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Motorola Xoom setzt iPad unter Druck

Tablet-PCs Motorola Xoom setzt iPad unter Druck

Nach dem Boom um Apples iPad schickt Motorola jetzt den Tablet-PC Xoom auf den Markt. Mit neuer Software und praktischen Funktionen lockt er die Kunden. Xoom ist dem iPad damit dicht auf den Fersen.

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Motorola Xoom macht dem iPad Konkurrenz.

Das Motorola Xoom ist der erste ernsthafte Konkurrent, der mit dem neuen Betriebssystem Android 3 dem Marktführer Apple Kunden abzujagen versucht. Die auch als Honeycomb („Honigwabe“) bezeichnete Software soll Tablet-PCs noch unterhaltsamer machen und lockt mit neuen Funktionen. Der Vergleich der Stiftung Warentest zeigt: Der Tablet-PC von Motorola schlägt weder Profit aus den Schwächen des Konkurrenten, noch punktet er mit eigenen Stärken.

Vor einem Jahr wurde das erste iPad als dick, schwer und unhandlich gescholten. Apple hat auf die Kunden gehört. Der Nachfolger iPad 2 wiegt 610 Gramm und ist nur neun Millimeter dick. Motorolas Xoom ist mit 730 Gramm und 14 Millimetern spürbar unhandlicher. Auch der Akku des iPad ist besser: Er hält gut anderthalb Stunden länger durch als der im dickeren Xoom. Apple hat die Messlatte noch höher gelegt. Doch wie beim Vorgänger hat das iPad 2 keine USB-Buchse und kann nicht mit Speicherkarten erweitert werden.

Gegen diesen gravierenden Schwachpunkt setzt das Motorola mit seinem offenen Betriebssystem Android einen Steckplatz für Speicherkarten vom Typ Micro-SD und eine Micro-USB-Buchse. Aber die eingebaute USB-Buchse benötigt einen aufpreispflichtigen Adapter – wobei das dicke Gehäuse doch Platz für eine normale USB-Buchse böte – und der Kartenleser funktioniert noch nicht. Erst ein längst angekündigtes Software-Update soll diesen Mangel beseitigen.

Unverständlich ist nicht nur die überstürzte Markteinführung des im Detail unfertigen Xoom. Die Entwickler haben ihm unnötige Fesseln angelegt. Beispiel Bildschirm: Auf dem Prüfstand leuchtet das Motorola Xoom heller als das iPad 2. Doch die grauen Bedienmenüs des Xoom schlucken viel Licht. Deshalb wirkt es dunkler als das iPad 2. Auch sein Blickwinkel ist kleiner. Beispiel Betriebssystem: Android steht jedem Programmierer offen. Das sorgt für eine Vielzahl von Zusatzprogrammen. Allerdings fehlt eine Einkaufsmöglichkeit, ein Marktplatz, speziell für Android-3-Apps. Fast automatisch landet deshalb falsche Zusatzsoftware auf dem Xoom. Die Anwendungen sind für Android-Smartphones programmiert und laufen auf dem Tablet-PCs nur in einem Minifenster.

Das iPad 2 hat die Käufergunst verdient. Doch es zählen nicht nur technische Daten. Apple und Android repräsentieren unterschiedliche Philosophien. Beim Geschäftsmodell tritt das Monopol gegen den freien Markt an: Apple lockt mit Ästhetik und einfacher Handhabung, kanalisiert aber allen Geldfluss über eigene Konten. Das Xoom ist flexibler und kennt für App-Zusatzsoftware keine Beschränkungen.td

Der komplette Test ist im Juliheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

td

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