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Die Jäger des verborgenen Schatzes
Erlebnissommer

Geocaching Die Jäger des verborgenen Schatzes

Lohnt sich Geocaching als Familienausflug? Ein Selbstversuch.

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Ratlos im Wald: Greta (11)  und Lennart (8) auf  Schatzsuche in der Eilenriede.

Quelle: Weiße

Hannover. Irgendwo hier muss es sein. Die Anzeige auf dem Smartphone lässt keinen Zweifel zu. Ein blinkender Punkt auf dem kleinen Bildschirm zeigt unseren Standort an. Ein anderer Punkt direkt daneben markiert das Ziel unserer Suche: einen versteckten Schatz.

Wir sind als Geocaching-Tester unterwegs, um herauszufinden, ob diese moderne Schatzsuche per GPS sich als Familienausflug eignet. Lennart (acht Jahre) liebt schließlich Schatzsuchen, und auch Greta (elf Jahre) war von der Idee schnell begeistert. Zur Vorbereitung haben wir im Internet recherchiert und passende Apps heruntergeladen. Geocaching Live und Geocaching Plus heißen die beiden Programme, für die wir uns entschieden haben.

Mithilfe einer App lotst das Smartphone Geocaher zu den richtigen Koordinaten.

Quelle:

Das Ziel unserer ersten Schatzsuche ist die Eilenriede. Im Stadtwald gibt es unzählige Verstecke, überall auf der Karte der App leuchten grüne Punkte. Jeder einzelne steht für einen verborgenen Cache. Viele davon kommen für uns allerdings nicht infrage, da sie laut Kennzeichnung in mehreren Metern Höhe versteckt und nur für geübte Kletterer geeignet sind. Außerdem haben wir für den Einstieg einen Schatz gewählt, dessen Versteck mit dem Schwierigkeitsgrad „leicht“ gekennzeichnet ist.

Hilfreicher Hinweis

Das war eine kluge Idee, dieses angeblich leichte Versteck ist für uns allemal schwer genug. An einem Stumpf im Wald soll der Schatz versteckt sein. Doch davon stehen mehrere auf der Lichtung. Lennart läuft mit konzentriertem Blick und dem Telefon in der Hand hin und her und versucht, sich von einem in die App integrierten Kompass zu der Stelle lotsen zu lassen, wo der Schatz zu finden ist. Doch die Anzeige des Gerätes ist nicht zu hundert Prozent genau. Auf den letzten Metern kann man sich nicht auf sie verlassen. Es kommen also einige der Baum- stümpfe infrage. Diese beginnen wir jetzt, gründlich zu untersuchen. Zum Glück haben wir uns gut vorbereitet und Einweg-Handschuhe mitgenommen. Die ziehen wir an und tasten mit vollem Einsatz unter den Wurzeln der infrage kommenden Bäume herum, doch leider vergeblich.

Juhu! Ein Schatz! Dieser Stein war in einer kleinen Dose versteckt – neben einem Zettel, auf dem sich alle erfolgreichen Schatzsucher eintragen.

Juhu! Ein Schatz! Dieser Stein war in einer kleinen Dose versteckt – neben einem Zettel, auf dem sich alle erfolgreichen Schatzsucher eintragen.

Quelle:

Da findet Greta heraus, dass man sich von der App bei der Beschreibung des Versteckes auch einen kleinen Extra-Hinweis anzeigen lassen kann. Dieser Tipp bringt uns auf die richtige Spur. Dort, an den Wurzeln eines Baumes, leuchtet etwas Weißes zwischen den Blättern! Adrenalin flutet durch meine Adern. Juhuuu! Wir haben zwar nur eine unscheinbare weiße Dose mit Schraubverschluss gefunden. Doch der Fund genügt, um uns in freudige Erregung zu versetzen. In diesem Moment ist die Dose für uns wirklich ein Schatz. Darin finden wir einen Zettel, auf dem sich alle erfolgreichen Sucher eintragen. Tatsächlich war erst vor wenigen Tagen der letzte Schatzsucher hier, offenbar ist das Versteck gut frequentiert. Außerdem finden wir in der Dose einen kleinen grünen Stein. Den tauschen wir mit einem mitgebrachten Radiergummi. Damit auch der nächste Schatzsucher nach uns nicht leer ausgeht.

Sonja Weiße

Neben privaten Verstecken gibt es auch offizielle Touren

Kaum zu glauben, wie viele verborgene Schätze es mitten in der Stadt gibt. Ein Blick auf die Karte einer Geocaching-App zeigt: Viele Schätze finden sich bereits nur ein paar Straßen entfernt. Allein in der Eilenriede liegen unzählige. Die meisten dieser Caches werden von Privatleuten versteckt. Aber es gibt auch vier offizielle Geocaching-Touren der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, zum Beispiel eine für Radfahrer mit 20 Verstecken entlang des „Grünen Rings“. Bei einer anderen offiziellen Schatzsuche lassen sich musikalische Ge(o)heimnisse der Region Hannover entdecken. Bei der Tour „Internationale Ge(o) heimnisse“ wandeln Schatzsucher dagegen auf den Spuren anderer Länder in Hannover. Eine ganz neue Tour mit 14 Geocaches wurde anlässlich des Leibniz- Jahres 2016 entwickelt. Und auch im Erlebnis-Zoo Hannover können Geocacher ihrem Hobby nachgehen. Wer kein Smartphone oder GPS-Gerät hat, kann ein GPS-Gerät im Service-Center mieten.

Mehr Informationen unter:

hannover.de/geoheimnisse

www.zoo-hannover.de/de/ihr-besuch/geozoocaching

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