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Ohne sie läuft es nicht rund

Freiwillige Helfer Ohne sie läuft es nicht rund

Sie geben ihre Freizeit und gehen mit vielen Erfahrungen zurück in den Job: Die freiwilligen Helfer sind hoch motiviert.

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Rona Richter (Mitte) hat sich bereits bei den Nationalen Spielen 2014 in Düsseldorf engagiert. Hier bereitet sie sich mit anderen ABB-Helferinnen auf die Siegerehrung vor.

Quelle: ABB

Hannover. Als Helferin bei den Special Olympics kennt sich Rona Richter aus: Dreimal war die junge Frau bereits bei Nationalen und Landesspielen von Special Olympics aktiv dabei. Zuletzt war sie 2015 bei den Landesspielen in ihrer Wahlheimat Hannover beim Wettbewerbsfreien Angebot im Einsatz, um Athleten mit Handicap zu helfen.

Und auch in diesem Jahr hat sich Rona Richter freiwillig gemeldet - das war für sie klar, schließlich sind die Nationalen Spiele für sie ja so etwas wie „Heimspiele“ . Denn die 30-Jährige lebt und arbeitet seit zwei Jahren in der niedersächsischen Landeshauptstadt am lokalen ABB-Standort im Marketing für Prozessleitsysteme - und jetzt ist sie eine von 150 freiwilligen ABB-Helfern. Aber auch andere Firmen wie VWN, WÜRTH, Henkel und Sport-Thieme stellen Helfer: „Mein Urlaub ist eingereicht und ich freue mich schon sehr ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen“ , sagt Rona Richter.

Für die Helfer eine wichtige Erfahrung

Für dieses Event gibt sie gern ihre Freizeit - und hofft, dass auch andere das tun: „Das Thema Inklusion kann gar nicht prominent genug platziert werden und eine solche Großveranstaltung über eine ganze Woche hinweg kann dabei nur helfen. Ich hoffe, dass sich viele aus Hannover und Umgebung auf die Erfahrung einlassen und einfach mal bei den Spielen vorbeischauen. “ Denn auch, wenn man selbst oder ein Familienmitglied nicht aktiv als Sportler an den Wettbewerben teilnimmt, ist die Atmosphäre etwas ganz Besonderes: „Als ich 2013 das erste Mal in Garmisch-Partenkirchen als Volunteer mit ABB teilnahm, war ich überwältigt von der emotionalen und positiven Stimmung schon bei der Eröffnungsfeier“ , sagt Rona Richter.

Als Helferin hatte sie zudem die Möglichkeit, ein Team direkt zu erleben, es zu unterstützen und natürlich auch beim Wettbewerb mitzufiebern und es anzufeuern. Und genau diese wichtigen Erfahrungen, die die Helfer ganz unmittelbar erleben, sind ein Grund, warum die Firmen aktiv solche Projekte unterstützen: Denn durch das freiwillige Engagement entwickeln die Helfer fernab ihrer konventionellen Ausbildung Fähigkeiten und Kompetenzen, die sie auch im Berufsalltag einbringen können. Außerdem lernen sie, über den Tellerrand zu gucken, soziale Verantwortung zu übernehmen und nach außen auch zu dokumentieren.

Tolle Stimmung bei den Wettbewerben

Auf Hannover freut sich ABB-Helferin Rona Richter jetzt auch besonders, weil sie hier schon bei den Landesspiele vergangenes Jahr als Helferin viel Erfahrung gewonnen hat: „Die Wettbewerbsstätten sind alle nah beieinander, so dass man Gelegenheit hat, sich alle Sportarten anzuschauen. Bei den Schwimmern ist zum Beispiel immer eine tolle Stimmung“ , sagt sie: „Das Schöne an Special Olympics ist für mich, dass es jedes Mal anders ist, aber definitiv immer ein einprägsames Erlebnis. Ich habe schon so viele nette Leute kennengelernt, ob unter den Athleten, den Familienangehörigen oder anderen freiwilligen Helfern.

Der Zusammenhalt ist einfach einmalig und sicherlich nicht vergleichbar mit anderen Sportveranstaltungen“ , sagt die junge Frau, die in der Leichtathletik eingesetzt sein wird: „Ich bin gespannt, welche Aufgabe diesmal auf mich wartet.“

Mehr als 2200 Helfer im Einsatz

Insgesamt mehr als 2200 freiwillige Helfer unterstützen die Veranstaltung. Das Interesse, dabei zu sein, ist riesig. Dank des großen Engagements der Landeshauptstadt – sie stellt allein rund 500 Helfer –, der Region und des Landes Niedersachsen können deren Angestellte Freistellungen für ihren ehrenamtlichen Einsatz beantragen. Aus Schulen und Vereine kommen rund 600 Helfer, über das Corporate Volunteering mehr als 400, im Gesundheitsbereich sind 250 fachliche Helfer im Einsatz – um nur die größten Gruppen zu benennen. Mehr als 350 Volunteers stellen Unternehmen wie ABB, Würth, Henkel, VWN oder Sport Thieme. Diese Helfer engagieren sich in allen Bereichen der Großveranstaltung. Ein ganz neues Projekt wurde dieses Jahr von SOD zusammen mit der Lebenshilfe Niedersachsen gegründet: Beim Tandem-Projekt arbeiten jeweils Menschen mit und ohne geistige Behinderung zusammen.

Die Tandems werden im Catering, bei den Siegerehrungen, der Information, im Pressezentrum oder als Sportartenhelfer im wettbewerbsfreien Angebot eingesetzt, dabei erfüllt das Tandem die übertragene Aufgabe gemeinsam. Mehr als 55 Tandem-Paare gibt es dieses Jahr, 16 Paare haben sich zusammen angemeldet, die anderen Paare wurden von dem Organisationsteam zusammengestellt. Auf mehreren Infoveranstaltungen, Schulungen und Vorabtreffen konnten sich die Helfer miteinander vertraut machen.

Maike Jacobs

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