Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Wenn der Schädel brummt: Wissenswertes zu Kopfschmerzen

Gesundheit Wenn der Schädel brummt: Wissenswertes zu Kopfschmerzen

Pochende Schläfen, ziehende Stirn, Druck auf dem Scheitel: Kopfschmerzen sind immer unangenehm. Was können Betroffene dagegen tun? Und wie beugt man vor?

Voriger Artikel
Erste Hilfe: Oft hapert es an Kenntnissen
Nächster Artikel
Bewegungen gegen Rückenschmerzen

Oft haben Kopfschmerzen oder Migräne-Anfälle bestimmte Auslöser: zum Beispiel Durst, Wetterumschwung, zu viel Sonne oder Alkohol.

Quelle: Christin Klose

Königstein. Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit, heißt es. Manche Menschen haben sie nur selten, andere sind oft betroffen. Doch was hilft eigentlich gegen den Schmerz? Und kann man vorbeugen? Ein Experte hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wo liegen die Ursachen für Kopfschmerzen?

Oft sind sie nicht klar zu benennen. Aber es gibt Auslöser, sagt Charly Gaul von der Deutschen Kopfschmerz- und Migränegesellschaft. Das können zum Beispiel Durst, ein Wetterumschwung, zu viel Sonne oder ein Glas Alkohol sein. Kopfschmerzen können zudem das Symptom einer Krankheit sein, etwa von Grippe.

Was unterscheidet normale Kopfschmerzen und Migräne?

Experten sprechen bei normalen Kopfschmerzen eher von Spannungskopfschmerz. Dieser schmerzt häufig auf beiden Kopfseiten drückend. "Da brummt der Schädel, aber meist mehr nicht", erklärt Gaul. "Manche Patienten empfinden den Schmerz aber auch als stark." Anders bei Migräne: Neben sehr starken Schmerzen werden die Anfälle etwa von Übelkeit, intensiver Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und häufig auch Gerüchen begleitet. Meist schmerzt nur eine Seite des Kopfes. Migräne-Attacken können zwischen 4 und 72 Stunden dauern, sagt Gaul.

Wie bekämpft man normale Kopfschmerzen?

Während Bewegung eine Migräne-Attacke häufig nur schlimmer macht, kann etwas Aktivität bei Spannungskopfschmerzen helfen. Pfefferminzöl aufzutragen, kann den Schmerz ebenfalls lindern. Frei erhältliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Kombinationen mit Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol wären der nächste Schritt. Bei eher leichten Kopfschmerzen könne man aber häufig auf sie verzichten, sagt Gaul.

Was hilft bei Migräne?

"Ein Migräne-Anfall ist ein Signal des Gehirns, dass es Rückzug und Ruhe braucht", erklärt der Fachmann. Sich in einen abgedunkelten Raum zurückziehen, ist der erste, richtige Schritt. Betroffene können frei verkäufliche Schmerzmittel nehmen. Manchmal helfen diese bei Migräne aber nicht. Für den Fall gibt es Triptane. Diese speziellen Schmerzmittel wirken auch gegen die Begleiterscheinungen der Migräne-Attacke. "Zwei Triptane sind in Deutschland frei verkäuflich." Nichtsdestotrotz sollte man mit einem Arzt Rücksprache halten.

Wie beugt man Kopfschmerzen und Migräne vor?

Manche Leute bekommen schon von einem Glas Rotwein Kopfschmerzen oder gar Migräne. Bemerkt man solche Auslöser, sollte man sie meiden - in diesem Fall verzichtet man lieber auf Alkohol. Regelmäßiger Ausdauersport sowie Entspannungsübungen können ebenfalls vorbeugend wirken. Stark betroffenen Patienten versuchen Mediziner mit einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung zu helfen, sagt Gaul.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
Notrufsäule

Krankentransport, ärztlicher, zahnärztlicher und tierärztlicher Notdienst, Gift-Notruf, Hilfe bei psychischen Problemen oder Schwangere in Not - hier finden Sie die wichtigsten Rufnummern.mehr