Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Zu optimistisch? Vielleicht! Das Abitur in der Tasche – und wie geht’s weiter?

Zukunftsaussichten Das Abitur in der Tasche – und wie geht’s weiter?

Wer Abitur macht, hat länger Zeit über seine Berufswahl nachzudenken als Haupt- oder Realschüler. Doch irgendwann müssen sich auch Gymnasiasten entscheiden: Soll der Schulzeit eine Ausbildung folgen oder ein Studium? Welche Fachrichtung entspricht den Neigungen und bietet gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Informationsmöglichkeiten für Oberstufenschüler gibt es viele.

Das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in der Brühlstraße in Hannover ist eine gute Anlaufstelle. An den Gymnasien und Gesamtschulen finden von Klasse 10 ab Veranstaltungen zum Thema Berufsorientierung statt.

Die Leibniz Universität lädt Jugendliche während ihrer Oberstufenzeit ein, Uni-Luft zu schnuppern. Von der 11. Klasse an können Schüler im Rahmen des sogenannten Juniorstudiums an bestimmten Vorlesungen teilnehmen. „Jede Fakultät bietet da etwas an“, sagt Mathematiker Florian Leydecker, der das Schulportal der Universität betreut. Das Juniorstudium bietet die Möglichkeit, sich früh zu orientieren und zu überprüfen, ob die Wunschfachrichtung die richtige ist, und es bietet Gelegenheit, Klausuren mitzuschreiben. Das Gute daran: Wer sie besteht, kann sich die Klausur später anrechnen lassen, wer durchfällt, hat eine Erfahrung gesammelt, die sich nicht negativ auswirkt.

Neben dem Juniorstudium gibt es an der Leibniz-Uni weitere Projekte für Schüler: Einmal im Jahr finden im Lichthof die Hochschulinformationstage statt. Die nächsten Termine sind der 15. und 16. September. Zudem bietet die Uni für Schüler, die sich für mathematisch-technische Studiengänge interessieren, zwei interessante Veranstaltungen : Ende August starten die Brückenkurse, die die schulischen Mathekenntnisse vertiefen sollen. Und für Oberstufenschüler gibt es eine Gauß-Arbeitsgruppe, in der Mathematikstudenten mit den Gymnasiasten zusammenarbeiten.

Ihr Berufsorientierungsprogramm gestaltet jede Schule für sich. An der Helene-Lange-Schule in Linden zum Beispiel gehen die Schüler einen Tag gemeinsam mit ihren Lehrern ins Berufsinformationszentrum (BIZ) , um sich zu informieren, obendrein absolvieren sie regelmäßig Bewerbungstrainings. Einmal im Monat kommt zudem eine Berufsberaterin der Agentur für Arbeit in die Schule. „Jeder kann mit ihr einen persönlichen Beratungstermin verabreden“, sagt Studiendirektor Michael Scherfenberg.

Auf seinem Schreibtisch stapeln sich Weiterbildungsangebote von Universitäten und Fachschulen sowie Stellenangebote potenzieller Arbeitgeber. Nach eingehender Prüfung sind sie am Schwarzen Brett der Schule zu finden. Eine weitere Möglichkeit, mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft in Kontakt zu kommen, haben Schüler auf dem „Markt der Möglichkeiten“, den die Helene-Lange-Schule immer am Anfang jedes Jahres veranstaltet.

Informationen gibt es im Internet unter:
www.unikik.uni-hannover.de
www.schulportal.uni-hannover.de
www.berufsinformationszentrum.org/berufsinformationszentrum-biz-hannover

Julia Penningsdorf

Nächster Artikel
Mehr aus Zu optimistisch? Vielleicht!