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Die Ausbildung zum Elektroniker

Wie sieht die Ausbildung aus?
Der Beruf des Elektronikers hatte einst das Image des „Strippenziehens“, doch das ist längst vorbei. Elektroniker installieren heute ganze Telefonanlagen, sorgen für den richtigen Anschluss beim Satellitenfernsehen und verkabeln Wohnhäuser mit modernster Sicherheitstechnik. Sie führen ihre Arbeit auf der Grundlage von technischen Unterlagen und Arbeitsaufträgen selbstständig und im Team aus. Alles ist Teil der Ausbildung, wobei im ersten Jahr die Grundlagen und danach die Fachrichtung erlernt werden.
 
Was lernt ein Auszubildender?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Sie besteht klassischerweise aus dem betrieblichen Teil sowie aus dem Besuch der Berufsschule. Auszubildende können zwischen drei Fachrichtungen wählen: Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik oder Informations- und Telekommunikationstechnik. Die gewählte Fachrichtung wird dann zum Bestandteil der Berufsbezeichnung.
Je nach Fachrichtung werden die Inhalte vermittelt: So lernt man im Bereich Energie- und Gebäudetechnik, Systeme für die Energieversorgung von Häusern zu entwerfen; außerdem geht es um Anschluss und Wartung von Beleuchtungsanlagen, Antriebs-, Schalt-, Steuer- und Regeleinrichtungen, auch Ersatzstromversorgungsanlagen werden behandelt. Künftige Automatisierungstechniker installieren Sensoren, Leiteinrichtungen sowie Maschinen- und Prozesssteuerungen. Sie lernen auch, Automatisierungssysteme zu programmieren und zu testen. Wer sich für die Informations- und Telekommunikationstechnik entschieden hat, bekommt es mit der Analyse von Gefahrenpotenzialen und der anschließenden Installation von Brand- und Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrollanlagen und Videoüberwachungssystemen zu tun.
Wie viel Geld verdient ein Azubi?
Angehende Elektroniker verdienen im ersten Ausbildungsjahr 355 Euro im Monat. Im zweiten Lehrjahr sind es 385 Euro, im dritten 435 Euro und im vierten Lehrjahr 475 Euro. Das Einstiegsgehalt für Gesellen beträgt knapp 1750 Euro brutto monatlich. Dazu kommen Zuschläge für Wochenend- und Nachtarbeit. Wer sich fortbildet und mehr Aufgaben übernimmt, hat auch Aussichten auf deutlich mehr Geld.
 
Gibt es Schnupperkurse?
Wer den Berufsalltag des Elektronikers kennenlernen möchte, kann zur Probe in einem Betrieb arbeiten. Die Landesinnung Niedersachsen/Bremen der Elektro-Handwerke, Ikarusallee 1, in Hannover, nennt Betriebe, in denen ein Kurzpraktikum möglich ist.
Welche Weiterbildungswege gibt es?
Schon vor Ausbildungsbeginn entscheiden sich Elektroniker für ein Fachgebiet. Aber auch nach Ausbildungsende können Zusatzqualifikationen erworben werden. Den Meisterbrief anzustreben kostet zwar knapp 9000 Euro, kann aber den Schritt in die Selbstständigkeit oder zumindest zu einem deutlich erhöhten Einkommen bedeuten. Und mit Meisterbrief kann man zum Beispiel Gebäudeenergieberater werden – eine zukunftsträchtige Qualifikation.
Wo gibt es Informationen?
Wer sich für den Beruf des Elektronikers interessiert, findet im Internet weitere Informationen sowie Namen und Adressen von Ansprechpartnern und Einrichtungen, die Auskunft geben können.www.e-zubis.de
www.zveh.de
www.elektrohandwerk.org

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