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Durch den Wolf gedreht Klimaschutz in kleinen Steinen

Die Lego-AG Klimaschutz in kleinen Steinen

Die Lego-AG der Schillerschule schickt ihre Roboter in den Wettbewerb mit anderen Schulen.

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Der Weg zum Maschinenbau-Ingenieur

Freie Fahrt für "Robi": Frederic Tausch (v. l.), Miriam Chmil, Lukas Forst, Lars Brausewetter und Henning Drewer beobachten ihr Werk auf dem Spielfeld.

Quelle: Martin Steiner

Mathe ist ihr Lieblingsfach, natürlich. Wenn Miriam Chmil, Frederic Tausch und Henning Drewer über Unterricht sprechen, landen sie schnell bei den Naturwissenschaften. Gutes Rüstzeug für die LegoAG, doch für die Schüler des Schillergymnasiums in Hannover-Kleefeld ist Mathe beim Spielen mit den Steinen gar nicht das Wichtigste. „Man muss halt Umdrehungen in Gradzahlen umrechnen können“, sagt Henning lässig.
 
Doch nur spielen will hier niemand, hier wird getüftelt. Am Roboter aus Lego-Steinen, der über ein Spielfeld mit Bällen, Steinen und Mauern fährt. Und an der Klimastrategie der Zukunft. So lautet die Aufgabenstellung der „First Lego League“, an der sich die Lego-AG beteiligt. Das Team „Schiller“ erwartet am 15. November beim Regionalwettbewerb in Burgwedel ein Vierkampf: Bewertet werden die Zusammenarbeit, das Design des Roboters, ein Vortrag zum „Forschungsauftrag“ – und die Fahrt des Roboters über das Spielfeld, das die Erde mit den Polargebieten darstellt. 90 Sekunden hat der Roboter für die Klimaschutzaufgaben Zeit. 90 Sekunden, die die Elf- bis 14-Jährigen bis ins kleinste Detail vorbereiten müssen – jeder Zentimeter Fortkommen, jede Drehung, jede Geschwindigkeit.
 
Man kann es auch so sagen: Die Lego-AG haucht den Steinen Leben ein. Weil sie sich ohne Anweisung keinen Millimeter bewegen, werden mehrere Roboter, die NXT heißen und mit Sensoren für Druck, Ultraschall, Licht und Geräusche ausgestattet sind, Schritt für Schritt mithilfe des Laptops und entsprechender Software programmiert.
 
Ein mühsames Unterfangen, das Geduld erfordert. Den Schülern ist es egal: „Man muss sie nicht besonders motivieren“, sagt Rüdiger Thiemann. Der Mathe- und Informatiklehrer hat in fünf Jahren Lego-AG die fast grenzenlose Faszination an den technischen Basteleien erlebt – die diesmal vorgegebene Klimastrategie spielt bei den Jugendlichen eine nachgeordnete Rolle.
 
 „Klar muss man technisches Verständnis mitbringen und wissen, was Mechanik oder Beschleunigung ist“, sagt Thiemann, „vor allem aber kommt es auf Kreativität an.“ Sich verschiedene Lösungswege zu überlegen, sie auf ihre Funktion zu testen und andere davon zu überzeugen: Das steht im Zentrum der Lego-AG, sogar wenn die Roboter manchmal zum Wettrennen antreten. Und es steht im Zentrum des Projektmanagements, das die Initiative „Jugend entdeckt Technik“ fördern möchte. Sie unterstützt die Schillerschüler und übernahm auch die Kosten von jeweils 200 Euro für die Roboter.
 
Muss nur noch ein Sieg her. Ihren NXT schicken die „Schiller“ übrigens mit Batteriemotor ins Rennen, „wir haben Akkus genommen“, sagt Frederic, „weil wir ja klimabewusst sind.“

Informationen gibt es im Internet unter www.firstlegoleague.de oder www.hands-on-technology.de.
 

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