beispielhaft: „Die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ausreichend Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen, ist nur in Partnerschaft zu bewältigen.“

Gesucht wurden innovative und vor allem übertragbare Konzepte. Zwei machbare Lösungen hätten sich im Wettbewerb herauskristallisiert, erläutert Hartmut Rüdiger, stellvertretender Präsident der Architektenkammer Niedersachsen: Zum einen wurden „tiefe und kompaktere Gebäude“ entworfen. Sie besitzen entweder Laubengänge, die zugleich als Balkone dienen, oder zentrale Treppenhäuser, von denen die Wohnungen zum Beispiel fächerartig abgehen. So wird jeweils nur wenig Erschließungsfläche im Verhältnis zum geschaffenen Wohnraum benötigt. Auch müssen für barrierefreie Wohnungen nur wenige Fahrstühle gebaut werden.

Zum anderen sahen viele der eingereichten Entwürfe vorgefertigte und standardisierte Bauteile wie Fassadenelemente in Holztafelbauweise vor. Das sogenannte modulare und industrielle Bauen erziele hingegen nicht den erhofften Effekt, erläutert Rüdiger. Denn eine deutliche Kostenreduktion werde erst bei sehr großen Stückzahlen erzielt. „Dafür fehlen allerdings geeignete Grundstücke“, so der Kammervizepräsident.

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