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Musizieren hält gesund
Gut hören

Positive Wirkung aufs Gehirn Musizieren hält gesund

Regelmäßig ein Instrument in die Hand zu nehmen, verändert das Gehirn positiv.

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Musik machen schult das Zusammenspiel der Sinnesorgane und der Bewegungsabläufe.

Quelle: iStockphoto.com/kzenon

Hannover. Schwangere sitzen andächtig in der Philharmonie, und Grundschulkinder hören - vielleicht etwas weniger andächtig - Stücke von Mozart. Das alles, weil die Eltern glauben, der Nachwuchs gehe besonders intelligent aus dieser Beschallung hervor. So einfach ist es aber leider nicht, sagt Prof. Michael Oehler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie.

„Anfang der 90er-Jahre kam eine Studie aus den USA, die nahelegte, dass das Hören von Mozart-Kompositionen Menschen intelligenter macht.“ Doch die Ergebnisse dieser Studie konnten Oehler zufolge nie reproduziert werden. „Es ist ein urbaner Mythos.“

Dafür wirkt es umso mehr, wenn Menschen selbst musizieren - egal welches Instrument, egal welche Musikrichtung, sagt Oehler. „Es gibt sehr eindeutige Nachweise dafür, dass Musizieren das Gehirn verändert.“

Musizieren schult Sensomotorik

Es macht zwar vermutlich nicht direkt klüger, aber es schult sensomotorische Fähigkeiten, also das Zusammenspiel der Sinnesorgane mit den Bewegungsabläufen. Außerdem sind Musiker in der Lage, gleichzeitig vorausschauend zu denken und zu überprüfen, ob sie gerade richtig oder falsch gespielt haben. Das zu trainieren, verändert auch bestimmte Areale im Gehirn.

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