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Energiespeicher auf Rädern

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Die Metropolregion Hannover-Braunschweig fördert energieeffiziente Mobilität der Zukunft

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Virtuelle Kraftwerke nutzen die Batterien von E-Pkw, um Strom aus Sonne, Wind und Blockheizkraftwerken zwischenzuspeichern.

Quelle: Metropolregion

Hannover. Auf der Cebit war er bereits ein Renner. Nun ist der weltweit erste Simulator für energieeffizientes Fahren das Highlight auf dem Stand der Metropolregion Hannover-Braunschweig bei der Ideenexpo. „Das Gerät, das von der Technischen Universität Clausthal entwickelt wurde, zeigt: Es macht Spaß, sich elegant und umweltschonend durch den Verkehr zu bewegen“, freut sich Raimund Nowak.

Der Geschäftsführer der Metropolregion ist beim Thema umweltbewusster und nachhaltiger Mobilität ein Überzeugungstäter. „Elektrofahrzeuge sind eine sehr gute Möglichkeit, die Umweltbilanz des Verkehrs zu verbessern“, resümiert Nowak. „Sie helfen, die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern Gas und Öl zu verringern, sie vermeiden klimaschädliches Kohlendioxid und treiben die Energiewende voran.“

Elektromotoren arbeiten sehr effizient und können durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen angetrieben werden: Die Energieausbeute eines Verbrennungsmotors liegt bei maximal ?40 Prozent, bei einem Elektromotor bei rund 94 Prozent. „Für die derzeit rund 15?000 vollelektrisch zugelassenen Autos und 15?000 Plug-in-Hybride in Deutschland reicht daher der Ertrag von 15 Windkraftanlagen“, rechnet Nowak vor.

Engagiert in Sachen Elektromobilität?

Engagiert und mit zahlreichen Projekten treibt die Metropolregion, in der sich Kommunen, Unternehmen und Verbände zwischen Hannover, Braunschweig und Göttingen sowie das Land Niedersachsen zusammengeschlossen haben, die Elektromobilität voran. Immerhin 1500 Pkw fahren in der Metropolregion bereits vollelektrisch. Zugleich wächst das Interesse an der neuen Form der Mobilität, wie die bis Mitte Juli laufende Sieben-Städte-Tour durch Niedersachsen zeigt. Doch auch Nowak weiß: „Wir brauchen zusätzliche Anstrengungen des Staates, aber auch der Wirtschaft, um den Durchbruch zu schaffen. Wir müssen die Elektromobilität stärker als Teil der Energiewende verstehen.“ Einen Ansatz sieht er in der Nutzung der Fahrzeugbatterien für die Energiespeicherung. „Diese Batterien werden zunehmend leistungsfähiger, sodass sie als Zwischenspeicher für Wind- und Sonnenenergie genutzt werden können“, erklärt er. Denn Sonne und Wind liefern den Strom nicht immer dann und in der Menge, die gerade benötigt wird.

„Bisher gibt es meist nur drei Möglichkeiten, mit überschüssigem Ökostrom umzugehen: Wir können die Windräder abschalten, den Strom zu Dumpingpreisen losschlagen oder ihn durch die Hochspannungsnetze schicken, wo er bestenfalls Wärme erzeugt“, sagt Nowak. Der Gedanke liegt also nahe, den Strom zwischenzuspeichern. „Doch warum soll man dafür eigens neue Speicher bauen, wenn es mehr und mehr Elektrofahrzeuge gibt, die wir dafür nutzen können?“, fragt Nowak. Denn für Elektrofahrzeuge gilt dasselbe wie für Benziner- und Diesel-Pkw: Sie stehen die meiste Zeit des Tages ungenutzt herum. „Natürlich benötigen wir dafür andere, intelligente Stromnetze, um den Strom von Windrädern und Fotovoltaikanlagen zu den Elektroautos und von dort zu den Endverbrauchern zu transportieren“, weiß Nowak. Doch die Entwicklung hin zu dezentralen Netzen hat mit dem Aufstieg von Wind- und Fotovoltaikanlagen längst eingesetzt.

„Ohne smarte Systeme wäre die Stromerzeugung und -verteilung schon heute nicht mehr möglich“, so der Geschäftsführer. „Es geht darum, dass wir den nächsten Schritt gehen und Elektroautos nutzen, um sie zu virtuellen Kraftwerken zu verbinden.“?

Info

Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH
Herrenstraße 6
30159 Hannover

Gegründet: 2009

15 Mitarbeiter

Geschäftsführer: Raimund Nowak und Kai Florysiak

www.metropolregion.de

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