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Ausbildung

Der Weg zum Luftfahrtingenieur


Luft- und Raumfahrtingenieure werden an Universitäten und Hochschulen ausgebildet und werden händeringend gesucht.

Zwei große Unternehmen sind in aller Munde, wenn es um die Luftfahrt geht: das europäische Konsortium Airbus und sein amerikanischer Konkurrent Boeing. Bei Mammutprojekten wie dem Riesen A380 oder der Boeing 787 (Dreamliner) sind es Luftfahrtingenieure, die bei Entwicklung, Bau und Ausrüstung federführend sind.

Aber auch kleinere Flugzeuge und Hubschrauber brauchen Ingenieurswissen, um in die Luft zu gehen. In der Raumfahrtindustrie beschäftigen sich Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik ebenfalls mit der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Raumtransportgeräten (Raketen) sowie von Flugkörpern (Satelliten), die an die besonderen Bedingungen des Weltraums angepasst werden müssen.

Luft- und Raumfahrttechnik kann man an Universitäten und Fachhochschulen studieren. Das Fach kann eigenständig sowie als Schwerpunkt innerhalb von Maschinenbaustudiengängen absolviert werden – was in Niedersachsen in Braunschweig, Oldenburg, Hannover, Lüneburg und Osnabrück möglich ist. Voraussetzung ist das Abitur, für die Fachhochschulstudiengänge die Fachhochschulreife.

Künftige Luftfahrtingenieure studieren zunächst Maschinenbau und spezialisieren sich im Hauptstudium auf Luft- und Raumfahrttechnik. Bei Bachelor-Studiengängen wird man sich künftig schon vor Studienbeginn für einen Schwerpunkt entscheiden. Eine gute Adresse für künftige Raumschiff-Konstrukteure ist die TU Braunschweig. Dort forscht man zum Beispiel nach „Strategien zur Vermeidung von Weltraummüll“ und ist stolz auf ein Netz von ortsansässigen Firmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrttechnik. Das Luftfahrt-Bundesamt etwa hat in Braunschweig seinen Sitz, und es gibt eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR): Die Forscher des DLR betreuen Diplom- und Doktorarbeiten von TU-Studenten.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI) waren im Juli deutschlandweit mehr als 1500 Stellen für Luft- und Raumfahrtingenieure verfügbar. „Wir suchen händeringend nach Ingenieuren“, sagt Carsten Wiedemann von der TU Braunschweig.
Ein Tipp für Schüler: Wer sich für Flugzeuge und Raumfahrt interessiert, kann sich im „DLR-School-Lab“ in Göttingen über das Berufsfeld Luftfahrtingenieur informieren. Jugendliche können dort selbstständig mit Laser-Apparaturen und in Strömungskanälen experimentieren und so Einblicke in den Forschungsalltag gewinnen.

Informationen gibt es im Internet unter www.perspektive-luftfahrt.de und unter www.dlr.de/schoollab

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