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Anbau und Genuss: Wein in Deutschland

Freizeit Anbau und Genuss: Wein in Deutschland

Ob Rot, Weiß oder Rosé – in der Biernation Deutschland spielt Wein nur die zweite Geige: 2016 trank jeder Deutsche im Schnitt rund 106 Liter Bier, aber nur 20,5 Liter Wein. Eine Weinnation dürfte Deutschland nicht mehr werden, obwohl sich deutsche Winzer im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen. Immerhin ist die Lust auf Wein hierzulande seit Jahren stabil, wie ein genauerer Blick auf den Weinkonsum in Deutschland zeigt.

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Quelle: CC0 Public Domain, jill111, pixabay

Weißwein bei den Deutschen am beliebtesten

Wenn den Deutschen Wein ins Glas kommt, dann am liebsten Weißwein. Im Handel machten Sauvignon Blanc, Riesling, Grauer Burgunder und Co. 2016 knapp die Hälfte des Angebots aus. Rotwein füllte gut 37 Prozent der Regale, Roséwein rund 13.

Beim Einkauf von Wein achten die Deutschen darauf, zu heimischen Tropfen zu greifen. Allerdings auch auf den Preis, wie das Deutsche Weininstitut herausgefunden hat: Die Ausgaben für Wein sind demnach 2016 im Vergleich zu 2015 um rund 1,6 Prozent gesunken, die Menge des insgesamt gekauften Weins ist minimal um etwa ein Prozent zurückgegangen. Allerdings ist auch der Bierkonsum leicht rückläufig.

Deutschlands Weinbau im internationalen Vergleich

Unter den führenden Weinbauländern belegt die Bunderepublik den zehnten Platz. Neun Millionen Hektoliter Wein wurden 2016 auf den insgesamt 100.100 Hektar Anbaufläche produziert. Der Abstand zum Spitzenreiter ist groß: In Italien wurden stolze 50,9 Millionen Hektoliter angebaut. Kein Wunder, schließlich waren es die Römer, die den Weinbau in Europa verbreiteten. Wein hat in Italien eine viel größere Bedeutung als in Deutschland – wie der Genuss generell. Und so sind die Italiener zum Beispiel wahre Experten, wenn es darum geht, wie man den passenden Wein zum Käse finden kann.

Auch die Franzosen und Spanier kennen sich mit den unterschiedlichsten Wein-Sorten aus: Im Produzenten-Ranking belegen Frankreich (43,5 Millionen Hektoliter) und Spanien (39,3 Millionen Hektoliter) die Plätze zwei und drei. Ebenfalls in der Top Ten vertreten sind Argentinien, Australien, Chile, China, Südafrika und die USA.

Anbaugebiet Niedersachsen: Deutschland auf dem Weg zur Weinnation?

In Deutschland ist die Anbaufläche 2016 leicht gewachsen. Mittlerweile hat sogar Niedersachsen offiziell die Lizenz zum geschäftsmäßigen Weinanbau: Das Bundesland ist das 14. Anbaugebiet Deutschlands. Die Anbauflächen liegen in den Landkreisen Ammerland, Friesland, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Schaumburg sowie in der Region Hannover.

Ein Volk von Weintrinken werden wir aber wohl niemals werden. Etwa ein Viertel der Bundesbürger hat einer Umfrage zufolge 2016 gar keinen Wein getrunken. Nur 6,4 Prozent der Befragten gaben an, ein- oder mehrmals in der Woche Wein zu trinken. Etwas häufiger, also wenigstens einmal im Monat, trank etwa jeder fünfte Deutsche Rotwein oder Weißwein. Genauso viele öffneten nur an Feiertagen eine Flasche.

do

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