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Versicherungen im Test

Wer vermietet, braucht Versicherungsschutz


Vermieter und Eigentümergemeinschaften brauchen eine besondere Police: die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung. Günstige Angebote gibt es nach einem aktuellen Test der Zeitschrift „Finanztest“ schon ab 30 Euro im Jahr - teure kosten fünfmal so viel.
Für Wohnungseigentümer ist eine Haftpflichtversicherung unverzichtbar.

Für Wohnungseigentümer ist eine Haftpflichtversicherung unverzichtbar.

© Kurt Weiss/ fotalia

Eigentümer von Immobilien müssen für die Folgen geradestehen, wenn anderen Menschen in ihrem Haus oder auf ihrem Grundstück etwas passiert oder fremde Sachen beschädigt werden. Vor den finanziellen Folgen schützt eine Haftpflichtversicherung. Der Ver­sicherer springt ein, wenn ­Eigentümer fahrlässig ihre „Verkehrssiche­rungspflichten“ verletzt haben und zum Beispiel ein Passant schwer verunglückt, weil

  •  der Eingang schlecht beleuchtet ist,
  • der Eigentümer bei Reparaturarbeiten eine Treppe mangelhaft abgesichert hat,
  • der Gehweg nicht vom Schnee befreit ist.

Der Versicherer zahlt auch, wenn Eigen­tümer ihre Instandhaltungspflicht verletzen und sich Gebäudeteile lösen oder Ziegel herunterfallen. Er übernimmt die Krankenbehandlungskosten des Verletzten, Schmerzensgeld und Verdienstausfall. Unter Umständen kommt er auch für eine lebenslange Rente des Verunglückten auf. Die Forderungen können in die Millionen gehen. Ohne Versicherungsschutz müssen Eigentümer den Schaden nicht nur mit ihrem aktuellen, sondern auch mit ihrem künftigen Vermögen bezahlen.

Hauseigentümer, die ihre Immobilie ausschließlich selbst bewohnen, sind jedoch über ihre private Haftpflichtversicherung ausreichend geschützt. Die Versicherung deckt auch Schäden rund um ein selbst genutztes Eigenheim ab.

Die spezielle Haus- und Grund- besitzer­haftpflicht ist hingegen für Vermieter von Häusern oder Wohnungen und für Eigentümergemeinschaften wichtig. Der Schutz der Privathaftpflichtpolice reicht für sie nicht. Auch Eigentümer unbebauter Grundstücke brauchen Extraschutz.

Im Test der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherungen hat „Finanztest“ große Preisunterschiede festgestellt. Für ein Zweifamilienhaus mit 200 Quadratmeter Gesamtwohnfläche kostet der Schutz im günstigsten Fall 30 Euro im Jahr beim Versicherer Gegenseitigkeit. Er bietet dafür eine Versicherungssumme von 3 Millionen Euro. Am teuersten ist der Versicherer GHV Darmstadt. Dort zahlen Eigentümer 160 Euro — ohne dafür wesentlich mehr Leistung zu bekommen.

Der Schutz für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen und insgesamt 480 Quadratmetern Wohnfläche kostet 46 Euro Jahresbeitrag bei der Gegenseitigkeit oder 48 Euro bei der Haftpflichtkasse Darmstadt.

Knapp die Hälfte der Versicherer bietet Wohnungseigentümer-Gemeinschaften (WEG) günstigere Spezialtarife im Vergleich zum Normaltarif an. Eine Gemeinschaft von sechs Eigen­tümern zahlt im günstigen Fall 32 Euro im Jahr bei der Gegenseitigkeit oder 52 Euro bei der Würzburger. Der Normaltarif kostet bei der Würzburger 240 Euro. Preisersparnis für die WEG nach einem Wechsel: 188 Euro.

ftd
 

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