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Fate Tola greift nach dem Streckenrekord

Deutsche Meisterin startet Fate Tola greift nach dem Streckenrekord

Die 29-jährige Deutsche Meisterin konzentriert sich in diesem Jahrauf zwei Laufevents - Christoph Kopp traut ihr eine neue Bestzeit zu.

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Großer Name für Hannover: Fate Tola nimmt ihre Startnummer für den Marathon von Stefanie Eichel von eichels: Event entgegen.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Samya ist knapp fünf und ein fröhliches, offenes Kind. Immer in Bewegung. Wie sollte es auch anders sein bei diesen Eltern. Musa Roba-Kinkal holte gleich bei seinem Halbmarathon-Debüt Silber bei den deutschen Meisterschaften und gewann 2011 den Titel über 10 000 Meter. In seinem erfolgreichsten Jahr, 2011, heiratete der 27-Jährige Fate Tola. Wie er in Äthiopien geboren, aber noch erfolgreicher. Auch ihr Stern ging 2011 auf, mit dem Sieg beim Vienna City Marathon. 2015 wurde die 29-Jährige deutsche Meisterin über zehn Kilometer auf der Bahn und der Straße. Spätestens dann gab Roba-Kinkal seine eigene Karriere auf und wurde zum Manager seiner Frau.

Nur Hannover und die WM

Und so sitzt die kleine Familie im Athletenhotel und freut sich gemeinsam auf den HAJ Hannover Marathon. „Ich habe für dieses Jahr nur zwei große Ziele“, sagt die kleine und schmächtige Frau, die deutlich unter 50 Kilo wiegt: „den Start in Hannover und den bei der Weltmeisterschaft in London.“ Mit zwei guten Ergebnissen will sie die olympischen Enttäuschungen endgültig vergessen machen. Tola hatte sich erfolgreich für die Sommerspiele von Rio qualifiziert, ihren deutschen Pass aber erst zwei Wochen nach Ende der offiziellen Meldefrist bekommen. „Da war ich sehr traurig“, sagt die sympathische Sportlerin, „ich habe viel geweint in dieser Zeit.“

Meistertitel in 2:25 Stunden

Für Hannover hat sich Fate Tola nichts Geringeres als den Streckenrekord vorgenommen. Vier Jahre ist der alt und steht bei 2:27,07 Stunden. „Wer Fate kennt, weiß, dass sie sich nicht 2:27,06 vorgenommen hat, sondern noch mehr. Eine Zeit unter 2:27 Stunden auf jeden Fall“, sagt Christoph Kopp, der Top-Athletenverpflichter aus Berlin, „vielleicht sogar eine unter 2:26 Stunden.“ Drauf habe sie diese Zeiten, bei ihrem deutschen Meistertitel im Herbst 2016 in Frankfurt erreichte sie in 2:25,42 Stunden das Ziel und kam damit ihrer Bestmarke von 2:25,14 Stunden vom Berlin Marathon 2012 schon sehr, sehr nahe. „Meine Frau kann sehr, sehr schnell laufen und will das in eurer schönen Stadt auch zeigen“, sagt Musa Roba-Kinkal, der einstige Spitzenläufer und jetzige Manager. Töchterchen Samya tanzt dazu auf dem dicken Teppich. Ob die Kleine schon den Siegertanz für den 9. April übt?

Christoph Dannowski

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