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Kein leeres Blatt: Writing Fellows helfen beim Schreiben

Hochschulen Kein leeres Blatt: Writing Fellows helfen beim Schreiben

Sie lauert meist am Ende des Semesters: die Hausarbeit. Für viele Studenten sind schriftliche Aufgaben eine große Hürde. Speziell geschulte Writing Fellows können dann weiterhelfen.

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Stephanie Dreyfürst leitet an der Universität Frankfurt/Main das Schreibzentrum. Dort hat sie das Programm «Writing Fellows» aufgebaut.

Quelle: Stephanie Dreyfürst

Frankfurt/Main. Sie zeigen Studenten, was einen verständlichen Text ausmacht.

Wie fange ich einen Essay an? Wie formuliere ich wissenschaftlich? Bei dieser Frage können Studenten speziell geschulte Writing Fellows unterstützen. "Das sind ebenfalls Studenten, die versuchen, eine Brücke zwischen Dozent und Studierenden zu schlagen", erklärt Stephanie Dreyfürst. Sie ist Leiterin des Schreibzentrums an der Universität Frankfurt/Main und verantwortlich für das dortige Fellow-Programm.

Der Writing Fellow begleitet Studenten in ausgewählten Seminaren ein Semester lang, gibt ihnen kleinere Schreibaufgaben und ein individuelles Feedback. Er arbeitet dabei eng mit dem Seminarleiter zusammen. "Der Vorteil für die Studenten ist: Sie werden bei den Schreibübungen nicht benotet", sagt Dreyfürst. Für viele sei es außerdem motivierend, für einen konkreten Leser wie den Fellow zu schreiben. Außerdem sei die Hemmschwelle geringer, einem anderen Studenten erste Schreibversuche in die Hand zu drücken, als sie gleich dem Professor übergeben zu müssen.

Das Interesse an der engen Betreuung sei groß: "Vom ersten bis zum höheren Semester kommen alle." Das Fellow Programm kommt ursprünglich aus den USA. In Deutschland wird es bislang an den Universitäten in

Frankfurt/Main sowie

Frankfurt/Oder angeboten - hauptsächlich in geisteswissenschaftlichen Fächern. "Wir haben aber schon sehr viele Anfragen von anderen Unis bekommen. Das Angebot wird sich ausbreiten", glaubt Dreyfürst.

 

Wer sich zum Writing Fellow ausbilden lassen möchte, muss pro Semester etwa 20 Studenten betreuen und 80 Stunden Zeit für die Begleitung aufbringen. Voraussetzung ist, dass man keine Studierenden aus dem eigenen Fach schult: "Viele sind sonst zu tief im Thema drin", sagt Dreyfürst.

dpa

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