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Motor der Inklusion

Unified Sports Motor der Inklusion

Beide Seiten profitieren: Menschen mit geistiger Behinderung und ihre nicht behinderten Partner treiben gemeinsam Sport.

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Gemeinsam sind sie stark: Die Athleten der Unified Sports Wettbewerbe.

Quelle: Peter Steffen

Hannover. Von Fußball über Schwimmen bis zu Leichtathletik und Judo - in insgesamt 15 von 18 Sportarten werden bei den Special Olympics Hannover 2016 sogenannte Unified Sports Wettbewerbe angeboten. Dabei nehmen Athleten mit einer geistigen Behinderung mit ihrem Unified Partner (ohne Behinderung) gemeinsam teil. Diese Partner kommen aus Vereinen, Schulen oder Firmen.

Unified Sports ist ein weit verbreitetes Programm der Special Olympics Bewegung und findet bei Nationalen Spielen seinen durchaus prominenten Platz. „Unified Sports gibt uns die Möglichkeit, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie der Sport ein Motor der Inklusion sein kann. Wir zeigen damit, was Menschen mit einer geistigen Behinderung können, aber auch, welche tollen Möglichkeiten der Inklusion es nicht nur im Sport, sondern auch in der Gesellschaft gibt“, sagt Thomas Gindra, Vizepräsident Sport Special Olympics Deutschland.

Die Ziele des Unified Sports Programms sind vielseitig. Durch die Entwicklung der sportlichen Fähigkeiten unter Anleitung eines ausgebildeten Trainers können sich die Athleten zusammen mit ihren Partnern aufs Training in einem öffentlichen Sportverein vorbereiten. Die Athleten profitieren insbesondere von den Wettbewerben mit ihren körperlichen und geistigen Herausforderungen. Aber auch die Unified-Partner entwickeln durch das gemeinsame Sporttreiben ihre sozialen Kompetenzen weiter. In Mannschaftssportarten werden den Athleten ihren Fähigkeiten entsprechende Aufgaben und Spielpositionen zugeteilt. Nur so können alle Sportler eine sinnvolle und respektierte Rolle spielen. Und schließlich ermöglicht Unified Sports bei Großveranstaltungen eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Art der Inklusion. Es macht die Begeisterung und Leidenschaft der Athleten und das Gemeinschaftsgefühl von Special-Olympics-Veranstaltungen erlebbar. „Der Sport ist positiv behaftet, weshalb es einfach ist, Menschen durch gelebte Beispiele dafür zu interessieren. Wir wollen mit Unified Sports Begegnungen schaffen - das geht im Sport relativ leicht“, sagt Gindra.

Die aktuellen Zahlen geben dem Programm übrigens recht: An den Nationalen Spielen in Hannover werden über 350 Unified-Partner teilnehmen - mehr als viermal so viele wie noch sechs Jahre zuvor. Viele davon kommen aus Vereinen - ein Zeichen dafür, dass Unified Sports ein Sprungbrett zur Inklusion im Sportverein sein kann.

Heike Werner

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