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Neue Produktgruppe

Soundbars sorgen für besseren Fernsehton


Die Lautsprecherriegel beeindrucken mit einer deutlichen Verbesserung des TV-Tons, sind aber nicht günstig. Wer sparen will, kann laut Stiftung Warentest mit einer guten Stereoanlage ein ähnliches Ergebnis erzielen. Echten Raumklang liefert leider keine Variante.
Im Test vorn: Pioneer-Soundbar HTP-SB510 mit Bassbox und Fernbedienung.

Im Test vorn: Pioneer-Soundbar HTP-SB510 mit Bassbox und Fernbedienung.

© HAZ

Bei Soundbars, Zusatzlautsprechern in Stabform, handelt es sich um eine noch neue Produktgruppe. Der Name spielt auf deren Form an: Das englische Wort „bar“ heißt Stab oder Stange. Billig ist der zusätzliche Spaß aber nicht. Ein LCD-Fernsehgerät kostet durchschnittlich gut 600 Euro. Der Lautsprecherriegel Teufel Cinebar 50 kommt auf 750 Euro. Dabei ist er nicht einmal teuflisch gut, Raumklang bietet auch er nicht. Den Warentestern gefielen mehr die Modelle um 500 Euro.

Das Prinzip ist einfach: Der Lautsprecherriegel wird vor oder unter dem Fernsehapparat platziert und am besten via HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden. Oft gibt es eine separate Bassbox. Anschluss findet sie per Kabel oder via Funk. Beim ersten Einrichten werden die Lautsprecher des Fernsehgeräts abgeschaltet. Das geht automatisch oder wird im TV-Bedienmenü einmal eingestellt.

Von nun an übernimmt der Soundbar den Ton. Der Erfolg ist hörbar, das wundert nicht. Aus abgemagerten, flachen Fernsehgehäusen kommt kein fetter Klang. Selbst die eher mäßig klingenden Soundbars Lenco SB 100 (144 Euro), Reflexion AIO-240WS (170 Euro) und Sharp HT-SL50 (249 Euro) können den Ton durchschnittlicher Fernsehapparate verbessern. Bei den klanglich guten Tonriegeln ist der Fortschritt beeindruckend.

Die Tester schlagen jedoch Alternativen vor. Geht es nur um eine Klangverbesserung, bewirkt eine gute Stereoanlage mehr. Zusatzkosten für einen Soundbar entfallen dann. Für perfekten Fernsehton müssen die Lautsprecher der Stereoanlage aber beiderseits nahe am Gerät stehen. Ton und Bild müssen ja aus einer Richtung kommen.

Wenn sich die Stereolautsprecher dort nicht platzieren lassen, ist ein Soundbar attraktiv. Aber Stereoanlage und Soundbar bieten keinen echten Raumklang – trotz des bei den Lautsprecherriegeln meist möglichen Surround-Modus. Der verändert das Klangbild zwar hörbar, doch nicht immer zum Besseren. Und ohne ringsum verteilte Lautsprecher bleibt Raumklang eine Illusion.

Immerhin können die angeschlossenen DVD- und Blu-ray-Spieler meist in den Standardeinstellungen bleiben. Das angelieferte Surroundsignal setzen die Soundbars schon irgendwie um. Nur der Harman Kardon SB 16 (540 Euro, „befriedigend“) und der Sharp HT-SL50 passen bei den üblichen Dolby-Digital- oder DTS-Signalen: Der Harman Kardon bleibt stumm, der Sharp schnattert laut.

Hier zeigt sich ein Vorteil des Pioneer HTP-SB510 (485 Euro, „gut“): Er hat Verstärkerausgänge für insgesamt sechs Lautsprecher. Der Soundbar oder drei separate Lautsprecher stehen vorn am Fernsehgerät (rechts, Mitte, links), ein Anschluss versorgt die Bassbox, zwei Lautsprecher werden hinten platziert. So gibt es zum großen Fernsehbild den passenden Rundum-Kinosound.

Der komplette Test ist im Septemberheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

td

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