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Rechtstipp
Arbeit
Wenn der Arbeitgeber Teilzeit-Arbeit verweigert, kann es sich lohnen dagegen zu klagen, wie ein Fall am Arbeitsgerichts Mönchengladbach zeigt. Foto: Michael Reichel

Will der Arbeitgeber einen Antrag auf Teilzeit ablehnen, braucht er dafür gute Gründe. Nicht ausreichend ist das Argument, dass es intern keine Ersatzkraft gibt, die bei Teilzeit einspringen kann.

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Arbeit
Eine Abmahnung ist die Gelbe Karte im Job. Diese sah eine Mitarbeiterin als unrechtmäßig an und zog vor Gericht.

Auch wenn sie zu Unrecht ausgesprochen wurde: Ein Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf eine förmliche Rücknahmeerklärung einer Abmahnung. Das gilt zumindest dann, wenn der Arbeitgeber vorher erklärt hat, dass er keine Konsequenzen aus der Abmahnung zieht.

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Arbeit
Vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber mündlich Bedingungen für die Kosten einer Weiterbildung, so ist diese Absprache für beide Seiten gültig.

Vereinbaren Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber mündlich die Rückzahlung von Weiterbildungskosten, ist das gültig. Eine zusätzliche schriftliche Vereinbarung ist nicht notwendig.

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Arbeit
Wer gute Gründe für eine Homeoffice-Arbeit anbringen kann, hat womöglich sogar vor Gericht Erfolg. In einem verhandelten Fall beim Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz wollte ein Arbeitnehmer den Standortwechsel seines Unternehmens nicht mitmachen. Und bekam Recht auf seine Arbeit von zu Hause.

Mitarbeiter müssen es nicht hinnehmen, wenn sie ihr Homeoffice aufgeben sollen. Das gilt zumindest, wenn der Arbeitgeber nicht darlegen kann, dass es für die Firma notwendig ist, dass der Arbeitnehmer darauf verzichtet.

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Arbeit
Den Stundenlohn von 3,40 Euro hielten die Richter für sittenwidrig.

Zahlt der Arbeitgeber einen sittenwidrig niedrigen Lohn, lässt sich eine Bezahlung nach Tarif einklagen. So urteilte das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (Az.: 8 Sa 764/13).

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Arbeit
In einem Fall des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz durfte ein Chef das Weihnachtgeld nicht zurückverlangen, nachdem er einer Mitarbeiterin gekündigt hatte.

Will der Arbeitgeber nach einer Kündigung das Weihnachtsgeld zurück, hilft ein Blick in den Arbeitsvertrag. Dort muss es eine Rückzahlungsklausel geben, die hinreichend konkret ist.

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Arbeit
Ein Arbeitgeber, der Mitarbeitern wegen Fehlern kündigen will, muss zunächst mögliche organisatorische Quellen für diese Fehler ausräumen, entschied das Arbeitsgericht Berlin im Kündigungsstreit um eine Reinraum-Mitarbeiterin.

Ein Chef kann einem Mitarbeiter kündigen, wenn dieser mehrfach gegen Regeln verstößt und Fehler macht. Jedoch muss er zunächst prüfen, ob er durch technische oder organisatorische Vorkehrungen die Fehler des Mitarbeiters künftig vermeiden kann.

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Die Mitarbeiterin einer im Bereich Reinigung und Catering tätigen Service-Firma hatte eine Kundenbeschwerde verursacht. Ihrem Chef gelang es nicht, eine Kündigung durchzusetzen.

Sind Kunden mit der Leistung eines Mitarbeiters unzufrieden, kann der Arbeitgeber ihm kündigen. Die Voraussetzungen sind jedoch hoch. Der Kunde muss mit einem Nachteil für den Arbeitgeber drohen, für den Fall, dass der den Arbeitnehmer nicht entlässt.

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Arbeitnehmer im Vorruhestand können nicht ohne weiteres einen neuen Job anfangen. Der Arbeitgeber kann die neue Tätigkeit verbieten. Sonst droht die Einstellung des Vorruhestandsgeldes.

Mitarbeiter müssen es hinnehmen, wenn der Arbeitgeber von ihnen fordert, im Vorruhestand keiner weiteren Tätigkeit nachzugehen. Eine entsprechende Regelung ist wirksam.

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Mit einer ordentlichen Kündigung hat ein Chef auf den Sitzstreik einer Mitarbeiterin in seinem Büro angemessen reagiert, befand das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein. Foto: Michael Reichel

Ein mehrstündiger Sitzstreik im Büro des Chefs kann eine Kündigung rechtfertigen. Dies hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden (3 Sa 354/14).

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Eine Kündigung ist nur dann wirksam, wenn der Arbeitgeber den Wegfall aller Tätigkeiten nachweisen kann.

Mitarbeitern droht die Kündigung, wenn ihr Arbeitsbereich in der Firma ganz wegfällt. Doch der Arbeitgeber muss nachweisen können, dass das tatsächlich der Fall ist.

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Die Betriebsratswahl ist eine geheime Wahl. Dies muss durch Wahlkabinen und -umschläge gewährleistet werden. Foto: Franziska Gabbert

Eine Betriebsratswahl ist ungültig, wenn das Wahlgeheimnis nicht gewährleistet wird. Das ist etwa der Fall, wenn die Wahlkabine und -umschläge fehlen. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin.

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  • Zeitung der Ideen

    Ohne Ideen geht gar nichts! Anlässlich der Ideen Expo präsentieren wir Ihnen hier die innovativsten Ideen aus Naturwissenschaft, Wirtschaft und Tec... mehr

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