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Studie: Versicherte sehen Digitalisierung skeptisch

Gesundheit Studie: Versicherte sehen Digitalisierung skeptisch

Die Digitalisierung im Gesundheitssektor soll vielen einfacher machen. So können etwa Hausarzt und Facharzt Informationen besser austauschen. Doch viele Versicherte haben ein Problem mit dieser Praxis.

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E-Health ermöglicht einen besseren Austausch von Gesundheitsdaten der Versicherten. Doch viele haben Sorge, dass die Informationen in falsche Hände geraten könnten.

Quelle: Ralf Hirschberger

Berlin. Knapp die Hälfte der Krankenversicherten steht der Digitalisierung im Gesundheitswesen skeptisch gegenüber. Viele befürchten einen Missbrauch mit ihren Daten.

"Fast jedem Zweiten fehlt das Vertrauen, dass persönliche Daten, die digital übermittelt und gespeichert werden, sicher sind und nicht in falsche Hände geraten." Das geht aus einer Befragung der Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

An der verbreiteten Skepsis scheint auch das geplante E-Health-Gesetz nichts zu ändern, das Sicherheitsstandards festschreibt und den rechtlichen Rahmen für die Telemedizin und die elektronische Gesundheitskarte bildet. Nur 22 Prozent der gesetzlich Versicherten und 14 Prozent der Privatversicherten begrüßen laut Studie dieses Gesetz ohne Einschränkung. 47 Prozent der Privatversicherten und 43 Prozent der gesetzlich Versicherten sind nach wie vor misstrauisch.

Der Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma, Michael Burkhart, erklärte hingegen: "Die digitale Übertragung von Unterlagen würde die Kommunikation zwischen Versicherten, Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus deutlich erleichtern und Patienten viele Wege ersparen."

In Arztpraxen erwarten Versicherte der Studie zufolge mehr Service: 45 Prozent (2015: 43 Prozent) störten sich daran, dass sich der Arzt zu wenig Zeit für sie nimmt. Auffällig sei die wachsende Unzufriedenheit unter Privatversicherten, hieß es. Ihr Anteil sei in einem Jahr von 22 auf 29 Prozent gestiegen. Bemängelt werde auch, dass sich Praxisöffnungszeiten zu wenig an den Bedürfnissen der Patienten orientieren.

dpa

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