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Grippe oder Erkältung - Symptome richtig deuten

Gesundheit Grippe oder Erkältung - Symptome richtig deuten

Erkältung und Grippe haben Hochsaison. Aber woran merkt man eigentlich, welche der Viruserkrankungen man hat? Und wann ist man ein Fall fürs Bett - und wann für den Arzt?

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In der vergangenen Woche wurden 3081 Grippefälle an das Robert-Koch-Institut übermittelt.

Quelle: Andreas Gebert

Bonn. Der Kopf brummt, die Nase läuft, und der Körper schmerzt - solche Symptome sind in Deutschland gerade im Januar und Februar typisch. Nur: Steckt eine echte Grippe oder bloß eine Erkältung dahinter?

Infektiologe Peter Walger vom Berufsverband Deutscher Internisten erklärt den Unterschied - und wann Betroffene zum Arzt gehen sollten.

Grippe: Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich. "Normalerweise fühlt man sich am Morgen noch gesund und hat abends plötzlich 39 oder 40 Grad Fieber", erklärt Walger. Hinzu kommen Symptome wie Kopf-, Glieder- und Knochenschmerzen sowie Husten und Schnupfen. Betroffene fühlen sich sehr krank. Wichtig ist, reichlich zu trinken. "Bei Fieber kann der Körper schnell zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit verlieren." Außerdem sollte man sich schonen und ruhig einige Tage im Bett verbringen. Außerdem können Betroffene zu fiebersenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln greifen. Von Kombinations-Präparaten rät Walger allerdings ab: "Bei diesem Mix sind wichtige und unwichtige Einzelwirkstoffe drin, da ist eine richtige Dosierung unmöglich."

Erkältung: Eine Erkältung hat man in der Regel mehrfach im Jahr, auch sie ist eine Virusinfektion. Die Nase läuft, man hat Halsschmerzen, Kopfweh und vielleicht auch Gliederschmerzen. Die Symptome beginnen langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. "Eine Erkältung beeinträchtigt zwar die Befindlichkeit, aber man ist nicht schwer krank", sagt Walger. Meist haben Betroffene kein Fieber und müssen auch nicht zum Arzt.

Wann man zum Arzt gehen sollte: Ältere Menschen sollten bei hohem Fieber eher früh zum Arzt gehen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder Lungenkrankheiten. Eltern sollten auch mit kleinen Kindern bei Grippeverdacht zum Arzt gehen. Wer nicht in eine dieser Gruppen fällt, aber eine typische Grippe mit deutlichem Krankheitsgefühl und zusätzlich Beschwerden wie Luftnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel hat, sollte unbedingt zum Arzt gehen, wie Walger betont.

Wer zunächst eine Erkältung oder weniger schwere Grippe hatte, dann aber nach drei bis vier Tagen einen neuen Schub bekommt, gehört auch in die Hände eines Arztes. Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken. Gegen Grippe gibt es spezielle Anti-Virusmedikamente. "Die wirken aber relativ schwach", sagt Walger. Deshalb verordnen auch Ärzte in der Regel eher Medikamente und Präparate, gegen die einzelnen Symptome. "Antibiotika machen weder bei Erkältungen noch bei Grippe einen Sinn, sie wirken gegen Viren nicht." Eine Ausnahme gilt höchstens, wenn Betroffene sich zusätzlich zu den Viren eine bakterielle Infektion einfangen.

dpa

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