Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Aus Teamgeist wird wahre Freundschaft

Mannschaften Aus Teamgeist wird wahre Freundschaft

Das Unified-Voltigierteam RVC Wedemark und das Unified-Sports-Schwimmteam Wilhelm-Schaade-Schule: Zwei ungewöhnliche Mannschaften.

Voriger Artikel
Barrierefreiheit beginnt im Kopf
Nächster Artikel
Motor der Inklusion

Davis Gueye (von links), Maria Krull, Barbara Remer, Uwe Pirr und Hussein Chahrour hoffen auf einen Erfolg.

Quelle: Peter Steffen

Hannover. Sportliche Leistung durch Vertrauen und Freundschaft - so lässt sich das L-Unified-Team des Reit- und Voltigier-Club Wedemark (RVC) wohl am besten beschreiben. Zweimal pro Woche trainieren die acht Voltigierer entweder auf dem Pferd Dexy’s Midnight Runner - von allen liebevoll Dexy genannt - oder mit dem Holzpferd Klaus. Die sportliche Mischung aus Turnen, Reiten und Akrobatik erfordert ein harmonisches Miteinander.

Erst seit zwei Jahren trainieren Patrick Lampe, Simon Hey und Feride Demir mit ihren Unified- Partnern Justus Schuckert, Alena Steffens, Kim und Lara Bause. Doch mit Fleiß, Ehrgeiz und einer gehörigen Portion Spaß haben sie es 2015 bereits geschafft, aus der M-Klasse aufzusteigen.

Feride Demir und Alena Steffens schwören auf die tolle Gemeinschaft. „Ich finde es toll, dass wir gemeinsam etwas lernen und neue Leute kennenlernen“ , sagt Feride Demir und bringt damit auf den Punkt, was alle im Team empfinden. „Es herrscht ein starker Zusammenhalt und großes Vertrauen, alle sind gleich stark in die Übungen integriert. Wir lernen viel voneinander“ , bekräftigt Alena Steffens. Dabei ist dieses Voneinanderlernen ganz und gar nicht einseitig - nicht nur die Athleten mit geistiger Behinderung lernen von ihren Partnern, sondern auch andersherum. Beste Voraussetzungen für einen sportlichen Erfolg bei den Nationalen Spielen.

Den wollen auch zwei Schüler, Davis Gueye und Hussein Chahrour, und zwei Partner, Maria Krull und Uwe Pirr, der Wilhelm-Schaade-Schule feiern. Ihnen geht es allerdings nicht ums Turnen, sondern darum, so schnell wie möglich 4 x 50 Meter zu schwimmen. Einmal pro Woche hat das noch unerfahrene Team intensiv trainiert, um ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen, und hat dafür sogar einen Team-Kapitän ernannt. Davis Gueyes Aufgabe ist es, im Wettbewerb darauf zu achten, dass keiner zu früh vom Startblock springt und sich alle an die Special Olympics Regeln halten. Wenn es mit einem Sieg nicht klappt, steht Plan B schon fest. Sollte das Team am Ende nämlich seine bisherige Bestzeit getoppt haben, wäre das ein großartiger Erfolg. Ausreichend Ehrgeiz ist in jedem Fall zu spüren.

Nach den Sommerferien sollen die Schüler mit Gleichaltrigen trainieren. „Darüber hinaus wollen wir mit dieser Idee aber gern in die Vereine gehen“, sagt Betreuerin Barbara Remer.

Heike Werner

Voriger Artikel
Nächster Artikel