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Tipp für die Pflege: Umlagern verhindert Druckgeschwüre

Familie Tipp für die Pflege: Umlagern verhindert Druckgeschwüre

Erst ist die Haut nur rot und warm, dann bildet sich eine Blase oder Abschürfung: Gerade wenn Senioren dauerhaft liegen oder lange sitzen, können das Warnsignale für ein Druckgeschwür sein.

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Zu viel Druck: Bei Menschen im Rollstuhl sind am ehesten Schulterblätter, Steißbein, Hüfte, Sitzbein und Fersen von Druckgeschwüren betroffen.

Quelle: Mascha Brichta

Köln. Müssen ältere Menschen viel liegen oder sitzen im Rollstuhl, besteht die Gefahr von Druckgeschwüren. Das sind offene Wunden, die durch anhaltenden Druck auf die Haut entstehen.

Ein sogenannter Dekubitus entsteht fast immer an Stellen, wo der Knochen direkt unter der Haut liegt. Die Haut wird dann dort nicht mehr ausreichend durchblutet, wird dünner und kann mit der Zeit sogar absterben. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seiner

Patienteninformationsseite hin.

Die wichtigste Vorsorge ist regelmäßiges Umlagern. Das gilt auch, wenn jemand nur für ein paar Tage sitzen oder liegen muss. Wie oft man die Position ändern sollte, lässt sich pauschal nicht sagen. Spezielle entlastende Auflagen oder Matratzen können den Druck etwas abfangen. Außerdem ist es wichtig, besonders gefährdete Hautstellen im Blick zu behalten, um bei ersten Anzeichen möglichst früh gegensteuern zu können. Manche können die Kontrolle etwa mit einem Spiegel selbst übernehmen, oft braucht man dafür aber auch die Hilfe von Angehörigen, Ärzten oder Pflegern.

In Rückenlage sind besonders Hinterkopf, Schulterblätter, Ellenbogen, Steißbein und Ferse gefährdet. In Seitenlage entstehen Druckgeschwüre vor allem an den Ohren, an der Schulter, der Hüfte, den Knien, Knöcheln oder Zehen. Rollstuhlfahrer sind am ehesten an den Schulterblättern, am Steißbein, an der Hüfte, dem Sitzbein und im Fersenbereich betroffen. Ein Druckgeschwür ist sehr schmerzhaft und außerdem ein Einfallstor für Krankheitserreger.

Besonders gefährdet sind Menschen, die etwa lähmungs- oder krankheitsbedingt Schmerzen nicht mehr so ausgeprägt oder gar nicht mehr wahrnehmen. Auch Durchblutungsstörungen oder Unterernährung kann das Risiko für Druckgeschwüre steigern. Wer schon einmal ein Druckgeschwür hatte, bekommt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit dort wieder eines, auch wenn es zuvor ausgeheilt war.

Erstes Anzeichen ist eine rötliche Verfärbung oder wenn die Haut warm ist. Auch Blasen oder Abschürfungen können auf die Entstehung eines Druckgeschwürs hindeuten. In solchen Fällen sollte die Betroffene Stelle wenn möglich entlastet werden.

dpa

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