Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Ein Urlaub, der für Carl Heinz Bartels alles veränderte

Hilfe zur Selbsthilfe Ein Urlaub, der für Carl Heinz Bartels alles veränderte

Seit über 35 Jahren gibt es schon die Institution „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Voriger Artikel
Für ein schönes Lächeln
Nächster Artikel
Zahngesundheit bis ins hohe Alter

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens: Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz will das HDZ eine mobile Gesundheitsstation in Kolumbien realisieren.

Quelle: HDZ

Hannover . Alles begann mit einer ganz normalen Urlaubsreise, die den Göttinger Zahnarzt Carl Heinz Bartels 1981 nach Thailand führte. Bei Chiang Mai im Norden Thailands besuchte er ein Lepradorf. Dieser Besuch veränderte sein Leben. Nach seiner Rückkehr war er von dem Erlebten, von den katastrophalen, unmenschlichen Verhältnissen der Leprösen so bewegt, dass er unverzüglich beschloss, wenigstens die zahnärztliche Versorgung dort zu verbessern. Er gründete die Patenschaft Niedersächsischer Zahnärzte für Lepragebiete. Bereits sechs Jahre später rief Bartels die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete (HDZ) ins Leben. Und schon damals ging es ihm um viel mehr als „nur“ um Leprahilfe: In den folgenden Jahren erweiterte sich das Aufgabengebiet der Stiftung dann immer mehr.

Weltweites Engagement

Das weltweite Engagement der Stiftung HDZ ist so vielfältig wie die Länder, in denen Hilfe geleistet wird: umfangreiche Soforthilfemaßnahmen für Katastrophengebiete wie Haiti, Pakistan, Myanmar und Japan, der Bau von Schulen, Waisenhäusern, Kranken- und Sozialstationen, Ausbildungsstätten und medizinischen sowie zahnmedizinischen Einrichtungen, der Bau von Wasseraufbereitungsanlagen oder die Organisation von Hilfstransporten und medizinischen Geräten. Bis heute kämpft die Stiftung auch gegen Armut und Hunger und Vertreibung. Nach dem Tod des Gründers leitete der Weggefährte und Freund Carl Heinz Bartels‘, der Göttinger Zahnarzt Dr. Klaus Winter, als Vorsteher der Stiftung das HDZ. Erst kürzlich hat er die Leitung an den Zahnarzt Dr. Klaus Sürmann, der ebenfalls in Göttingen lebt, abgegeben. „Es ist nicht schwer, Gutes zu tun, wenn es viele Helfer gibt“, betont Dr. Winter bescheiden. Und tatsächlich kann das HDZ in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung vorzeigen. Menschen, die Hilfe brauchen, neue Hoffnung und neue Würde schenken, ein Gefühl der Verbundenheit zeigen, Hilfe zur Selbsthilfe bringen und besonders denen Hilfe bringen, die verlassen sind oder in ihrer Existenznot um Hilfe rufen – mit diesen Zielen ist die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepraund Notgebiete vor 36 Jahren gegründet worden und hat seitdem weltweit im Wert von 33 Millionen Euro menschliche Not lindern können.

Zum Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete gehört ein kleines, aber hoch motiviertes Team, das in den vergangenen Jahrzehnten durch zahlreiche Gleichgesinnte besonders aus dem zahnärztlichen Berufsstand großartige, selbstlose Unterstützung fand. Alle Helfer zusammen – ob Patienten, Zahnärzte, Firmen, Banken oder die Projektträger vor Ort – haben das Hilfswerk schließlich weltweit zu einem karitativen, anerkannten Netzwerk geformt. Seit 1987 hat die Landeszahnärztekammer Niedersachsen das Patronat für das HDZ übernommen und seit 2010 ist die Bundeszahnärztekammer Schirmherrin dieser Stiftung. Insgesamt agiert das HDZ übrigens seit seinem Bestehen vertrauensvoll mit 25 Partnern. Allen voran die Salesianer Don Boscos, mit rund 16 000 Mitgliedern die zweitgrößte katholische Ordensgemeinschaft der Welt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz will das HDZ anlässlich seines 30-jährigen Bestehens eine mobile Gesundheitsstation in der Region Choco in Kolumbien auf den Weg bringen und so den Menschen eine medizinische Grundversorgung ermöglichen.

Rüdiger Thiel

 Mehr zum Thema www.hilfswerk-z.de

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Notrufsäule

Krankentransport, ärztlicher, zahnärztlicher und tierärztlicher Notdienst, Gift-Notruf, Hilfe bei psychischen Problemen oder Schwangere in Not - hier finden Sie die wichtigsten Rufnummern.mehr