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Gute Zahnpflege schützt

Senioren Gute Zahnpflege schützt

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Zahnmedizin, in welcher die Alterszahnheilkunde künftig eine große Rolle spielt und neue Anforderungen an die Zahnärzte und Zahntechniker stellt.

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Zahnfüllungen auf die Schnelle

Zähne sollten möglichst lange erhalten bleiben.

Quelle: proDente

Hannover. In einer von der Initiative proDente in Auftrag gegebenen Studie gaben 27 Prozent der Befragten an, dass man im Alter auf jeden Fall seine Zähne verliert. Das muss nicht zwangsläufig sein. Eine gründliche häusliche Pflege der Zähne, regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, eine zahngesunde Ernährung und die professionelle Zahnreinigung schützen auch im Alter vor Zahnverlust.

Haben Karies, Parodontitis oder Unfälle Spuren hinterlassen, gilt es, die Zahnlücken dauerhaft zu schließen, um Folgeschäden zu vermeiden. Fehlende Zähne können bei älteren Menschen zu Fehl- oder Mangelernährungen führen. Ein Patient, der seine gewohnte Nahrung nicht mehr ausreichend zerkleinern kann, weicht gezwungenermaßen auf breiige, flüssige Speisen aus - und ernährt sich oft nicht mehr ausgewogen und reichhaltig genug. Außerdem können Zahnlücken das Gebiss aus dem Takt bringen: Die restlichen Zähne wandern in die Lücken. Insbesondere Frontzahnlücken verursachen erhebliche Sprechprobleme.

Die umfangreiche prothetische Behandlung älterer Mensch ist meist zeitaufwendig. Schätzungen gehen davon aus, dass in Zukunft 30 bis 40 Prozent der alltäglichen Praxisarbeit auf die prothetische Versorgung entfallen wird.

Implantate schließen die Lücken

War früher die Teil- oder Totalprothese beim Schließen von mehreren Lücken die Lösung schlechthin, setzt die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik heute gerade bei Patienten mittleren Alters auf festsitzenden, insbesondere implantatgetragenen Zahnersatz. Dieser wird von den meisten Patienten nicht nur als sehr angenehm empfunden, er kann auch leicht gereinigt werden und weist eine hohe Haltbarkeit auf. Mit Implantaten können einzelne oder mehrere Lücken geschlossen oder eine komplette Prothese erstellt werden. Diese wird dann von einzeln gesetzten Implantaten getragen.

Sind die Zähne wieder komplett, ist der Einsatz des Patienten gefragt. Neben der sorgfältigen Pflege sind halbjährliche Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt notwendig.

Tipps für Diabetiker

Diabetiker haben ein dreifach erhöhtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken: Sie sind anfälliger für Karies, haben eine verlangsamte Wundheilung nach Zahnoperationen und müssen im Vorfeld von chirurgischen Eingriffen besondere Vorkehrungen treffen, damit keine Komplikationen auftreten. Die Initiative proDente hat einen Katalog entwickelt, wie Diabetiker ihre Zähne am besten schützen können:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Diabetes immer bestmöglich eingestellt ist.
  • Informieren Sie Ihren Zahnarzt über einen vorhandenen Diabetes oder über ein Risiko dafür.
  • Putzen Sie sich zweimal am Tag die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta.
  • Reinigen Sie täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten.
  • Kauen Sie nach Zwischenmahlzeiten ein zuckerfreies Kaugummi, um den Speichelfluss anzuregen und schädliche Säuren zu neutralisieren.
  • Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter, damit Sie Mundtrockenheit vorbeugen. Genügend Speichel hilft, Karies und Plaque zu verhindern.
  • Gehen Sie zweimal im Jahr zur Kontrolle zum Zahnarzt.
  • Lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen.
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