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Durchs Grüne um die City

Julius-Trip-Ring Durchs Grüne um die City

Der 25 Kilometer lange Julius-Trip-Ring führt von den Herrenhäuser Gärten über Hainholz und die Eilenriede zurück nach Herrenhausen.

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Mit der Familie unterwegs zu sein hält fit und schweißt zusammen.

Quelle: Christian Wyrwa

Hannover. Hannover gilt als eine der grünsten deutschen Großstädte. Warum das so ist, lässt sich am besten bei einer Tour auf dem Julius-Trip-Ring erkunden. Er führt an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei, bietet sowohl Ruhe als auch Großstadtleben und hat darüber hinaus den Vorteil, dass man nie weiter als fünf Kilometer von der Innenstadt entfernt ist.

Wir starten an den Herrenhäuser Gärten, was Sinn ergibt. Der Ring ist nach dem ersten Gartenbaudirektor Hannovers benannt. Von dort aus führt uns der Weg nach Norden, vorbei am Berggarten in die Burgstraße. Dort steht eines der Flüchtlingsquartiere Hannovers. Auffällig viele kleine Kinder tollen auf dem Gelände herum, einige üben Fahrradfahren.

Zwei Füller-Giganten lassen grüßen

Bald erreichen wir Hainholz, das sich in den vergangenen Jahren herausgeputzt hat. Hinter einem Zaun liegt eine Bauwagensiedlung, die sich in einer Art reizvollen Anarcho-Architektur präsentiert. Zum grünen Hannover zählen auch die rund 20 000 Kleingärten, die sich wie ein Gürtel ums Stadtgebiet legen. An einigen von ihnen radeln wir auf dem Weg zur trubeligen Vahrenwalder Straße vorbei.

Der ausgeschilderte Pastor-Jaeckel-Weg bringt uns nun dorthin, wo einst zwei der berühmtesten Industriebetriebe Hannovers arbeiteten, zum Pelikanviertel (benannt nach dem Hersteller von Füllfederhaltern) und zum Areal der einstigen Schallplattenfabrikation Deutsche Grammophon. Beide sind nicht mehr da, nur noch die Namen der Quartiere erinnern an sie. Heute wird in der Gegend im Wesentlichen Büroarbeit erledigt.

Pause in der Eilenriede: Die Wiesen im Stadtwald sind schöne Orte, um sich auszuruhen.

Pause in der Eilenriede: Die Wiesen im Stadtwald sind schöne Orte, um sich auszuruhen.

Quelle: Faber

Hinter dem Grammophon-Gelände sehen wir schon das Grün der Eilenriede; wir werden jetzt einige Kilometer im Stadtwald zurücklegen. Zunächst passieren wir das Hotel und Restaurant Steuerndieb, dessen Geschichte auf das 14. Jahrhundert zurückgeht. Der Name bezieht sich jedoch nicht auf ein mittelalterliches Steuerparadies, sondern auf die altdeutsche Bezeichnung „Störe den Dieb“: An dieser Stelle befand sich einst eine Warte der hannoverschen Landwehr.

Parcours nur für geeignete Räder

Auf dem Weg durch den Wald gelangen wir über den Pferdeturm und Bischofshol Richtung Waldheim und Waldhausen. Dort liegt hinter dem Rodelberg Hannovers erster Mountainbike-Parcours, um dessen Anlage es im Vorfeld einigen Wirbel gegeben hatte. Wir wissen gar nicht so sehr, warum. Der Parcours wirkt unauffällig, und außerdem macht es Spaß, den zumeist jugendlichen Bikern beim Ritt über die Hügel zuzusehen. Selbst, wenn wir gewollt hätten, hätte wir es ihnen nicht nachmachen dürfen. Es gibt ein Schild mit vielen Verboten und Geboten. Eins regelt, dass man nur mit geeigneten Fahrrädern auf die Piste darf. Unsere Räder sind nur für den weiteren Verlauf der Tour geeignet, die uns nun aus dem Stadtwald zum Stadtsee führt. Am Südufer des Maschsees sehen wir den Besuchern hinterher, die zur Mittagsschicht in den Fitness- und Wellnesstempel Aspria streben. Wir halten es lieber mit dem Café und Restaurant am Bootsanleger. Von dessen Sonnenterrasse aus hat man über den See hinweg einen der spektakulärsten Blicke auf Hannovers Innenstadt-Silhouette. Selbst das leichte Rauschen des Autoverkehrs auf dem Rudolf-von-Bennigsen-Ufer an der gegenüberliegenden Seeseite wirkt hier eher beruhigend als störend.

 Julius-Trip-Ring

Der 25 Kilometer lange Julius-Trip-Ring führt von den Herrenhäuser Gärten über Hainholz und die Eilenriede zurück nach Herrenhausen.

Quelle: Region Hannover

Zurück nach Herrenhausen

Der letzte Teil der Reise auf dem Julius-Trip-Ring führt uns nun an der Ihme entlang. Vorbei am Sportpark mit dem Stadion, dem Groß-Krankenhaus Siloah mit seiner recht ansehnlichen bunten Fassade, dem großen Üstra-Stadtbahn-Betriebshof und den Betonburgen des Ihme-Zentrums geht es zurück in den Kleingartengürtel. Dann kommen wieder die Herrenhäuser Gärten mit dem neu erbauten Schloss in Sicht. Hätten wir uns für unsere Tour nicht ausgerechnet den Tag des Besuchs des amerikanischen Präsidenten Barack Obama ausgesucht, hätten wir Hannovers größte Touristenattraktion noch besichtigen können. Dann eben ein anderes Mal.

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Orte zum Pausieren

Abkühlen

  • Lister Bad Hannover, Am Lister Bad 1,
    Freibad mit großer Liegewiese und Zehn-Meter-Sprungturm;
     von Mai bis September montags bis freitags von 6 bis 20.30 Uhr,
    an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 20.30 Uhr geöffnet.
  • Strandbad Maschsee, Rudolf-von- Bennigsen-Ufer 83,
    mit Liegewiese und Strandbereich;
    von Mitte Mai bis September, täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
  • Ricklinger Kiesteiche, Horst- Schweimler-Weg, Hannover,
    Drei riesige Badeteiche mit großen Liegewiesen;
    rund um die Uhr geöffnet.

Angucken

  • Zoo Hannover an der Eilenriede,
    exotische Landschaften, mehr als 1800 Tiere, Shows und Gutes gegen Hunger und Durst;
    täglich von 9 bis 18 Uhr, Winterzoo von Ende Oktober bis Ende März dienstags bis sonntags 10 bis 16 Uhr.
  • Herrenhäuser Gärten, Herrenhäuser Straße 4;
    Großer Garten täglich von 9 bis 18 Uhr, Schauhäuser täglich von 9 bis 17.30 Uhr und
    Museum donnerstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Einkehren

  • Parkrestaurant am Hannover Congress Centrum, Theodor- Heuss-Platz 1–3;
    montags bis sonnabends von 11.30 bis 18.30 und sonntags von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet;
    Reservierungen und weitere Infos unter (05 11) 8 11 30.
  • Vier Jahreszeiten, der Waldhausstraße 1;
    montags bis sonnabends von 12 bis 0 Uhr und sonntags von 10 bis 23 Uhr geöffnet;
    Reservierung und weitere Infos unter (05 11) 84 12 12.
  • Mio Mio in Linden an der Deisterstraße 36;
    täglich von 18 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags ist Ruhetag.
  • Café Safran an der Königsworther Straße 39 in Linden;
     täglich von 9 bis 2 Uhr geöffnet, freitags und sonnabends sogar bis 3 Uhr.
  • Café Steintormasch an den Herrenhäuser Gärten, In der Steintormasch 5;
    dienstags bis sonntags ab 11 Uhr durchgehend warme Küche.
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