Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Lehrer auf der Schulbank Fertig ist man nie!

Der Tag eines Lehrers Fertig ist man nie!

Elke Kantian unterrichtet Deutsch und Philosophie an der Käthe-Kollwitz-Schule.

Nächster Artikel
Rudolf Hintze: "Besoldung erhöhen"

Elke Kantian möchte ihre Lerninhalte mit Aktualitätsbezug vermitteln.

Quelle: Rainer Surrey

Mein Wecker klingelt um 4.45 Uhr – ich beginne den Tag gern in Ruhe. Kurz vor 7 Uhr fahre ich zur Schule; vor dem Unterricht stehen noch Gespräche mit Schülern oder Eltern an, bis es um 7.50 Uhr zur ersten Schulstunde klingelt. Den Unterricht gestalte ich entsprechend meinen Vorbereitungen und den offiziellen Vorgaben, gehe aber auch auf Wünsche und Vorstellungen der Schüler ein. Ich meine, dass man sich auf die Lebenswelt der Schüler einlassen muss, will man etwas vermitteln.

Wenn sich die Schule gegen 14 Uhr leert, gibt es für mich viel Organisatorisches zu erledigen: Daten überprüfen, Zensuren erfassen, die Raumplanung fürs Abitur regeln. Erst gegen halb fünf kehre ich heim und erhole mich kurz. Dann heißt es Klausuren korrigieren, Unterricht vorbereiten, Kurstreffen oder Exkursionen organisieren. Für Korrekturen nehme ich mir gerne einige Tage Zeit; ich denke, dass dies gerade in Deutsch und Philosophie, meinen Fächern seit 29 Jahren, wichtig ist, um zu überlegten Bewertungen zu kommen.
Ein Lehrer wird mit der Schule nie fertig. Auch wenn ich abends lese, ins Kino oder Theater gehe, achte ich darauf, ob ich meine neuen Eindrücke in den Unterricht einarbeiten kann – was ich als reizvoll empfinde. Ich suche immer nach neuen Ideen. So kann ich den Schülern die Lerninhalte mit Aktualitätsbezug vermitteln – und der Unterricht bleibt auch für mich reizvoll.“

Nächster Artikel
Mehr aus Lehrer auf der Schulbank