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Was willst du mal werden?

Berufserfahrung in der Schulzeit Was willst du mal werden?

Mit Praxistagen und Betriebspraktika bereiten die Schulen ihre Schüler auf den Beruf vor.

"Allgemeinbildende Schulen haben die Aufgabe, Schüler zur Aufnahme einer Berufstätigkeit zu befähigen und sie auf eine begründete Berufswahlentscheidung vorzubereiten“, heißt es im Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums. Praxiserfahrung und der Kontakt zur regionalen Wirtschaft werden dabei großgeschrieben.

An den Hauptschulen gibt es seit vier Jahren in den 8. und 9. Klassen 60 bis 80 Praxistage. Darunter fallen alle berufsorientierenden Maßnahmen wie Betriebstage oder -wochen in Lernwerkstätten, Unternehmen oder berufsbildenden Schulen. Die Schulen sollen mit regionalen Firmen kooperieren, damit ihre Schüler möglichst früh und umfassend Kontakt zur Arbeitswelt bekommen. Wie sie die Praxistage organisieren – ob wochenweise im Block oder an einem festen Wochentag –, ist den Schulen überlassen.

An allen allgemeinbildenden Schulen – Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen – findet in den 9. oder 10. Klassen verpflichtend ein zwei- bis dreiwöchiges Betriebspraktikum statt. Zahlreiche Schulen bieten sogar zwei Praktika an. Im Gymnasium fand es bisher in der 11. Klasse statt, aufgrund des verkürzten Abiturs läuft es nun in der 10. Klasse. Die Lehrer begleiten das Praktikum und bereiten es mit den Schülern sowohl vor als auch ausführlich nach.

An allen allgemeinbildenden Schulen ist die Betriebserkundung ein weiterer Eckpfeiler der Berufsorientierung. Sie findet frühestens in der 8. Klasse statt. Ziel ist es, anhand einer Fragestellung ein Unternehmen unter die Lupe zu nehmen.

Am „Zukunftstag“ (vormals Girls’ Day) können Jungen und Mädchen einen Betrieb ihrer Wahl erkunden. Die Fünft- bis Zehntklässler begleiten einen Tag lang ein Mitglied ihrer Familie oder einen Bekannten an seinem Arbeitsplatz – statt die Schulbank zu drücken. Ziel ist, die Jugendlichen zu ermutigen, ihre Berufswahl ohne Rücksicht auf geschlechtsspezifische Rollenerwartungen zu fällen.

Julia Pennigsdorf

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