Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Der Baukasten fürs Abitur Ich will Profi werden – aber nur mit Abitur

Sport Ich will Profi werden – aber nur mit Abitur

Profil Sport an der KGS Hemmingen

Ehrgeizig: Ralph Regus besucht die KGS Hemmingen, an der er sportliche Ambitionen und Ausbildung verbinden kann. Dafür zog der 18-jährige sogar aus Bamberg nach Hannover.

Quelle: Martin Steiner

Ralph Regus (18) weiß genau, wohin er will: nach oben. Er zählt Nicolas Kiefer zu seinen Bekannten und will genauso bekannt werden wie der hannoversche Tennisprofi. Regus ist Schüler der KGS Hemmingen und Leistungssportler, der fast täglich auf dem Tennisplatz steht. Dass sich seine Begeisterung und Zielstrebigkeit mit der Schule, gar mit dem Abitur, verbinden ließe, hätte der gebürtige Bayer vor einem Jahr nicht zu hoffen gewagt: „Meine alte Schule in Bamberg hat mich da nie unterstützt“, sagt der 18-Jährige.

Doch an der KGS hat Regus seit diesem Schuljahr das sportliche Profil gewählt. Dafür nahm er einen Umzug vom Elternhaus in Bamberg ins 400 Kilometer entfernte Hannover in Kauf. Das Sportinternat am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg ist nun seine Bleibe. Seitdem stehen auf dem Stundenplan vier morgendliche Tennis-Einheiten pro Woche, mit denen das Ass sein tägliches Nachmittagstraining ergänzt. Dazu kommen Sporttheorie sowie eine Individual- und eine Mannschaftssportart pro Schulhalbjahr. „Trainer und Lehrer unterstützen mich hier sehr“, sagt der Zwölftklässler.

Wie es die Auflagen verlangen, erhält Regus bis zu den Abiturprüfungen aber auch viel Unterricht in den „klassischen Fächern“, muss deutsche Literatur lesen, Englischvokabeln büffeln und sich Geschichtsdaten einprägen. Ihm ist es recht: „Ich will keine Profikarriere ohne Abitur. Das Verletzungsrisiko ist viel zu groß.“ Falls etwas schiefgeht, hat Regus ohnehin einen Plan B: Er interessiert sich auch für ein Sportmanagementstudium.

Mehr aus Der Baukasten fürs Abitur