Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Bitte lächeln!
Gesund zubeißen

Tipps für schöne Zähne Bitte lächeln!

Damit die Zähne gesund bleiben und auch schön aussehen, reicht es nicht, sie einfach nur irgendwie zu putzen. Die Wahl der richtigen Zahnbürste und -pasta sowie die Reinigung der Zahnzwischenräume sind wichtig. Auch sollten Eltern bei ihren Kindern besonders wachsam sein, denn Karies an den Milchzähnen kann auch die bleibenden schädigen.

Voriger Artikel
Gründlich Putzen mit Maskottchen Kroki

Mit zwei Jahren zum ersten Mal zum Zahnarzt

Quelle: iStockphoto.com/ideabug

Hannover. Mit zwei Jahren zum ersten Mal zum Zahnarzt

Mit etwa zwei Jahren ist der erste Zahnarztbesuch für Kinder sinnvoll. Dann ist bei ihnen in der Regel das Milchgebiss komplett. Da die Milchzähne eine wichtige Funktion haben, ist es gut, sie so lange wie möglich zu erhalten. Denn wenn Milchzähne sehr früh ausfallen, verkleinert sich die Zahnlücke mit der Zeit, und der neue Zahn wird am Durchbrechen gehindert, heißt es in der Zeitschrift „Kinder“. Tief zerstörte Milchzähne können über ihre entzündete Wurzel außerdem die Keim- anlage der bleibenden Zähne beeinträchtigen.

Milchzähne immer gut pflegen

Karies an den Milchzähnen kann auch die folgenden bleibenden Zähne schädigen. Deshalb sollten die Milchzähne gut gepflegt werden – auch wenn sie früher oder später von alleine ausfallen, wie Experten der Landeszahnärztekammer Brandenburg raten. Wenn ein Kind einen kariösen Milchzahn zu früh verliert beziehungsweise dieser gezogen werden muss, kann es sein, dass der bleibende Zahn später an der falschen Stelle durchbricht – das kann viele Behandlungen beim Kieferorthopäden nach sich ziehen.

Zahnseide richtig verwenden

Neben dem Zähneputzen ist es sinnvoll, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide zu reinigen. „Mit Zahnseide zu fädeln ist eine gute Ergänzung“, erklärt Thomas Wolf aus dem Bundesvorstand des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte. Allerdings erfordert die richtige Handhabung ein bisschen Übung. So funktioniert es:

  • ein ausreichend langes Stück Zahnseide um die beiden Zeigefinger wickeln
  • die Zahnzwischenräume mit vertikalen Bewegungen – also hoch und runter von der Zahnspitze bis zum Zahnfleisch – reinigen
  • pro Zwischenraum immer beide angrenzenden Zähne reinigen, nicht nur einen
  • für jeden Zwischenraum einen frischen Abschnitt der Zahnseide verwenden, da sonst Bakterien in den nächsten Zwischenraum transportiert werden können
  • nach dem Fädeln den Mund gründlich ausspülen

 

Aufhellende Zahnpasta kann freiliegende Zahnhälse schädigen

Weißere Zähne in wenigen Wochen – das versprechen manche Hersteller von Zahnpasta. Die Paste hellt die Zähne aber häufig nicht wirklich auf, stellt Thomas Wolf aus dem Bundesvorstand des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte klar. „Sie enthält kleine Partikel, die die Zähne abschmirgeln und so Verfärbungen entfernen.“ Dabei sei Vorsicht geboten, denn zu grobe Partikel könnten freiliegende Zahnhälse und den empfindlichen Zahnschmelz beschädigen, warnt er. Manche Produkte enthielten blaue Farbe, sie lässt die Zähne weißer wirken.

Aus zahnmedizinischer Sicht sei bei Zahnpasta nur ein Inhaltsstoff und dessen Dosierung entscheidend: „der Fluoridgehalt“. Er sollte bei einem Erwachsenen 1500 ppm betragen. Fluorid ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen – und für die Abwehr von Karies. Über die Nahrung nimmt man normalerweise nicht genügend Fluorid auf, daher sollte die Zahnpasta ausreichend davon enthalten.

Nach Erkältung die Zahnbürste wechseln

Nach einer Erkältung lohnt sich der Kauf einer neuen Zahnbürste. So verhindern Betroffene, dass sie sich mit Bakterien, die noch zwischen den Borsten stecken, erneut anstecken. Dazu rät Thomas Wolf aus dem Bundesvorstand des Freien Verbands Deutscher Zahnärzte. Leider beherzigen ihm zufolge die Wenigsten diesen Tipp.

Dafür hat manch einer gleich mehrere Zahnbürsten neben dem Waschbecken stehen, damit er immer eine gut getrocknete parat hat. Das hält Wolf allerdings für etwas übertrieben. Eine Zahnbürste genüge. Diese sollte jedoch alle sechs bis acht Wochen ausgetauscht werden. „Es kommt dabei auch auf den Härtegrad an“, sagt Wolf. Eine harte Zahnbürste könne man notfalls auch mal drei Monate lang verwenden. „Dann muss aber wirklich eine neue her.“

Nicht nötig hält Wolf hingegen den Kauf einer neuen Zahnbürste nach einer professionellen Zahnreinigung: „Davor, dass dann irgendwelche Bakterien wieder in den Mund zurückkehren, muss niemand Angst haben.“

Expertentipp

Ein schönes Lächeln ist nicht selbstverständlich. Um die Zähne dauerhaft gesund zu halten, müssen einige Prämissen bedacht und eingehalten werden. Dr. Jörg Munack, Zahnarzt beim Zahn-Medizinischen Team am Aegi in Hannover, gibt Tipps.

„Es ist wichtig, morgens und abends für vier Minuten die Zähne zu putzen. Verwendet werden sollte eine elektrische Zahnbürste. Diese putzt sehr viel effektiver als wir das mit einer Handzahnbürste tun könnten. Bei der täglichen Mundhygiene stets darauf achten, dass die verwendete Zahnpasta fluoridhaltig ist. Ein wichtiger Aspekt ist die Einwirkzeit von vier Minuten, damit die Fluoride richtig einwirken und so den Zahn bestmöglich schützen. Es geht um systematisches Arbeiten für ein effektives Ergebnis. Auch Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten sollten nicht vergessen werden. Ebenso wichtig wie das gründliche Putzen sind die Prophylaxen beim Zahnarzt – wir empfehlen drei- bis viermal jährlich. Wir müssen die pathogenen Bakterien rechtzeitig entfernen, um Parodontitis und Entzündungen vorzubeugen. Das Zahnmedizinische Team erzielt sehr gute Resultate mit diesem Therapiekonzept, um Parodontitis und andere Zahnerkrankungen zu reduzieren."

29.03.2017: Tag der offenen Tür: 15–19 Uhr
Für Kaffee, Tee, Kekse etc. ist gesorgt
Adresse: Hildesheimer Str. 6,
30169 Hannover

Dr. Jörg Munack, Master of Science, vom ZahnMedizinschen Team am Aegi.

Dr. Jörg Munack, Master of Science, vom ZahnMedizinschen Team am Aegi.

Quelle: ZahnMedizinsches Team am Aegi
Voriger Artikel