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Der Ball kullert vom Tee
Erlebnissommer

Swingolf Der Ball kullert vom Tee

Wer beim Swingolf schnell das Zielloch erreichen möchte, braucht Kraft und auch ein wenig Übung.

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Bequemer Sitz im Bollerwagen: Nicht nur Essen und Getränke sind dort gut aufgehoben - auch der kleine Bastian fühlt sich wohl.

Quelle: Krings

Hannover. Der Wind pfeift. Eiskalt und scharf bläst er über die weite Rasenfläche, die vor uns liegt. Kaum ein Busch bietet ihm Einhalt. Es fängt leicht an zu regnen. Sollen wir wirklich spielen? Ich habe Zweifel, zumal wir unseren 13-jährigen Sohn Tobias und unseren Kleinsten, den zweijährigen Bastian, dabeihaben. Aber klar, sagt mein Mann. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Wir sind hart im Nehmen.

An diesem Tag wollen wir uns im Swingolf versuchen. Klassisches Golf kennen wir, auch wenn wir es nicht spielen können, Discgolf haben wir schon mit großer Begeisterung getestet, Minigolf auch. Aber Swingolf? „Was ist das eigentlich?“, hatte mich Tobias auf dem Weg nach Otze, einem kleinen Ort nördlich von Hannover, gefragt. „Das ist ein einfacher Sport für die ganze Familie“, kramte ich mein angelesenes Wissen hervor. Schließlich hatte ich die Idee für die Familientour und mich vorher ausführlich informiert. „Es wird mit Schläger und Ball gespielt, jeder kann mitmachen. Die Bälle sind weicher und die Löcher größer als beim klassischen Golf.“

Brav stellen wir uns am Holzverschlag an, an dem die Schläger und Bälle ausgegeben werden. Auch Getränke und Wegzehrung habe ich vorher telefonisch bestellt. Denn „eigene Speisen und Getränke sind auf dem Platz nicht erlaubt“, hatte mir die freundliche Dame am anderen Ende der Leitung erklärt. Für eine Runde mit insgesamt 18 Bahnen seien, je nach Können, circa drei bis vier Stunden Spielzeit einzuplanen. Da können Hunger oder Durst die Spielfreude schon trüben, dachte ich und sagte: „Gut, dann das Ganze also mit Erlebnispaket.“ Muffins, Riesenbrezel, Limos - lecker!

Pascal Paaßen vom Erlebnishof Lahmann, zu dem die Swingolf-Anlage gehört, reicht uns die Ausrüstung an. Wo denn das Erlebnispaket sei, möchte ich wissen. Oha, das habe man wohl vergessen. Aber immerhin: Kalte Getränke kann man erwerben. Besser als nix.

Dann geht’s samt Bollerwagen zum Parcours. Pascal Paaßen weist uns am Übungsplatz kurz in die Technik ein. „Bitte darauf achten, dass beim Abschlag kein anderer Spieler im Weg steht“, warnt er. Das ist vor allem in Bezug auf unseren Kleinsten wichtig. Denn der findet natürlich nicht die Weite der Rasenfläche, sondern alles andere interessant. „Bassi dran“, konstatiert er bestimmt und versucht hartnäckig, mit seinem kleinen Schläger den Ball zu treffen. Auch wenn die Bahnen, die bis zu 285 Meter lang sind, natürlich für ihn nicht zu bewältigen sind.

Zaghaft: Wie nur soll man mit diesem Schläger den Ball treffen?

Zaghaft: Wie nur soll man mit diesem Schläger den Ball treffen?

Quelle: Sigrid Krings

Am Anfang jeder Bahn steht ein Schild. Darauf ist zu lesen, wie viele Schläge insgesamt üblicherweise bis zum Zielloch benötigt werden. PAR 4 steht an Bahn eins, also vier Schläge für 140 Meter. Ich stecke das Tee, einen kleinen Plastikstift, in das Loch am Abschlagsplatz. Darauf lege ich den pinkfarbenen Ball. Ich stelle die Beine hüftbreit auseinander, gehe leicht in die Knie, schwinge den Schläger nach hinten aus und dann mit Kraft nach vorne - leider vorbei. Noch einmal. Ausholen, und Schlag! Der Ball kullert vom Tee, ungefähr 20 Zentimeter weit. Na, das kann ja heiter werden.

Mein Mann ist an der Reihe. Auch ihm misslingt der erste Schlag, Tobias geht es nicht viel besser. Also wieder ich. Beim zweiten Versuch treffe ich den Ball, er hebt ab, fliegt durch die Luft und bleibt in etwa zehn Metern Entfernung liegen. Wow! Ich bin schon wieder dran. Denn derjenige, dessen Ball am weitesten vom Loch entfernt ist, schlägt so lange, bis er einen anderen eingeholt hat. Ich darf also öfter, meine Männer warten am Fähnchen auf mich. Puh, ganz schön anstrengend. Nach ungefähr 20 Schlägen erreiche auch ich das Ziel. Bahn eins von 18 geschafft!

So geht es munter weiter. Bereits nach Bahn vier liege ich hoffnungslos zurück. Unser Kleinster quengelt und möchte auf den Arm. Ihm ist die Sache mit den Schlägern langweilig geworden, und auch den ruckelnden Bollerwagen findet er nicht mehr spannend. Außerdem friert er und hat nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit Hunger. Also küren wir schon nach der fünften Bahn den Sieger. Doch eines steht für uns alle fest: Es hat großen Spaß gemacht, trotz des garstigen Wetters!

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Von Redakteur Sigrid Krings

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