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Alkohol bei Jugendlichen: Eltern sind Vorbilder

Familie Alkohol bei Jugendlichen: Eltern sind Vorbilder

Jugendliche gehen am Wochenende oft mit Freunden feiern - auch Alkohol spielt dabei häufig eine Rolle. Wann sollten Eltern sich darüber Sorgen machen?

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Einige Teenager trinken sich gelegentlich in einen Rausch. Dennoch nimmt der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen stetig ab. Das ergab eine Umfrage.

Quelle: Florian Gaertner/dpa

Berlin. Alkohol verliert einer aktuellen Studie zufolge für Jugendliche zwar an Reiz. Eltern sollten dennoch wachsam sein und den Alkoholkonsum ihrer Kinder im Auge behalten. Wie verhalten sie sich richtig?

Grund zur Sorge: Trinken Kinder regelmäßig und zur Regulierung von Gefühlen, sollten Eltern aufmerksam werden. "Wenn Frust oder Einsamkeit dahinterstecken oder Jugendliche alleine trinken, suchen Eltern am besten das Gespräch", rät Michaela Goecke, Referatsleiterin Suchtprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Rauschtrinken ist ebenfalls Anlass zur Sorge.

Regeln: "Eltern sollten klare Regeln mit ihren Kindern vereinbaren", sagt Christina Rummel von der Deutschen Hauptstelle (DHS) für Suchtfragen. Sinnvoll sei es, in einem ruhigen Moment mit dem Jugendlichen zu sprechen. Vorwürfe seien keine gute Idee. Besser sei es zu sagen: "Ich mache mir Sorgen, können wir darüber reden?"

Vorbild sein: Eltern haben eine Vorbildfunktion. "Das regelmäßige Feierabendbier, der Wein - Jugendliche merken sowas", sagt Rummel. Und sie orientieren sich am Verhalten der Eltern. Auch wenn Elten sich betrinken, kann das verstörend für Kinder sein.

Gemeinsam trinken: Goecke von der BZgA rät, dass Kinder unter 16 Jahren keinen Alkohol trinken sollten - auch nicht mit den Eltern. "Mal ein Glas Bier oder Wein ist danach auch gemeinsam kein Problem", sagt die Expertin. Es müsse allerdings eine Ausnahme bleiben und dürfe auf keinen Fall Normalzustand sein.

Hilfe: Die Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit" der BZgA bietet auf ihrer Internetseite Beratungsangebote - etwa eine Mail- oder Telefonberatung. Eltern können auch Beratungsstellen vor Ort suchen. Das Elterntelefon der "Nummer gegen Kummer" ist unter 0800/111 05 50 zu erreichen.

dpa

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