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Wollen Arbeitnehmer wegen Mobbings Schmerzensgeld einklagen, müssen sie ihre Vorwürfe beweisen.

Wollen Arbeitnehmer vor Gericht wegen Mobbings Schmerzensgeld einklagen, müssen sie ihre Vorwürfe beweisen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, zu diesem Zweck Beweismittel herauszugeben.

Fußballschuhe auf dem Rasen: Eine Verletzung bei einem Freundschaftsspiel für die Firma zählt dem Urteil zufolge nicht als Arbeitsunfall.

Kann man bei einem Fußballspiel unter Kollegen von Betriebssport sprechen? Und folglich bei einer Verletzung in einer solchen Partie von einem Arbeitsunfall? Das Sozialgericht Frankfurt meint nein.

Steward bei Air France (Illustration): In dem Fall wollte ein Richter seine Erfahrung als Flugbegleiter als besoldungsrelevant anerkennen lassen - und bekam vor Gericht Recht.

Berufserfahrung kann sich positiv auf den Verdienst auswirken - auch wenn sie in einer völlig anderen Branche erworben wurde. So urteilte das Verwaltungsgericht Berlin im Fall eines Richters, der eine Zeit lang als Steward tätig war.

Nur wenn in der Kündigung steht, ab wann sie gilt, dann ist sie auch gültig.

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses muss schriftlich und eindeutig sein. Insbesondere muss klar sein, wann das Arbeitsverhältnis enden soll. Ansonsten ist die Kündigung nicht rechtmäßig.

Dem Chef Schläge androhen? Besser nicht. Arbeitnehmer riskieren damit eine Kündigung.

Seinem Chef Schläge anzudrohen, ist gemeinhin keine gute Idee. Wer es so drastisch formuliert wie der Bauarbeiter in dem folgenden Fall, riskiert einen Raufwurf - auch nach langer Betriebszugehörigkeit.

Alle gegen einen: Werden Mitarbeiter von Kollegen und Vorgesetzten systematisch gemobbt, können sie Anspruch auf Schmerzensgeld haben.

Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz können Anspruch auf Schmerzensgeld haben - wenn sich nachweisen lässt, dass sie mit System ausgegrenzt wurden. Das ergibt sich aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Siegburg.

Lukratives Zubrot: Kellner dürfen der Rechtslage zufolge ihr Trinkgeld immer behalten. Ob das bei den Kollegen gut ankommt, ist eine andere Frage.

Immer zuvorkommend, höflich und schnell: Das bringt vielen Kellner ein gutes Trinkgeld ein. Doch was, wenn der Chef verlangt, den Tip mit der ganzen Belegschaft zu teilen? Gezwungen werden können Servicekräfte dazu nicht, erklärt eine Expertin.

Wer zahlt die Fortbildung? Arbeitgeber dürfen die Kosten nicht einseitig auf ihre Mitarbeiter abwälzen.

Arbeitnehmer können grundsätzlich an den Kosten für Fortbildungen beteiligt werden. Allerdings darf das nicht einseitig zu ihren Lasten geschehen. Bei einer langen Betriebszugehörigkeit falle eine Kostenbeteiligung für eine Fortbildung üblicherweise weg.

Eine Nebentätigkeit nach der Freistellung kann zulässig sein. Das dort verdiente Geld muss dann nicht an den früheren Arbeitgeber fließen. Foto: Andrea Warnecke

Wer von seinem Arbeitgeber freigestellt wird, kann unter Umständen bereits einen neuen Job bei der Konkurrenz antreten - und das volle Gehalt behalten, entschied das Bundesarbeitsgericht.

Der Austritt aus der Kirche sei ein schwerer Loyalitätsverstoß - den sich kirchliche Einrichtungen nicht gefallen lassen müssen, wie die Richter befanden.

Religionslehrer, Erzieherin, Pastor oder Organist: Arbeitnehmer, die bei der Kirche angestellt sind, unterliegen einigen arbeitsrechtlichen Sonderregelungen. Das bestätigt auch ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts.

Vorsicht mit dem, was man sagt: Spricht man eine Kündigung mehrfach und ernsthaft aus, kann sie auch ohne Schriftform wirksam werden.

Spricht ein Arbeitnehmer seine Kündigung mehrmals und ernsthaft aus, ist sie wirksam. Er kann sich hinterher nicht darauf berufen, dass sie unwirksam ist, weil die Schriftform fehlt.

Betriebsräte sind zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern verpflichtet.

In vielen Firmen ist die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber nicht gerade harmonisch. Eine Anzeige des Arbeitgebers sollte der Arbeitnehmervertretung jedoch nur als letztes Mittel dienen.

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