Hannover. Soll das Kind an der neuen Schule Philosophie und Theaterspiel lernen? Vielleicht Chinesisch belegen und sich im Schullabor schon mit Grundlagen der Gentechnik auseinandersetzen? Oder in Erdkunde und Geschichte auf Englisch debattieren? Im Chor oder Ruderteam besondere Stärken entwickeln? Oder lernen, mit nahezu professioneller Qualität eine Spendenaktion für den Regenwald zu entwickeln? Schulen in der Region Hannover bieten heute erstaunliche Möglichkeiten. Für Eltern, die vor der Wahl der weiterführenden Schule für ihr Kind stehen, macht das die Entscheidung umso schwerer. Denn was wird den im Kind schlummernden Fähigkeiten und Neigungen entsprechen? Und werden die neuen Lehrer das Kind unterstützen? Vieles ist nicht vorhersehbar, und in manchem müssen die Eltern nach ihrem Gefühl gehen.
Und es gibt doch so vieles zu bedenken. An den Gymnasien und auch an den Gesamtschulen sollen die Schüler möglichst in zwölf Schuljahren das Abitur erreichen. Ist das eigene Kind dieser Belastung gewachsen? Hauptschulen und Realschulen konzentrieren sich verstärkt auf die Berufsorientierung. Dort bekommen Schüler immer mehr Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern praktisch zu erproben. Und dann gibt es jetzt noch die neuen Oberschulen, die meist Haupt- und Realschüler gemeinsam unterrichten.
Viele Schulen versprechen Ganztagsunterricht und Mittagessen. Doch wie zuverlässig sind die Kinder dort betreut? Was läuft nachmittags an der Schule? Und für welche Jahrgänge wird tatsächlich ein warmes Essen angeboten? Manche Schulen setzen stark auf pädagogische Arbeit. Sie bieten Hausaufgabenhilfe, fördern Kinder, die besonders neugierig sind und andere, die mehr Zeit beim Lernen brauchen.
Unser Schulverzeichnis bietet Familien eine erste Orientierung. Die Datenbank gibt einen Überblick über die 130 weiterführenden Schulen in der Region Hannover. Jede Schule wird mit Bild und einem Kurzporträt in Stichworten vorgestellt – und mit Datum und Uhrzeit des Informationstages. Denn was hinter den vielen Schlagworten steckt, können Eltern und Kinder am besten beim Besuch der Schule im Gespräch mit Schülern, Eltern, Lehrern und Schulleitern herausbekommen. Wenn sich dort dann das Gefühl einstellt, an der richtigen Stelle zu sein, kann die Vorfreude auf die vielen Chancen und die Neugier auf das spannende Neue, was die Kinder erwartet, Raum gewinnen.
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