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Gelbe Säcke werden für Igel zur Todesfalle

Tiere Gelbe Säcke werden für Igel zur Todesfalle

Prall gefüllte gelbe Müllsäcke ziehen Igel magisch an. Doch das ist fatal. Damit sie nicht zur Todesfalle werden, sollten die Müllsäcke zum Beispiel erst kurz vor dem Abholen an den Straßenrand gestellt werden.

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Igel sind neugierig. Sie inspizieren auch Müllsäcke. Doch das kann ihnen das Leben kosten.

Quelle: Patrick Pleul

Hilpoltstein. Gelbe Säcke werden für Igel immer wieder zur Todesfalle. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bittet Bürger daher, die Säcke erst kurz vor der Abholung auf die Straße zu stellen oder etwa am Gartenzaun für die Igel unerreichbar aufzuhängen.

"Igel finden gerade jetzt nur noch wenige natürliche Nahrungsquellen", erläuterte die LBV-Igelbeauftragte Martina Gehret. "Deshalb werden sie von den verlockenden Düften des Plastikmülls in den Gelben Säcken wie magisch angezogen und bleiben dann aber darin stecken und werden unwissentlich entsorgt."

Die meisten erwachsenen Igel halten inzwischen schon Winterschlaf. Jungtiere und auch deren Mütter hingegen seien oft noch bis weit in den November hinein auf Futtersuche, um sich den nötigen Fettvorrat anzufressen, sagte Gehret. Dabei krabbeln sie in die Säcke, die durch das dünne Material sehr leicht reißen.

Ist der Igel einmal drinnen, kommt er oft nicht mehr heraus: Sein Stachelkleid bleibt an den Plastikverpackungen leicht hängen; das Tier steckt fest.

dpa

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