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Gemeinsam statt einsam
Mitten im Leben

Hannoversche Werkstätten Gemeinsam statt einsam

Die Hannoverschen Werkstätten unterstützen Menschen bei einem selbstbestimmten Leben.

Im Wohncafé am Kosselhof 3 wird gemeinsam gekocht.

Mitten im Quartier Roderbruch haben die Hannoverschen Werkstätten (HW) ein Angebot für alle Menschen, die hier leben, entwickelt. „Inklusion heißt für uns, dass alle Menschen gemeinschaftlich in einer Nachbarschaft leben und die Hilfe bekommen, die sie benötigen“ , so Imme Krügel, Sozialarbeiterin der Hannoverschen Werkstätten. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Henning Orth hat sie daher ihr Büro direkt im Gemeinschaftshaus am Kosselhof 3.

„Unser Angebot heißt wohnen+ und ist eine Kooperation der wohnungsbaugesellschaft hanova und der Hannoverschen Werkstätten. Seit vielen Jahren bieten die HW unter dem Namen Hannoversche Wohnassistenz ambulante Betreuung für Menschen mit Behinderungen an“ , berichten die beiden. Als die hanova für den Standort im Kosselhof einen neuen Kooperationspartner gesucht hat, war schnell klar: Dies ist eine Möglichkeit, Menschen mit und ohne Behinderung gezielt Unterstützung in ihrem gewohnten Umfeld anzubieten.

Lebenslanges Wohnen im eigenen Zuhause

Gerade älteren Menschen soll ein selbstbestimmtes und lebenslanges Wohnen in der eigenen Wohnung und somit im angestammten Quartier ermöglicht werden. Im Rahmen eines Projekts werden somit nach und nach Angebote entwickelt.

Zentrale Anlaufstelle hierfür ist das sogenannte Wohncafé mit angegliederter Beratungsstelle, das allen Bewohnern des Stadtteils offensteht. Die festen Beratungszeiten sind besonders beliebt, oft gibt es Fragen zu Behördenangelegenheiten, zu formalen Anträgen oder auch zur Wohnsituation. Ein sozialer Mittagstisch, ein Seniorennachmittag und das sogenannte Freitagscafé sind Angebote, bei denen Kontakte unter den Nachbarn entstehen und man bei einer Tasse Kaffee oder eben bei einem leckeren Mittagessen schnell miteinander ins Gespräch kommt.

Besuchsdienst oder Begleitservice geplant

Henning Orth berichtet zudem über die Möglichkeit, dass engagierte Menschen freiwillig im Projekt mitarbeiten: „Derzeit planen wir einen Besuchsdienst oder einen Begleitservice aufzubauen“ . Dies sind Wünsche einiger Bewohner aus dem Umfeld des Gemeinschaftshauses, die das Angebot sehr zu schätzen wissen. „Ich kenne die Hannoversche WohnAssistenz schon seit vielen Jahren. Aber seit es das Büro hier vor Ort gibt, nutze ich auch die zusätzlichen Angebote“ , berichtet Beate J. „Jeden Montag gibt es hier ein Mittagessen; da gehe ich regelmäßig hin!“ Die beiden Mitarbeiter der HW ergänzen: „Uns ist wichtig, dass Menschen mit Behinderungen ganz normal die Angebote an ihrem Wohnort nutzen können. Dadurch wollen wir soziale Teilhabe ermöglichen und dazu beitragen, dass diese Menschen nicht in Sondereinrichtungen leben müssen.“

Freuen sich über die Förderung: Imme Krügel (Hannoversche Werkstätten) und Jörg Kofink (GBH).
Freuen sich über die Förderung: Imme Krügel (Hannoversche Werkstätten) und Jörg Kofink (GBH).

Die Räumlichkeiten sind barrierefrei gestaltet, und durch die gute Vernetzung im Stadtteil sind Kooperationen entstanden, sodass vielen Ratsuchenden schnell weitergeholfen werden kann. Das Projekt unterstützt aber nicht nur in Notlagen, es geht auch um ein lebendiges Miteinander: „Das haben wir besonders bei unserem diesjährigen Sommerfest erlebt: Es war ein buntes Miteinander, und da waren ganz viele unterschiedliche Menschen, die zusammen ein Fest erlebt und sich wohlgefühlt haben. “ Und genau dazu will dieses Projekt auch in Zukunft beitragen: sich wohlfühlen, das Miteinander fördern und zum richtigen Zeitpunkt die notwendige Hilfestellung geben.

Kontakt

wohnen+

Imme Krügel und Henning Orth
Im Kosselhof 3
30627 Hannover
Telefon: (05 11) 60 03 76 70
Internet: www.hw-hannover.de