Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Sexuelle Belästigung führt auch später noch zur Kündigung

Arbeit Sexuelle Belästigung führt auch später noch zur Kündigung

Wer Mitarbeiter sexuell belästigt, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das gilt auch dann, wenn das Vergehen schon eine Weile zurückliegt. Zu dieser Entscheidung kam das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein.

Voriger Artikel
Mehr Hebammen und Pfleger sollen studieren - neue Angebote
Nächster Artikel
"Großes gelingt besser im Team" - Bild des Lehrers im Wandel

Auch wenn die sexuelle Belästigung einer Kollegin schon eine Weile her ist, kann der Arbeitgeber dem Mitarbeiter dafür noch kündigen.

Quelle: Heiko Wolfraum

Kiel. Bei sexueller Belästigung droht Mitarbeitern die Kündigung - und zwar auch dann, wenn der Vorfall schon längere Zeit her ist. Das geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hervor.

Auch ein langjähriges Arbeitsverhältnis schützt in diesem Fall nicht vor einem fristlosen Rauswurf. Auf das Urteil weist der Bund-Verlag hin (Az.: 2 Sa 235/15).

In dem verhandelten Fall war einem langjährigen Mitarbeiter im Januar 2015 gekündigt worden. Der Arbeitgeber stützte seine Kündigung darauf, dass der Mann, der im Lebensmitteleinzelhandel tätig ist, ein Stück Fleisch im Wert von 80 Cent verzehrt hatte, ohne es zu bezahlen. Der Kläger wehrte sich dagegen - und argumentierte, dass es sich dabei um eine Probe gehandelt habe. Nach Ausspruch der Kündigung erfuhr der Arbeitgeber dann von einem Vorfall im Frühjahr 2014. Der Mann hatte damals eine Mitarbeiterin bedrängt, sie umarmt und ihr mit dem Arm den Rücken hinab bis zum Po gestrichen. Die Mitarbeiterin erzählte davon zunächst nur der Marktleiterin.

Das Landesarbeitsgericht hielt die fristlose Kündigung - anders als das Arbeitsgericht - für rechtmäßig. Aufgrund des Fleischverzehrs sei zumindest eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt gewesen. Aufgrund der sexuellen Belästigung sei jedoch auch eine fristlose Kündigung rechtmäßig. Der Vorfall habe zwar schon länger zurückgelegen, das Wissen der Marktleiterin sei dem Arbeitgeber jedoch nicht zuzurechnen, da sie nicht die Erlaubnis des Opfers hatte, den Vorfall an die Geschäftsführung zu melden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
  • Jobmesse Hannover
    jobmesse hannover

    Am 18. und 19. Juni stellen sich auf der 9. Jobmesse Hannover Unternehmen und Bildungseinrichtungen vor. mehr

  • Einstieg Hannover 2016
    Einstieg Hannover 2016

    Auf der Premiere der Berufswahlmesse Hannover 2016 präsentieren sich 100 Unternehmen und informieren die 8000 erwarteten Schüler, Eltern und Lehrer... mehr

Mehr als 40.000 Studenten leben, lernen und arbeiten in Hannover. Alle Informationen rund um den Hochschulstandort Hannover in Videos, Grafiken, Karten und Berichten gibt es hier im digitalen Dossier „Hannover macht Karrieren“. mehr

Erfolgreich bewerben

Was macht eine Bewerbung erfolgreich? Wozu dient ein Karriereplan? Wer verdient wieviel? Hier finden Sie viele Tipps für Ihre Bewerbung sowie alles Wichtige zu Arbeitsvertrag und Kündigung. mehr

Anzeige