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Mit dem Rad unterwegsauf großer „Wolfstour“
Erlebnissommer

Radrundweg Mit dem Rad unterwegsauf großer „Wolfstour“

Ein neuer Rundweg in der Lüneburger Heide informiert über das sagenumwobene und umstrittene Raubtier.

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Der Radrundweg verläuft durch schönste und abwechslungsreiche Landschaft und auf verkehrsarmen Wegen.

Quelle: Mittelweser-Tourismus GmbH

Lüneburger Heide. Freier Blick auf herrliche Landschaft, sanftes Radeln auf angenehmen Wegen und noch dazu etliche Pausenstationen mit interessanten Informationen - was könnte es Schöneres geben für einen sonnigen Sonn- oder Ferientag mit der ganzen Familie?

Der neue Radrundweg „Wolfstour“ inmitten der Lüneburger Heide, der erst vor einigen Wochen feierlich offiziell eröffnet wurde, vereint dies alles: Er ist mit insgesamt rund 90 Kilometern Strecke anspruchsvoll lang, kann aber auch in zwei kürzeren Tagesetappen à 45 und 50 Kilometern - die durch einen Weg miteinander verbundene Nordroute und die Südroute - gefahren werden. Er ist sehr gut ausgeschildert und verläuft durch schönste, abwechslungsreiche Landschaft auf verkehrsarmen Wegen. Und während der Tour erfahren Radler an vielen Punkten auch noch etliches über ein Tier, das sagenumwobener und umstrittener fast nicht sein könnte: über den Wolf.

Als Sündenbock missbraucht

Einen passenden Einstieg in die Tour finden Radler zum Beispiel am Wolfcenter Dörverden (siehe unten). Der Rundweg führt durch größere Wald-, Moor- und Heidegebiete sowie durch ausgedehnte Grünlandbereiche rund um das Lichtenmoor, das ehemalige Jagdgebiet des „Würgers vom Lichtenmoor“ , und zum Wolfstein in der Schotenheide bei Ahlden (Aller), wo im Jahr 1948 ein besonders großer Wolfsrüde erlegt wurde.

Der „Würger vom Lichtenmoor“ , so sagen es die Geschichten, soll 1948 in Niedersachsen zahlreiche Haus- und Wildtiere rund um das Lichtenmoor gerissen haben. Wild wurde in jener Zeit darüber spekuliert, um welches Tier es sich handeln könnte. Es wurde gesucht und - zunächst erfolglos - in großen Treibjagden verfolgt. Als im August 1948 ein Jäger einen großen Wolf erschoss, glaubte man daran, den „Würger“ erlegt zu haben. Heute aber weiß man, dass es sich bei den getöteten Haus- und Wildtieren eher um Wilderei und illegale Schlachtungen gehandelt haben muss, die aufgrund des Fleischmangels und der Lebensmittelrationierung in der Nachkriegszeit keine Seltenheit waren.

Viele Informationstafeln am Rande der „Wolfstour“ stellen neben dieser spannenden Geschichte das aktuelle Thema „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland“ ganz sachlich und so neutral wie möglich dar. Beschrieben werden solche Themen wie „Warum wurden Wölfe bejagt?“ , „Die Rückkehr der Wölfe“ , „Was fressen Wölfe?“ , „Wolf und Mensch - was tun bei einer Begegnung?“ und viele mehr.

Gekennzeichnet ist die Route mit dem gut erkennbaren Logo eines Wolfes. Dieses Logo ist unter den Zielwegweisern der allgemeinen Radwegebeschilderung eingehängt.

Mehr Informationen unter:

www.mittelweser-tourismus.de

Im Wolfcenter Dörverden erfahren Besucher viel über die Tiere

Von den Besucherplattformen an den Gehegen aus kann man sie ganz nah und vor allem auch ganz lebendig erleben: Drei Rudel Europäische Grauwölfe leben in dem vor sechs Jahren eröffneten Wolfcenter Dörverden in der Mittelweser-Region. Im Center erfahren Besucher alles, was es über die geheimnisvollen Tiere zu wissen gibt. Alle zwei Stunden gibt es eine Besucherführung mit Wissenswertem über Biologie und Ökologie der Wölfe, außerdem kann man bei der täglichen Fütterung der Wölfe zugucken. Die interaktive Erlebnisausstellung des Wolfcenters vermittelt mit echten Präparaten, fantastischen Fotografien und bewegten Bildern einen Einblick in das Leben dieser faszinierenden Tiere.

Weitere Informationen:  www.wolfcenter.de

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