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Sport-BHs für den Laufsteg: Sportartikler buhlen um Frauen

Gesundheit Sport-BHs für den Laufsteg: Sportartikler buhlen um Frauen

Frauen strömen weltweit immer zahlreicher in die Fitnessstudios - und wollen dabei gut aussehen. Nike, Adidas und Co. nehmen die lang vernachlässigte weibliche Kundschaft in den Fokus ihrer Geschäfte.

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Hochspringerin Ariane Friedrich präsentiert Mode von Nike.

Quelle: Paul Zinken

Herzogenaurach. Sie machen Yoga, Body-Combat oder Pilates und mögen es modisch dabei gern laufstegtauglich: In der Sportartikel-Industrie boomt das Geschäft mit den Frauen. Viele Jahre waren die Lady-Produkte für die Hersteller ein nettes Zubrot.

Die meisten Sportschuhe für Frauen etwa basierten auf Männerschuhen und wurden lediglich leicht abgewandelt. Heute reicht das nicht mehr. Frauen drängen zunehmend auch in die Fitnessstudios. Mit Aerobic und Co. haben sie abseits der klassischen männlichen Bereiche wie König Fußball femininere Sportarten für sich entdeckt. Doch auch im Kraft- und Laufsportbereich tummeln sie sich immer mehr.

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Adidas hat schon seit 2005 eine speziell auf Frauen zugeschnittene Linie von Stella McCartney im Programm.

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Dass sportliche Mode ein riesiger Wachstumsmarkt ist und Frauen eine immer größere Rolle spielen, sehen auch Marktforscher. Der deutsche Sportartikelmarkt wuchs im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro, berichtet das Marktforschungsunternehmen NPD Group. Mit rund 70 Prozent haben zu diesem Wachstum Frauen beigetragen. Die dominieren zudem die sozialen Medien - ein wichtiger Werbeträger für die Sportartikel-Industrie.

Die Damenwelt wird deshalb von allen

großen Herstellern umgarnt: Sie gilt als lukrative Zielgruppe, die in der Regel mehr Geld für Kleidung ausgibt als Männer. Mit millionenschweren Marketing-Kampagnen, speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnittenen Produkten und Boutiquen sowie Sportmode von Star-Designerinnen will man die shoppingfreudigen Frauen für die eigene Marke gewinnen.

Große Hoffnungen knüpft etwa

Nike mit der Frauen-Kampagne "Better for it" an die weibliche Kundschaft. Bei Puma kostet ein Rihanna-Schuh knapp 200 Euro. Der Pop-Star war der Türöffner zu den Frauen für die Marke mit der springenden Raubkatze. Bei

Adidas kostet eine Laufjacke mit Blumenmuster schnell 230 Euro, wenn auf ihr Stella McCartney steht. Die Tochter von Beatles-Sänger Paul McCartney, eine Stardesignerin für Luxusmode, köderten sich die Herzogenauracher bereits 2005. Zehn Jahre später hängen in den Regalen schon ganze "StellaSport"-Kollektionen, die vor allem durch ihre gewagten Farben und Muster auffallen. Ein Sport-BH für 65 Euro sieht da nicht mehr aus wie ein eierschalenfarbener Stütz-Bustier, sondern darf auch gerne mal unter dem Sport-Top hervorblitzen.

Um die amerikanischen Frauen besser verstehen zu können, holten sich die Franken außerdem die frühere Chefin des US-Yoga-Spezialisten Lululemon, Christine Day, als Beraterin hinzu. Bald soll die Frauen-Kompetenz dann auch von ganz oben kommen: Spätestens bis Ende Juni 2017 will Adidas eine Frau in den Vorstand berufen.

dpa

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