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Nicht alle Deosprays schützen vor unangenehmen Schweißflecken

Körperpflege Nicht alle Deosprays schützen vor unangenehmen Schweißflecken

Alle 16 Deosprays im Test der Stiftung Warentest wirken zuverlässig gegen üble Körpergerüche. Das Versprechen, auch die Schweißbildung zu verringern, halten dagegen nur wenige.

Ein modernes Deo sollte drei Dinge können: üblen Körpergeruch überduften, Bakterien auf der Haut in Schach halten und Schweiß mindern. Doch im Test der Stiftung Warentest versagten sechs von 16 Deosprays bei der Schweißminderung. Darunter waren auch die Markendeos für Männer adidas action 3 und Dove Aqua Impact. Die Folgen können peinlich sein: dunkle Schweißflecken auf Hemd, Bluse und T-Shirt.

Immerhin wirkten alle Sprays zuverlässig gegen üble Körpergerüche – in diesem Prüfpunkt wurden sie ihrer jeweils ausgelobten Wirkdauer von 24 oder 48 Stunden stets gerecht. Das beste Deo im Test, das sich für Frauen und Männer zugleich eignet, heißt Garnier Mineral Deodorant Ultra Dry und kostet 2,25 Euro. Von den Männerdeos hat Rexona Men Sport Defence für 1,99 Euro am meisten überzeugt.

Egal, ob als meistverkaufte Sprays, als Roller oder als Stifte – fast alle Deos im deutschen Handel wollen heute Antitranspirante sein. Sie enthalten meist nicht nur Parfüm, sondern auch Aluminiumsalze gegen Schweiß. Die sollen die Schweißdrüsen verengen, sodass weniger Schweiß nach außen fließt.

Seit Jahren kursieren Gerüchte, nach denen Aluminiumsalze in Deos die Alzheimer-Krankeit oder Krebs fördern sollen. Experten geben aber Entwarnung: Für einen solchen Zusammenhang fehle jeglicher wissenschaftliche Beweis. Die niedrig dosierten Aluminiumsalze könnten bei empfindlichen Menschen höchstens die Haut reizen. Selten gebe es allergische Reaktionen auf Duftstoffe.

Die Rezepturen der Deos unterscheiden sich, ihre Wirkung auch. Das offenbarte sich in dem Test, an dem insgesamt 640 weibliche und männliche Probanden teilnahmen, beim Belastungsschwitzen. Dafür mussten die Probanden 40 Minuten in einem Schwitzraum sitzen – bei 38 Grad Celsius und 35 Prozent Luftfeuchtigkeit. Je nach ausgelobter Wirkdauer des Deosprays hatten sie sich 24 oder 48 Stunden zuvor die eine Achsel besprüht, die andere nicht. Unter beiden klemmte ein Filterpapiertütchen mit Kieselgel, das allen Schweiß aufsaugte. Am Ende wogen die Tester die Tütchen und verglichen das Gewicht. Waren beide Tütchen etwa gleich schwer, so hatte das Deo kaum etwas bewirkt.

Früher beschwerten sich Deonutzer oft über weiße Ränder auf der Kleidung. Viele Hersteller versichern heute, dass das Problem keine Rolle mehr spiele. Die Tester haben die Probanden zu Deoflecken befragt, niemand klagte darüber. Ergänzend wurden auf Baumwolle, Kunstfaser und Seide künstliche Flecken erzeugt – sie ließen sich alle auswaschen. Die Deos waren nicht nur freundlich zu Textilien, auch zur Haut. Die Probanden beurteilten die Hautverträglichkeit als insgesamt gut.td

Der komplette Test ist im Juliheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

td

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