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Nicht alle Kopfhörer löschen Außenlärm

Produkttest Nicht alle Kopfhörer löschen Außenlärm

Hochentwickelte Kopfhörersysteme versprechen, unangenehme Geräusche von außen zu mindern. Im Test überzeugen jedoch nur drei von 13 Modellen mit optimalem Klang und Lärmreduzierung.

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Testsieger: Panasonic RP-HC700.

Das laute Rauschen im Langstreckenflugzeug ist auf ein leises Säuseln reduziert. Stattdessen erklingt in angenehmer Lautstärke Antonin Dvoraks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ aus dem Kopfhörer. Wer so entspannt nach Amerika fliegt, nutzt einen geräuschreduzierenden Kopfhörer: ein Kopfhörersystem, das die Umgebungs­geräusche per Mikrofon aufnimmt, Gegenschall erzeugt und damit den Lärm am Ohr „löscht“.

Die Stiftung Warentest hat 13 geräuschmindernde Kopfhörer geprüft. Doch nur drei klingen und dämpfen gut: Bose Quiet Comfort 15 für 350 Euro, Creative Aurvana X-Fi für 168 Euro und der Testsieger Panasonic RP-HC700 für 158 Euro. Guten Klang bietet sonst nur noch der JVC HA-NC250 (121 Euro). Doch dessen Reduktion arbeitet recht dürftig. Interessant hierbei: Eine gute Geräuschreduktion erreichten im Test nur ohrumschließende Kopfhörer. Ohraufliegende Modelle bekamen für diese Funktion nur ausreichende Noten – darunter auch der 271 Euro teure Sennheiser PXC 310 BT.

Die Geräuschreduktion benötigt Energie. Deshalb nutzen die Kopfhörer Batterien oder Akkus. Der Sennheiser arbeitet nur neun Stunden, dann ist der Akku leer. Bose mit der besten Geräuschminderung kommt auf 26 Betriebsstunden, das reicht für sehr lange Flugreisen. Bis auf einen akzeptieren alle geprüften Kopfhörer herkömmliche Batterien oder Akkus der Bauformen AA (Mignon) oder AAA (Micro). Am Bose-Modell haben die Tester geprüft, ob der Betrieb mit Akkus statt Primärbatterien Nachteile bringt. Das war nicht der Fall: Handelsübliche NiMH-Akkus (Kapazität: 700 mAh) halten genauso lange wie Primärbatterien.

Beim Bose und bei den geprüften Modellen von Monster und Sony ist der Ersatz­akku doppelt wichtig: Denn während alle anderen Modelle ohne Strom wenigstens noch als normale Kopfhörer funktionieren, schalten die drei bei zu geringem Stromfluss einfach ab. Dann geht gar nichts mehr.

Plötzlich und unerwartet ohne Kopfhörer könnten auch die Nutzer des JVC dastehen. Der hat eine Schwachstelle an der Hörmuschelbefestigung. Den Falltest aus 1,80 Meter Höhe hielt er nicht stand. Bei den anderen Modellen ging schlimmstenfalls das Batteriefach auf oder das Ohrpolster ab – alles mit wenigen Handgriffen reparabel.

Bei aller Geräuschreduktion sollte es natürlich auch nach außen hin leise sein. Jeder kennt das nervende Gezischel, wenn der Nachbar im Flugzeug oder Zug schlecht dämmende Kopfhörer verwendet. Selbst von den Modellen mit guter Geräuschminderung behalten nur Panasonic und Sony das Tonprogramm weitge­hend für sich. Creative und Monster lassen die Umsitzenden mithören.

td

Der komplette Test ist im Juliheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

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