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Jung, vielseitig und immer gut drauf

Jörg Trute, Athletensprecher Niedersachsen Jung, vielseitig und immer gut drauf

Einmal ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen – das ist auch von den Teilnehmern der Special Olympics Hannover 2016 der große Traum. So heißt es auch im Special Olympics Eid „Ich will gewinnen“. Für die Favoriten der Wettbewerbe ist etwas anderes aber mindestens genauso wichtig: Gemeinsam Spaß am Sport zu haben. Heike Werner hat drei Athleten getroffen.

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Jörg Trute wird auch bei den Special Olympics in Hannover wieder auf dem Tenniscourt stehen. Als Athletensprecher darf er diesmal bei der Eröffnungsfeier sogar die Fackel tragen.

Quelle: Sielski

Hannover. Jörg Trute lächelt und sagt: „Ich habe immer gute Laune.“ Und wer ihn das sagen hört, kann sich kaum etwas anderes vorstellen. Gute Laune und schönes Wetter sind demnach auch die Wünsche, die der 30-Jährige für die Zeit der Nationalen Spiele in Hannover äußert. Mit dem Tennisschläger wird Trute vom Verein Grün-Weiß Calberlah um die Medaillen spielen.

Zum Tennis kam er über seine Mutter und seine Schwester. „Die habe ich spielen sehen und wollte das auch“ , erinnert er sich. Das ist jetzt über zehn Jahre her, und in dieser Zeit hat Trute schon zahlreiche Special Olympics erlebt. 2004 in Hamburg genoss er zum ersten Mal die großartige Atmosphäre rund um die sportlichen Wettbewerbe. Seither hat er in München und Berlin, Bremen, Karlsruhe und Düsseldorf teilgenommen. Zuletzt kam er in Düsseldorf 2014 sogar ins Endspiel und gewann die Silbermedaille - ein grandioser Erfolg.

Doch gewinnen ist in seinen Augen nicht das Wichtigste, vielmehr dass Menschen mit Handicap vor vielen Zuschauern ihr Können zeigen dürfen. Außerdem ist er in diesem Jahr besonders stolz darauf, dass er als Athletensprecher für den Special Olympics Landesverband Niedersachsen zusammen mit den Vertretern der anderen Bundesländer aktiv an der Eröffnungsfeier teilnehmen darf. „Alle Athletensprecher dürfen die Fackel tragen.“

Und nicht nur das: Am letzten Tag der Nationalen Spiele wird es eine große Abschlussfeier geben, bei der ausgiebig getanzt werden darf. Etwas, das Trute ganz besonders gern tut. „Auf die Disko freue ich mich am meisten.“

Überhaupt ist der junge Mann sehr vielseitig. Neben seiner Arbeit auf dem heilpädagogischen Bauernhof „Der Hof“ in Isenbüttel, wo er seit zehn Jahren arbeitet und seit sechs Jahren auch wohnt, spielt er Klavier und interessiert sich für Musik. Sogar Wintersport liegt ihm. Im Ski alpin möchte er 2017 an den Weltwinterspielen in Österreich teilnehmen. Dort hätte er einen Heimvorteil. „Da waren wir schon oft im Urlaub.“

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