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Hannover vom Jahr 150 bis heute

Chronik Hannover vom Jahr 150 bis heute

Hannover kann auf eine bewegende und letztlich erfolgreiche Stadtgeschichte zurückblicken. Ein Zeitstrahl ordnet die wichtigsten Ereignisse den Jahreszahlen zu.

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Hannover zum Genießen und Verschenken

Hannover zwischen 2000 und 2013

150-1340

150: An der Stelle des heutigen Hannover gibt es vermutlich eine Siedlung namens Tulifurdum.

Um 1150: Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Hannover unter dem Namen „Hanovere“ in der Geschichte um die Wunderheilung eines Mädchens. Auch ein reisender isländischer Abt erwähnt Hannover.

1340: Das Leintor wird erstmals erwähnt; zusammen mit dem Aegidientor und dem Steintor besitzt die Stadt jetzt drei bewachte Tore in der Stadtmauer.

1347–1438

1349: Neubau der Marktkirche im Stil der Backsteingotik auf dem  Gelände eines romanischen Vorgängerbaus.

1382–1387: Bau des Döhrener Turms, Lister Turms und des Pferdeturms.

1382–1387: Hannover schließt mit 14 Städten zwischen Elbe und Weser einen Pakt zum Schutz des Handels und zur Abwehr gemeinsamer Gegner.

1438: Die Stadt kommt in den Alleinbesitz des Münzrechts. Das Kleeblatt erscheint als Zeichen auf den Geldstücken, später findet man es auf dem Stadtwappen.

1440–1636

1455: Der Marktflügel des Rathauses mit zwei für die norddeutsche Backsteingotik typischen Treppengiebeln wird fertiggestellt.

1526: Der aus dem heutigen Stadtteil Stöcken stammende Brauknecht Cord Broyhan erfindet ein helles Bier, das sich zu einem der erfolgreichsten Handelsprodukte der Stadt entwickelt.

1626: Ein Drittel der Bewohner der Stadt fällt der Pest, die seit Ende 1625 wütet, zum Opfer.

1649–1698

1649: Herzog Georg Wilhelm lässt den Ballhof erbauen, heute eine der Spielstätten des Niedersächsischen Staatstheaters.

1666: Herzog Johann Friedrich lässt den Großen Garten als Teil der Sommerresidenz Herrenhausen anlegen.

1649–1698

1676: Gottfried Wilhelm Leibniz wird von Herzog Johann Friedrich zum Hofrat und Leiter seiner Bibliothek berufen. Der Universalgelehrte wirkt hierbis zu seinem Tod im Jahr 1716.

1701–1776

1725: Christian Ulrich Grupen wird Bürgermeister der Altstadt Hannover. Der über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Rechtsgelehrte stirbt 1767 nach 42 Jahren im Bürgermeisteramt.

1732: „Wöchentlicher Hannoverischer Intelligenz-Zettul und Anzeige“ erscheint als erste Zeitung Hannovers.

1746: Erste Stadterweiterung: Die Aegidien-Neustadt wird nach Plänen des Baumeisters Georg Friedrich Dinglinger angelegt.

1777–1814

1778: Gründung der „Königlichen Roß-Arzney-Schule“. Seit 1887 führt sie die Bezeichnung „Tierärztliche Hochschule“.

1782: Fertigstellung des Georgenpalais im Georgengarten, nach seinem Bauherrn zunächst Wallmodenschlösschen genannt. 1817 wird das Schloss an Georg III. zur Erweiterung der
königlichen Gärten verkauft.

1799: Der Tiergarten in der Eilenriede wird der Bevölkerung zugänglich gemacht; er ist bis heute ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel der hannoverschen Stadtbevölkerung.

1824–1837

1824: Laves lässt am Friedrichswall sein eigenes Wohnhaus, das heutige Laveshaus, errichten und bewohnt es bis zu seinem Lebensende.

1831: Die „Hannoversche Zeitung“ erscheint als erste Tageszeitung der Stadt.

1832: Die Waterloosäule wird nach einem Entwurf von Georg Ludwig Friedrich Laves errichtet. Die Einweihung findet am 18. Juni 1832 statt, dem Jahrestag der Niederlage Napoleons in der Schlacht bei Waterloo.

1843–1870

1843: Eröffnung der ersten hannoverschen Eisenbahnlinie (nach Lehrte) und Baubeginn des Hauptbahnhofs, eines der ersten Durchgangsbahnhöfe Deutschlands. 1880 entsteht der heutige Bau.

1852: Das Hoftheater an der Georgstraße, heute das Opernhaus, wird eröffnet. Mit dem Bau nach Plänen von Laves war 1845 begonnen worden.

1843–1870

1861: Enthüllung des Reiterstandbildes von König Ernst August vor dem Hauptbahnhof.

1865: Am Rand der Eilenriede eröffnet der Zoologische Garten als private Einrichtung.

1872–1896

1872: Die erste Pferdebahn fährt vom Steintor zum Döhrener Turm.

1878: Veränderung des Straßenbildes: Die neue Karmarschstraße verlängert die Achse vom Hauptbahnhof in Ost- West-Richtung quer durch die mittelalterliche Altstadt. Dadurch entsteht ein zentraler Platz am Café Robby, dem späteren Café Kröpcke.

1882: Inbetriebnahme der ersten Postfernsprechvermittlung mit 50 Teilnehmern.

1892: Nach zweijähriger Bauzeit wird die Markthalle an der Karmarschstraße in Betrieb genommen.

1902–1919

1905: In der Keksfabrik Bahlsen, gegründet 1889, wird eine der ersten Fließ- und Förderanlagen Deutschlands eingeführt.

1910: Die Stadt zählt über 300 000 Einwohner.

1916: Der Mittellandkanal wird vom Rhein bis Hannover in Betrieb genommen; Anlage des Nordhafens, des Lindener Hafens und der Misburger Häfen.

1920: Die Städte Hannover und Linden werden vereinigt. Hannover hat mehr als 400 000 Einwohner.

1924–1938

1924: Der Rundfunksender Hannover nimmt seinen Betrieb auf.

1927: Am Steintor wird das Anzeiger-Hochhaus errichtet, eines der ersten Hochhäuser Deutschlands. Mit seiner zwölf Meter hohen, grünen Dachkuppel wird es schnell ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt.

1936: Einweihung des seit 1934 angelegten Maschsees. Die Stadt erwirbt den Großen Garten und den Berggarten in Herrenhausen.

1936: Mit einem 4:3-Sieg gegen den FC Schalke 04 wird Hannover 96 vor fast 100 000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion deutscher Fußballmeister.

1940–1952

1940: Bombenangriffe der Alliierten zerstören die Stadt. Bis Kriegsende werden 88 Angriffe gezählt. Mehr als 90 Prozent des Zentrums werden zerstört. Über 6000 Menschen werden getötet, unzählige werden obdachlos; als Wehrmachtsangehörige sterben mehr als 10 000 Hannoveraner.

1946: Hannover wird Hauptstadt des neu gebildeten Landes Niedersachsen.

1950: Ausbau Hannovers zur autogerechten Stadt. Die erste der neuen Schnellstraßen um die Innenstadt, der „Messeschnellweg“, wird fertiggestellt.

1954-1966

1954: Das aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkrieges aufgeschüttete Niedersachsenstadion wird eingeweiht.

1958: Baubeginn des Telemoritz am Raschplatz. Ein ursprünglich geplantes „Turm-Café“ wird nicht realisiert. 1960 wird der Turm fertiggestellt.

1965: Baubeginn für die Untergrundbahn. Die Innenstadt wird neu gestaltet.

1967–1981

1969: Die Aegi-Hochbrücke wird in Betrieb genommen.

1972: Baubeginn für das Ihme-Zentrum (1974 eingeweiht) und Gründung des Unabhängigen Jugendzentrums Glocksee und Kornstraße.

1976: Das neue Café am Kröpcke nimmt den Betrieb auf.

1979: Eröffnung des Sprengel- Museums Hannover am Maschsee.

1981: Hannover wird in 13 Stadtbezirke gegliedert.

1986–1998

1990: Hannover erhält in Paris den Zuschlag zur Ausrichtung der Expo 2000 unter dem Thema „Mensch, Natur und Technik“.

1994: Einweihung des Mahnmals am Opernplatz zur Erinnerung an alle ermordeten und deportierten Juden aus Hannover nach einem Entwurf von Michelangelo Pistoletto.

1998: Zahlreiche Baumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet werden mit dem Fertigstellungsdatum „bis zur Expo“ begonnen. Zu ihnen zählen Straßen und Gleisbauten ebenso wie die Verbreiterung des Mittellandkanals oder die Erweiterung des Flughafens.

2000–2013

 2001: Bildung der „Region Hannover“. Weit über eine Million Menschen leben und arbeiten unter dem neuen Verwaltungsdach in 21 Kommunen, 20 ehemaligen Landkreisgemeinden plus der Stadt Hannover.

2008: Die Ernst-August-Galerie unmittelbar neben dem Hauptbahnhof wird eröffnet.

2009: Umbau des Raschplatzes hinter dem Hauptbahnhof. Er stellt das nördliche Ende der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade dar, die dort in die Fußgängerzone der Lister Meile übergeht.

2012: Neubau des Kröpckes.

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