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Schlechte Zähne sind erblich

Zähne und Gene Schlechte Zähne sind erblich

Zahn-Gene unterstützen auch die Bildung von Kiefer und Gliedmaßen

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Eine wissenschaftliche Studie hat es bewiesen: Gene haben Auswirkung auf das Zahnwachstum.

Quelle: iStockphoto.com/Cathy Yeulet

Hannover. Es ist etwas dran, dass schlechte Zähne erblich sind. Das zeigen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Nach einem Vergleich von 6000 Menschen wachsen bei Babys mit bestimmten genetischen Varianten die Zähne später. Auch besitzen sie dadurch im Alter von einem Jahr deutlich weniger Zähne als der Durchschnitt. Die identifizierten Gene spielen auch eine tragende Rolle bei der Bildung von Gebiss und Gliedmaßen.

Den Rekord unter den Fehlbildungen halten Abweichungen in der Zahnentwicklung: Bei einem Zehntel aller Menschen bereitet die Ausbildung der 32 Kauwerkzeuge Probleme. Um deren Ursprung ausfindig zu machen, setzten finnische und englische Forscher an einem bekannten Faktum an: Der Zeitpunkt des Zahnens ist zu 70 Prozent erblich bedingt. Deshalb erfassten sie statistisch das Zahnen und die Anzahl der Zähne zum Zeitpunkt des ersten Geburtstags von 4564 nordfinnischen und 1518 westenglischen Kindern. Diese frühe Phase der Entwicklung ist entscheidend für die endgültige Ausprägung des Gebisses. Zusätzlich wurde das gesamte Gen der Testpersonen analysiert und über den Zeitraum von der Schwangerschaft bis zum Erreichen des Erwachsenenalters kontrolliert.

Bei der Massenuntersuchung wurden fünf Gene eruiert, die für das Zahnwachstum verantwortlich sind. Und weil Genvarianten einen Teil des Risikos für Erkrankungen tragen, spürten die Forscher auch den möglichen Auswirkungen dieser Defekte nach. Die Zahnentwicklung ist nämlich kein isoliertes Ereignis, sondern folgt den Pfaden des frühen Wachstums von Gliedmaßen und Organen. So unterstützen die fünf Zahn-Gene auch die Ausbildung des Kiefers, der Ohren, Finger und Zehen sowie des Herzens.

Der offengelegte Einfluss des Erbguts auf das Zahnwachstum soll nun neue Wege in der frühzeitigen Behandlung von Zahn- und Gebissproblemen eröffnen.

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