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Pädagogische Fachbegriffe kurz erklärt

Glossar Pädagogische Fachbegriffe kurz erklärt

Unser kleines Lexikon nennt die wichtigsten pädagogischen Ansätze und erläutert kurz und bündig einige Fachbegriffe.

Beteiligungskonzept Bielefelder Screening
Brückenjahr Entwicklungsgemäßer Ansatz
Freilandpädagogik Freinet-Pädagogik
Friedrich Fröbel Frühpädagogischer Ansatz
High/Scope Lew Wygotski
Mater Schörl Montessori
Offenes Konzept Psychoanalytische Pädagogik
Reggio-Pädagogik „Rucksack"-Projekt
Situationsansatz Systemisch-konstruktivistische Spielpädagogik
Waldkindergarten Waldorf-Pädagogik
Würzburger Programm  

Beteiligungskonzept
Die Kinder werden - ihren altersgemäßen Fähigkeiten entsprechend - an Entscheidungen rund um die Kindertagestätte beteiligt, um Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz zu stärken. So werden z.B. die Regeln innerhalb der Einrichtung gemeinsam besprochen und entwickelt, oder in „Kinderkonferenzen“ können die Kinder konkrete Wünsche zur Alltagsgestaltung machen.

Bielefelder Screening
Forscher der Universität Bielefeld haben einen Test entwickelt, mit dem schon bei Kindern im Vorschulalter Hinweise auf Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme entdeckt werden können. Der Test dauert 20 bis 30 Minuten und wird zehn und vier Monate vor der Einschulung durchgeführt. Für Kinder, die bereits mit dem Lesen und Schreiben begonnen haben, ist der Test nicht geeignet.

Brückenjahr Kita Schule
Das Programm "Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule“ des Landes Niedersachsen startete im August 2007. Um Kinder für den Schulantritt fit zu machen, bieten Fach- und Lehrkräften in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen gemeinsam Fördermaßnahmen an. Im Rahmen des „Brückenjahres“ werden Beobachtungsverfahren wie das Würzburger Programm oder das Bielefelder Screening erprobt, mit deren Hilfe der Entwicklungsstand der Kinder 15 Monate vor der Einschulung ermittelt werden kann. Dazu gehört neben kognitiven Fähigkeiten wie ausreichenden Sprachkenntnissen, Mengen- und Zahlenverständnis auch genügend Selbstbewusstsein, um sich in schwierigen Situationen nicht unterkriegen zu lassen.

Entwicklungsgemäßer Ansatz
Der entwicklungsgemäße Ansatz verlangt von den Erzieher/innen ein umfassendes entwicklungspsychologisches und pädagogisches Wissen. Sie sind gefordert, jedes Kind "ganzheitlich" wahrzunehmen, sein soziales und kulturelles Umfeld zu berücksichtigen und durch genaue Beobachtungen immer wieder den aktuellen Entwicklungsstand zu erschließen. Die Kinder bekommen viel Zeit und Raum zum selbst gelenkten Spiel. Dabei werden sie nicht kritisiert, sondern durch geschickte Fragen dazu gebracht, den Fehler selbst zu entdecken und eigenständig zu korrigieren. Auf diese Weise erfahren die Kinder Geborgenheit und Wertschätzung, was wiederum ihren Forscherdrang anregt und die Lernmotivation fördert.
Empirische Forschungsergebnisse in den letzten Jahren haben bestätigt, dass der entwicklungsgemäße Ansatz zu guten kognitiven und sprachlichen Ergebnissen, mehr Selbstvertrauen einer positiven Einstellung zum Lernen führt.

Freilandpädagogik
Ähnlich wie die "Waldpädagogik", allerdings halten sich die Kinder mit ihren Betreuerinnen nicht nur in der Natur auf, sondern auch im Wohnumfeld der Kinder. Sie müssen also nicht nur mit schwierigen Wetterverhältnissen klarkommen, sondern sich auch im Straßenverkehr zurechtfinden. Außerdem treffen sie auf andere Kinder und Erwachsene, mit denen sie - in welcher Form auch immer - in Kontakt treten. Auch bei dieser Form gibt es einen überdachten Aufenthaltsort zur Verarbeitung der Eindrücke sowie gegen gefährliche Wetterverhältnisse.

Freinet-Pädagogik
Die von Celestin Freinet (1896 - 1966) entwickelte Pädagogik war ursprünglich für Schulen gedacht, wird aber immer häufiger auch in Kindergärten eingesetzt. Ausgangspunkt ist das Leben des Kindes mit seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten. Eine Werkstatt für „richtiges“ Arbeiten und eine Druckerpresse, damit die Kinder das ihnen erteilte Wort auch anderen mitteilen können, sind zentrale Bestandteile des Konzepts. Dabei sind die Kinder in ihren Äußerungen und Werkstattarbeiten völlig frei, allerdings mit sozialen Regelungen. Sie entscheiden, experimentieren und werden in ihrer eigenen subjektiven Welt respektiert, die Ergebnisse ihrer Arbeit ernst genommen. Die Erzieher müssen herausfinden, was das Kind kann, wo seine Interessen liegen. Dabei dürfen und sollen sie dem Kind ihre eigene Sichtweise jederzeit anbieten, ihnen diese aber nie vorschreiben.

Friedrich Fröbel - Spielpädagogik
Friedrich Fröbel (1782-1852) ist Begründer der Spielpädagogik und Erfinder des Kindergartens. Sein philosophisch-anthropologisches Menschen- und Weltbild basiert auf der christlich-abendländischen Kultur. Erziehungsziel ist der freie, denkende und selbsttätige Mensch, der in jeder Lebensphase als eigenständige "Einheit" angesehen wird. Mittel und Methoden orientieren sich an der jeweiligen Lebenssituation und beziehen neben den Kindern, auch die Eltern, die Öffentlichkeit und das Umfeld mit ein.
Viele Ideen in Fröbels ganzheitlichem Konzept werden erst heute mit wissenschaftlichen Methoden der Erziehungswissenschaft und Psychologie nachgewiesen. Dazu gehören u.a.: frühestmögliche Sprachförderung, Musik, Tanz, Rollenspiel, Zeichnen, Gestalten, usw. Das freie selbsttätige Spiel (intrinsische Motivation!) im frühen Kindesalter steht dabei als wirksamste Selbstbildungsmethode im Mittelpunkt. Bildung ist lt. Fröbel Selbstbildung, die vom Kind in einem Wechselwirkungsprozess gesteuert wird: "Inneres äußern" und "Äußeres verinnerlichen".

Frühpädagogischer Ansatz von George E. Forman und David S. Kuschner
Neben dem konstruktivistischen Ansatz und dem High/Scope-Ansatz sind in den USA weitere frühpädagogische Ansätze entstanden, die auf der Theorie von Jean Piaget (1896 -1980, Schweiz) beruhen. Dabei gehören die kognitive, die motorische und die sozial-emotionale Entwicklung immer zusammen. Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass Kinder neugierig und intrinsisch motiviert sind. Dies wird umso mehr gefördert, wenn sie mit Neuem konfrontiert werden. In der Überwindung dieser "kognitiven Dissonanz" konstruieren sich die Kinder ein neues Verständnis. Diese Entwicklung können die Erzieherinnen fördern, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt weiterführende Fragen stellen, andere Materialien ins Spiel bringen oder einen anderen Blickwinkel mitteilen.
Genauso wie die Entwicklung des Kindes bestimmte Phasen durchläuft, formulieren Forman und Kuschner auch für die Verbesserung des Unterrichtens ein konkretes Phasenmodell: 1. Festlegung eindeutiger Erziehungsziele, 2. Übernahme guter Methoden für die Überprüfung des Unterrichtens 3. Kritikfähigkeit der Erzieherinnen und Flexibilität in der Weiterentwicklung des Unterrichtens und 4. die Ausarbeitung expliziter Pläne für Veränderungen.

High/Scope
In den 1960er Jahren entwickelte David Weikert das High/Scope Perry Preschool Projekt im Ypsilanti, Michigan, USA. Dabei sollten Kinder aus armen Nachbarschaften gefördert werden. Im Mittelpunkt stand das selbstgesteuerte Lernen in einem Kunst-, Bücher-, Wasser und Sand-Bereich auf Basis antiautoritärer Erziehung. Von 123 Kindern wurden 58 gefördert, der Rest bildete die Kontrollgruppe. Die Ergebnisse im Alter von 27 Jahren sprachen für sich: 71 Prozent der ehemaligen Projektkinder hatten einen Highschool-Abschluss gegenüber 54 Prozent in der Kontrollgruppe, mehr als 2.000 Dollar verdienten 29 Prozent, in der Kontrollgruppe nur 7 Prozent. Das Projekt war so erfolgreich, dass es später auch für Kinder der Mittelschicht eingesetzt wurde und Eingang in die deutsche Kinderladenbewegung fand.

Lew Wygotski - der ko-konstruktive Ansatz
Die Lehren des Mitbegründers der marxistischen Psychologie Lew Wygotski (5.11.1896 - 11.6.1934) haben in den letzten Jahren in der amerikanischen Frühpädagogik an Bedeutung gewonnen. Der "Vater der Psychopathologie und Sonderpädagogik" fordert bei der genauen Beobachtung des Kindes die Ermittlung seiner künftigen Entwicklung. Die "Zone der nächsten Entwicklung" ist ein sehr häufig genannter Begriff bei Wygotski. Diese Methode verlangt den Erzieher/innen viel ab: sie müssen in ständigem Austausch mit den Kindern stehen. Aufgaben strukturieren, Aktivitäten vormachen, anleiten, nachfragen, Feeback geben etc. Anders als in vielen anderen pädagogischen Konzepten arbeiten die Kinder nie allein vor sich hin, sie werden sogar angehalten, bestimmte Informationen, Wissensstände und Denkweisen von den Betreuern zu übernehmen. Für Wygotski sollen Erzieher/innen Kenntnisse und Fertigkeiten im Auftrag der Gesellschaft an die nächste Generation weitergeben
Dabei ist ihm die ständige Vernetzung von Sprache, Denken und Handeln wichtig, das Rollenspiel dafür ein ideales Medium. Kinder entwickeln Ideen, verbalisieren diese, daraus ergeben sich neue Gedanken und am Ende setzen sie alles in Handlung um. Gleichzeitig entwickeln sie eine Vorstellungswelt, in der konkrete Objekte ganz andere Bedeutungen erhalten, für Wygotsky der Weg zum abstrakten Denken.

Mater Schörl
Die Österreicherin Margarete Schörl (1912-1991) gehörte dem katholischer Orden der „Englischen Frauen“ an, der sich heute Congregatio Jesu nennt. Gegründet 1609 von Mary Ward, widmet er sich der Mädchen- und Frauenbildung und betreibt noch heute zahlreiche Schulen, vor allem in Süddeutschland. Besonders die katholischen Kindergärten arbeiten nach der Schörl-Pädagogik. Wie bei Montessori steht auch bei Schörl die kindliche Entwicklung durch das Spiel im Zentrum. Die Nonne erprobte in den 1950er und 1960er Jahren das „Raumteilverfahren“ als pädagogische Methode. Der Gruppenraum wird in verschiedene Spielbereiche unterteilt, so dass die Kinder ihre Spielpartner und Materialien selbst wählen können. So wird die Eigenständigkeit der Kinder gefördert.

Montessori
Maria Montessori (1870-1952) arbeitete mit Kindern in italienischen Elendsvierteln. Die Pädagogin stellt die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in den Mittelpunkt. Sie geht davon aus, dass kindliche Entwicklung nicht zufällig verläuft, sondern sich nach einer Art „Bauplan“ richtet. Montessori unterscheidet spezifische Phasen, in denen die Kinder bestimmte Fähigkeiten entfalten. Sie entwickelte didaktische Arbeitsmaterialien mit dem Ziel, die Kreativität der Kinder zu wecken und ihre Selbstständigkeit anzuregen. Die Sinneswahrnehmung als Voraussetzung für die begriffliche Wahrnehmung spielt in der Montessori-Pädagogik eine zentrale Rolle. Die Erzieherin steht neben dem Kind, nicht darüber. Sie nimmt die Rolle der Beobachterin ein und bietet dem Kind im richtigen Moment die angemessenen Materialien.

Offenes Konzept
Feste Gruppen werden zugunsten von Funktionsräumen und Bewegungsbaustellen aufgelöst mit dem Ziel, den Kindern mehr Bewegungs- und Entdeckungsraum zu geben. Die Kinder dürfen sich selbst für Spielorte, Spielpartner und Aktivitäten entscheiden. In altersgemischten Gruppen können sich jüngere und ältere Kinder in unterschiedlichen Rollen erproben. Oft versteht sich die Einrichtung als offenes Haus, das Eltern oder weitere Institutionen im Stadtteil wie Sportvereine, Bibliotheken oder Musikschulen in die pädagogische Arbeit mit einbezieht.

Psychoanalytische Pädagogik
Die Psychoanalytische Pädagogik entstand in den 1920er Jahren und geht auf Alfred Adler, Siegfried Bernfeld und Nelly Wolffheim zurück, fand aber erst in den 1970er Jahren richtig Gehör.
Von den Erziehern wird ein fundiertes psychologisches Hintergrundwissen erwartet, mit dem sie auf verschiedene Entwicklungsbedürfnisse reagieren können. Diese entwicklungspsychologische Basis ist ein großer Vorteil der psychoanalytischen Pädagogik und ermöglicht die Aufarbeitung schädigender Auswirkungen aus der Vergangenheit. Gleichzeitig können die psychoanalytischen Konzepte auch besser mit aktuellen Herausforderungen an die Institution selbst wie schrumpfende Etats, Raumprobleme etc. fertig werden. Da Bildung in der Psychoanalytischen Pädagogik kaum diskutiert wurde, sollten andere Konzepte diese Lücke füllen.

Reggio-Pädagogik
Namensgeber ist die norditalienische Stadt Reggio Emilia, in deren Umfeld sich das Konzept zwischen 1962 und 1973 entwickelt hat. Reggio-Pädadogik meint die Reflexion verschiedener lerntheoretischer Ansätze vor dem Hintergrund des reggianischen Bildes vom Kind. Dieses Bild geht davon aus, dass Kinder selbst am besten wissen, was sie brauchen und als so genannte eifrige Forscher auch selbst herausfinden wollen.
Die Erzieher schaffen dafür den geeigneten Rahmen. Dazu gehört als u.a. der Raum, der in der Reggio-Philosophie als „dritter Erzieher“ gilt, da er sowohl Herausforderung als auch Geborgenheit bieten kann. Materialien, Werkzeuge, Rollenspiel etc. sollen Emotionen sowie Erinnerungen aktivieren und Wahrnehmungen mit inneren Bildern vernetzen. Wichtig sind dabei der Rhythmus der Kinder und die Bildung von Projekten von zwei Stunden bis zu einem Jahr. Auf Seiten der Erzieher kommt der ständige Austausch im Team dazu und darüber hinaus eine fortlaufende Dokumentation ihrer Arbeit als Ideensammlung und kollektives Gedächtnis für die kontinuierliche Reflexion und Veränderung.

„Rucksack"-Projekt
Das Modell „Rucksack“ zur sprachlichen Frühförderung von Migrantenkindern zwischen vier und sechs Jahren wurde in den Niederlanden entwickelt und wird seit 2005 auch in Hannover umgesetzt. Das Konzept geht davon aus, dass Kinder, die ihre Muttersprache gut beherrschen, auch eine Zweitsprache erfolgreich erlernen. Ziel des Projekts ist es, dass sich die Eltern stärker um die Sprachentwicklung ihrer Kinder kümmern. Teilnehmende Eltern erhalten einen Rucksack mit Spielen und Lernmaterialien in ihrer Muttersprache, die sie zuhause einsetzen können.

Situationsansatz
Der Situationsansatz hat sich in den 1970er Jahren entwickelt. Er wendet sich gegen die traditionelle Kindergartenpädagogik, die Kinder oft nur „verwahrte“ und „beschäftigte“, setzt sich aber auch mit reformorientierten Konzepten wie z.B. der Waldorf- und Montessori-Pädagogik oder der antiautoritär geprägten Kinderladenbewegung auseinander.
Im Mittelpunkt steht die Lebenssituation der Kinder. Aufgabe der Erzieher ist es, aus Schlüsselsituationen Lerninhalte abzuleiten, so dass die Kinder in die Lage versetzt werden, ihre Erlebnisse zu verstehen und verantwortungsbewusst zu handeln. Verwechselt wird der Situationsansatz häufig mit „situativem Arbeiten“, d.h. dem spontanen Reagieren auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder.
Neben dem situationsbezogenen Lernen stehen offenes Arbeiten und das Beteiligen der Kinder an der Alltagsgestaltung häufig im Vordergrund.

Systemisch-konstruktivistische Spielpädagogik
Im Mittelpunkt stehen hier Spielprojekte, die aus dem spontanen Gruppenspiel der Kinder entstehen. Dabei lernen die Kinder selbstbestimmt und eigenverantwortlich, ihre eigene Welt zu gestalten. Ihre Materialien müssen sie sich - wie auch immer - selbst schaffen, vorgefertigtes Spielzeug gibt es in der systemisch-konstruktivistischen Spielpädagogik nicht. Um ihre Kreativität optimal entfallen zu können, benötigen die Kinder Strukturen und einen immer gleichen Rhythmus über den Tag. Darüber hinaus werden sie moderierend von Erwachsenen unterstützt, die auch ständig Bildungsinhalte in die Spielmotive mit einfließen lassen. So sollen Mädchen und Jungen, Behinderte und Nicht-Behinderte, einheimische und ausländische Kinder im Spiel gemeinsam ihre Grundbedürfnisse nach Sicherheit, Bindungen und Wir-Gefühl, Ichstärke und Identität, Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung sowie Kreativität und Lernen verwirklichen.

Waldkindergarten
In den 1950er Jahren gründete Ella Flatau in Dänemark den ersten Waldkindergarten. Der erste Wald- und Naturkindergarten in Deutschland entstand 1968 ganz privat. Durchgesetzt hat sich die Bewegung erst in den 90er Jahren. Statt in geschlossenen Räumen werden die Kinder in der freien Natur betreut mit einer beheizbaren Unterkunft wie einem Bauwagen in der Nähe. Gruppen von 15-20 Kindern im Alter zwischen drei bis sechs Jahrenspielen mit dem, was die Natur hergibt. Das fördert die Kreativität und die Sprachentwicklung. Aber auch die Motorik, Koordination, alle Wahrnehmungsbereiche werden in der freien Natur besonders geschult. Ein weiterer Nebeneffekt ist ein gestärktes Immunsystem. Die positiven Auswirkungen beeinflussen auch die „normalen“ Kindergärten, die immer häufiger Waldtage oder -wochen anbieten.

Waldorf-Pädagogik
Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte die Waldorfpädagogik ursprünglich als Schulkonzept, das in den 20er Jahren auch auf Kindergärten übertragen wurde. Das freie Spiel hat in der Waldorfpädagogik eine zentrale Bedeutung, denn im Spiel entfaltet das Kind seine Persönlichkeit. Bevorzugt werden einfache Spielmaterialien, z.B. Holzklötze statt Spielzeugautos. Die Erzieher haben Vorbildfunktion und regen die Kinder zur Nachahmung an. Wichtig ist eine Umgebung, die Sicherheit und Ordnung gibt. Deshalb spielen nach festen Rhythmen gegliederte Tages-, Monats- und Jahresabläufe eine große Rolle.

Würzburger Programm
Das „Würzburger Trainingsprogramm zur phonologischen Bewusstheit“ wurde in den 1990er Jahren am Psychologischen Institut der Universität Würzburg entwickelt. Es besteht aus insgesamt 57 "Sprachspielen" mit sechs Übungseinheiten und wird im letzten Kindergartenhalbjahr von Erziehern durchgeführt. Das Training erstreckt sich über insgesamt 20 Wochen mit täglichen 10-minütigen Sitzungen. Das Übungsprogramm gibt Kindern im Vorschulalter Einblick in die Welt der Laute, vermittelt Freude im Umgang mit der Sprache und erleichtert auf diese Weise später in der Schule das Lesen und Schreiben.

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