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Stolpersteine am Karrierebeginn: Woran Anfänger nicht denken

Arbeit Stolpersteine am Karrierebeginn: Woran Anfänger nicht denken

Nach dem Studium steht der Karriere nichts mehr im Wege. Das gilt zumindest in der Theorie. In der Praxis läuft es jedoch häufig anders. Ein paar Punkte, die Anfänger am Karrierebeginn beachten sollten.

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Auf dem Weg nach oben: Damit Berufsanfänger durchstarten können, müssen sie ein paar ungeschriebene Gesetze im Betrieb beachten.

Quelle: Chromorange/AGF Creative/Dag Sundberg

Hamburg. Den Studienabschluss in der Tasche und die Karriere kann beginnen. Schließlich haben viele Absolventen schon in Praktika gezeigt, was in ihnen steckt. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, sich in Stellung zu bringen. Was Neulinge beim Jobstart wissen sollten:

Nicht nur große Firmen in Betracht ziehen: Viele Berufsanfänger glauben, dass eine große Firma automatisch mehr und bessere Chancen bietet als eine kleine. Schließlich hat ein Konzern Dependancen in der ganzen Welt, bietet häufig feste Karriereprogramme, zahlt höhere Gehälter und wartet mit Prestige und großen Netzwerken auf. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch viel Bürokratie, klare Hierarchien sowie starre Strukturen. Für Kreativität und schnelle Lösungen ist da häufig kein Platz. "Eine Idee, die ein Mitarbeiter beim Frühstück hat, kann in einem kleineren Unternehmen bis zum Mittagessen genehmigt sein", sagt Karriereberater und Gehaltscoach

Martin Wehrle. In einem Konzern könne das schon einmal ein paar Monate dauern.

Berufsanfänger können in diesen Strukturen schnell untergehen. Für wen Flexibilität und Kreativität wichtiger sind als überdurchschnittliche Gehälter, ist in einem Konzern möglicherweise verkehrt. Bewerber sollten sich deshalb genau überlegen, was sie wollen, sagt

Veronika Latzel, Karriereberaterin in Hamburg. Wer flexibel arbeiten will, flache Hierarchien bevorzugt und Freiheit und Verantwortung anstrebt, ist bei einem Mittelständler oder Start-up möglicherweise besser aufgehoben. Das allerdings sollten Anfänger auch bedenken: "Es ist relativ leicht, von großen Unternehmen in kleine zu wechseln, aber schwer von kleinen zu großen", sagt Wehrle.

Nicht bloß die Pflicht erfüllen: Fleiß und Disziplin sind Tugenden, die bei Vorgesetzten hoch im Kurs stehen. Wer als Anfänger Karriere machen will, sollte jedoch öfter einmal über das Ziel hinausschießen. "Klar gibt der Chef die Kommandos, die es umzusetzen gilt", sagt Karriereberater Wehrle. Die Frage ist nur wie? Statt zwei Konkurrenten für die Marketinganalyse zu vergleichen, gilt für Karriereorientierte, vier Unternehmen zu prüfen und den Bericht nicht am Stichtag, sondern zwei Tage vorher vorzulegen. Wehrles Credo: "Nicht zum verlässlichen und berechenbaren Erfüllungsgehilfen werden." Powern und profilieren, laute die Devise.

Nicht gleich mit neuen Ideen auftrumpfen: Wer Karriere machen will, muss Eigeninitiative zeigen. Gerade wer neu ist, hat meist noch einen offenen Blick, erkennt Verbesserungspotenziale und will sich mit guten Ideen hervortun. Doch Vorsicht! Zuviel Engagement kann Bewerbern schnell negativ ausgelegt werden. "Wichtig ist, dass man in den ersten Monaten sehr genau beobachtet, nachfragt und versucht, die Spielregeln kennenzulernen", sagt

Britta Schäfer. Sie ist Coach und Diplom-Psychologin in München. Wer Missstände allzu schnell aufzeigt, tritt anderen auf die Füße. Gut ist deshalb, wenn Anfänger sich ihre Ideen erst einmal notieren und sie dann anbringen, wenn sie anerkannt sind und ihren Platz gefunden haben.

Nicht auf Anerkennung anderer warten: Lob motiviert! Das ist zwar eine Binsenweisheit. Trotzdem ist sie noch nicht in den Köpfen aller Vorgesetzten angekommen. Berufsanfänger fahren deshalb besser, wenn sie nicht auf die Anerkennung vom Vorgesetzten oder den Kollegen warten, sondern ihre Erfolge selbst feiern. Das ist in vielen Fällen jedoch leichter gesagt als getan. Warum nicht nach einem erfolgreichen Tag ein Foto machen und das zu Hause an den Spiegel kleben? Das rät der Motivationspsychologe

Rolf Schmiel. Dann bleibt einem das Erreichte besser im Gedächtnis.

dpa

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