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Wie aus Geistesblitzen Innovationen wachsen

Kreativität Wie aus Geistesblitzen Innovationen wachsen

Vor jeder neuen Erfindung steht die Kreativität. Sie muss nicht angeboren sein, sie ist sogar lernbar. Aber sie braucht immer Raum.

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Oliver Mauroner: "Freiraum für Ideen lassen"

Foto: iStockphoto.com/Sergey Khakimullin

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Hannover. Der Begriff Kreativität stammt aus dem Lateinischen. Und doch ist er ein relativ neuer Ausdruck In deutschen Wörterbüchern etwa aus den 1950er-Jahren findet man „Kreativität“ nicht. Die Zeit war noch nicht reif. Denn erst, als aus der Industriegesellschaft die Dienstleistungsgesellschaft wurde und daraus schließlich die Informations- und Wissensgesellschaft entstand - da gewann die Kreativität an Bedeutung, als Triebfeder des globalen Wettbewerbs, in dem Ideen wichtiger werden als Maschinen.

Von der kleinen Idee zur großen Innovation

Kreativitätsforscher Oliver Mauroner hat seine eigene Definition: „Kreativität ist das Schaffen von etwas Neuem, etwas Originellem, das einen Nutzen, also einen Wert schafft.“ Kreativität sei hier die schöpferische Verbindung der Werte Information, Wissen und Geschäftsmodell - und vielleicht leben wir deshalb bald in der Kreativitätsgesellschaft.

Nicht jede kreative Idee wird zur Innovation für den Weltmarkt. Jede Innovation hat eine eigene Geschichte - der Radweg aus Solarzellen, mitdenkende Roboter oder Windanlagen im Nanoformat. Und manchmal sind Innovationen auch einfach neue Kombinationen von alten Ansätzen - immer mit dem Wunsch, ein Problem zu lösen. Oder innovative Produkte wie 3-D-Drucker, die es seit vielen Jahren gibt, werden günstiger und finden so als Lernhilfe Einzug in die Schule.

Räume schaffen für mehr Kreativität

Vor der Innovation steht also die Kreativität. Doch auch die gibt es nicht zum Nulltarif. Kreativität kann man lernen, Kreativität ist auch Arbeit. Arbeit am Lösungsansatz, am Schaffen von Querverbindungen. Viele Menschen schwören bei Ideenfindungen auf Kreativitätstechniken. Mind-Mapping und Brainstorming sind nur zwei Varianten, bei denen mehr oder weniger frei Assoziationen gesammelt werden. Eine andere Methode ist nach dem Schöpfer von Mickey Mouse benannt: Walt Disney nutzte zur Ideenfindung drei Stühle: Auf dem ersten durfte er träumen, auf dem zweiten war er sein eigener Kritiker, auf dem dritten versöhnte er Idee und Machbarkeit. Der Rest ist Geschichte.

Das Management von Innovationen, das Schaffen von Räumen für Kreativität - solche Faktoren werden heute für Unternehmen immer wichtiger. Viele begrenzen längst den Mailverkehr und die Erreichbarkeit abseits der Kernarbeitszeit. Und einige Unternehmen räumen ihren Mitarbeitern innerhalb des Tages bewusst Freizeit ein.

Die Idee: Der Mensch braucht Pausen für den Kopf, damit aus dem Geistesblitz eine Idee wachsen und irgendwann ein Produkt entstehen kann. Denn wer weiß, was da Vinci alles nicht erfunden hätte - hätte er im Stundentakt E-Mail-Einladungen zu Meetings bekommen.

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