Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Bezeichnung als Kollegenschwein ist kein Kündigungsgrund

Arbeit Bezeichnung als Kollegenschwein ist kein Kündigungsgrund

Ein Arbeitnehmer hatte seinen Vorgesetzten grob beleidigt, indem er ihn als "Kollegenschwein" bezeichnete. Die Kündigung gegen ihn war dennoch nicht erfolgreich, da das Gericht die genauen Umstände des Vorfalls in Betracht zog.

Voriger Artikel
Fristlose Kündigung: Rassistische Äußerungen im Betrieb
Nächster Artikel
Bei Privatnutzung der Firmenkreditkarte droht Kündigung

Obwohl ein Arbeitnehmer seinen Vorgesetzten als «Kollegenschwein» bezeichnete, war die Kündigung gegen ihn nicht wirksam, entschied das Landesarbeitsgericht Köln. Es habe sich um einen einmaligen Vorfall im Rahmen eines vertraulichen Gesprächs gehandelt.

Quelle: Patrick Pleul

Köln. Mitarbeiter können eine fristlose Kündigung erhalten, wenn sie den Arbeitgeber grob beleidigen. Allerdings muss der Arbeitgeber bei einem Rauswurf die Verhältnismäßigkeit wahren. Eine einmalige Beleidigung als Kollegenschwein im vertraulichen Gespräch reicht nicht aus.

In dem verhandelten Fall beim

Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 11 Sa 905/13) litt ein technischer Angestellter unter gesundheitlichen Problemen. Er führte sie auf die Arbeitsbedingungen am Prüfstand zurück, an dem er tätig war. Ab Ende Oktober 2012 war er durchgehend arbeitsunfähig erkrankt. Im Februar 2013 fand ein Wiedereingliederungsgespräch statt. Der Mitarbeiter wollte die Versetzung in ein anderes Team erreichen. Er nannte seinen Teamleiter ein Kollegenschwein. Letzten Endes stimmte er dem Wiedereingliederungsplan des Arbeitgebers und damit der Beschäftigung im bisherigen Team aber zu.

Das Unternehmen kündigte dem Mitarbeiter dennoch, weil er seinen Vorgesetzten wiederholt in ehrverletzender Weise als Kollegenschwein bezeichnet habe. Die Kündigungsschutzklage des Mannes war erfolgreich. Zwar habe der Mitarbeiter seinen Arbeitskollegen grob beleidigt. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass es ein einmaliger Vorfall war. Außerdem habe der Mitarbeiter die Äußerung in einem vertraulichen Gespräch in Abwesenheit des Teamleiters gemacht. Die geeignete und angemessene Reaktion des Arbeitgebers wäre eine Abmahnung gewesen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rechtstipp
  • Jobmesse Hannover
    jobmesse hannover

    Am 18. und 19. Juni stellen sich auf der 9. Jobmesse Hannover Unternehmen und Bildungseinrichtungen vor. mehr

  • Einstieg Hannover 2016
    Einstieg Hannover 2016

    Auf der Premiere der Berufswahlmesse Hannover 2016 präsentieren sich 100 Unternehmen und informieren die 8000 erwarteten Schüler, Eltern und Lehrer... mehr

Mehr als 40.000 Studenten leben, lernen und arbeiten in Hannover. Alle Informationen rund um den Hochschulstandort Hannover in Videos, Grafiken, Karten und Berichten gibt es hier im digitalen Dossier „Hannover macht Karrieren“. mehr

Erfolgreich bewerben

Was macht eine Bewerbung erfolgreich? Wozu dient ein Karriereplan? Wer verdient wieviel? Hier finden Sie viele Tipps für Ihre Bewerbung sowie alles Wichtige zu Arbeitsvertrag und Kündigung. mehr

Anzeige