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Erfolg steht für Junge im Beruf nicht an erster Stelle

Ausbildung Erfolg steht für Junge im Beruf nicht an erster Stelle

Lange waren die Berufsaussichten für junge Menschen in Deutschland nicht so gut wie heute. Eine Umfrage zeigt: Die jungen Erwachsenen wissen das. Doch sie finden den Einstieg nicht unbedingt leichter.

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Eine Umfrage zeigt: Junge Menschen sehen ihrer beruflichen Zukunft insgesamt optimistisch entgegen.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Berlin. Zuversichtlich, leistungsbereit - und zuweilen mit der Berufswahl überfordert: Dieses Bild zeichnet eine neue Studie von jungen Menschen in Deutschland. Angesichts der robusten Wirtschaftslage und sinkender Bewerberzahlen bewerten die 15- bis 24-Jährigen ihre Job-Aussichten immer besser.

Sie glauben, dass sich Leistung lohnt und dass die Aufstiegschancen gut oder sehr gut sind. Doch sie gehen die Berufswahl nicht so planvoll und zielstrebig an wie frühere Generationen. Das geht aus eine

repräsentativen Allensbach-Umfrage hervor, die die Restaurantkette McDonald's in Berlin vorlegte.

"Insgesamt blickt die junge Generation optimistisch in die Zukunft und ist trotz der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland leistungsbereit", hieß es. Zugleich haben berufliche Ziele an Stellenwert verloren, wie die Studie feststellt.

Zwar wollten die meisten jungen Menschen Spaß bei der Arbeit und eine sichere Stelle. Wichtiger als Erfolg im Beruf sei es ihnen aber, das Leben zu genießen, sich Hobbys zu widmen und sich selbst zu verwirklichen - mit zunehmender Tendenz.

Vom Schulabschluss bis zum Berufseintritt dauere es heute für viele etwa zehn Jahre, erklärte der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. Viele fühlten sich unzureichend über berufliche Perspektiven informiert und mangelhaft auf das Berufsleben vorbereitet. "Die Lehrkräfte wissen kaum, wie es in der Berufswelt aussieht, und die Unternehmensvertreter kennen die Schule selten von innen."

Unsicher mache auch, dass sich wirtschaftliche, politische und technische Ausgangsbedingungen schnell änderten und die Vielfalt beruflicher Optionen wachse. Um ihre Chancen zu sichern, bemühten sich junge Menschen deshalb um einen möglichst hohen Schul- und Hochschulabschluss - jeder zweite Schulabgänger habe inzwischen Abitur. "Die Mehrzahl der jungen Leute orientiert sich an den Hochschulen."

Hurrelmann forderte, in Schule und Ausbildung über Berufspraktika hinaus mehr Brücken in die Berufswelt zu schlagen, um die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule zu stärken. Bildungs- und Beschäftigungssystem hätten sich voneinander entfremdet. Auch Gymnasien müssten einen stärkeren Berufsbezug herstellen.

McDonald's-Personalchefin Gabriele Fanta kritisierte: "Die Entwicklung rückläufiger Bewerberzahlen geht einher mit einer sinkenden Ausbildungsreife der Bewerber." Lehrmittel müssten überarbeitet und die Vorteile der dualen Ausbildung hervorgehoben werden.

dpa

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