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Die neue Bedienoberfläche

Schneller, bunter, übersichtlicher

Von Marcus Schwarze

Windows 7 bietet dem Nutzer zahlreiche neue Einstellungsmöglichkeiten für eine komfortablere Bedienung.
Die so genannten Gadgets zeigen etwa die Uhrzeit oder das aktuelle Wetter an.

Die so genannten Gadgets zeigen etwa die Uhrzeit oder das aktuelle Wetter an.

© Screenshot

Bunt und schick wirkt die Bedienoberfläche von Windows 7. Microsoft musste sich schon beim Vorgänger Vista den Vorwurf gefallen lassen, bei Konkurrent Apple angekupfert zu haben. In der Tat sind auch bei Windows 7 manche Elemente ähnlich: Fenster werfen elegant aussehende Schatten, Anklickfelder wirken dreidimensional, Rahmen erscheinen transparent, sodass die darunterliegenden Elemente durchschimmern.

Wer dies für Schnickschnack hält, kann in Windows 7 recht einfach die bei Windows 98 und 2000 übliche Darstellung einschalten. So kann man auf „Windows – klassisch“ umschalten. Das kann dann vorteilhaft sein, wenn der Rechner nicht besonders üppig mit Speicher ausgestattet ist. Eine Abkehr vom Vista-Design gibt es bei der sogenannten Sidebar: Die fehlt nämlich unter Windows 7 wieder, wenn auch nur in Form der Leiste. Weil diese angeblich viele Nutzer störte, wurden die Gadgets – kleine Zusatzfunktionen wie ein Taschenrechner, eine Uhr, ein Kalender oder eine RSS-Feed-Anzeige – von der Leiste gelöst. Sie können nun frei über den gesamten Bildschirm verteilt werden. In den Genuss der teilweise transparenten Elemente kommt man ohnehin nur mit einer schnellen Grafikkarte. In unseren Tests ergab es sich häufiger, dass bei Aufruf bestimmter Anwendungsprogramme das sogenannte Farbschema Aero in einer abgespeckten Version dargestellt wird. Auf betagteren Rechnern oder mit wenig Speicher ausgestatteten Computern kann diese Darstellung sinnvoll sein, denn Aero verlangt viel Speicherkapazität. Das Farbschema können Sie generell über die Systemsteuerungsfunktion „Darstellung und Anpassung“ ändern.

Die offensichtlichste Änderung an der Windows-7-Oberfläche ist wohl die Taskleiste (task = Anwendung, Aufgabe) : Sie ist nicht nur größer, sondern verfügt auch über neue Funktionen. Unter Windows 7 können Sie Programme in die Leiste am unteren Bildrand setzen – und so mit einem einzigen Klick öffnen. Darüber hinaus können Sie die Symbole auf der Task-leiste anders anordnen, indem Sie darauf klicken und sie an die gewünschte Stelle ziehen. Die Symbole sind erheblich größer als bei den Vorgängerbetriebssystemen. Ähnlich wie bei Vista gibt es kleine Vorschaubilder, sobald Sie den Mauszeiger über die Symbole bewegen. Wurden bei einem Programm mehrere Fenster geöffnet, stellt sich jedes einzelne davon in einer Miniaturansicht dar. Wenn Sie den Mauszeiger über diese Ansicht bewegen, wird eine Vollbildvorschau des Fensters angezeigt. Bewegen Sie den Mauszeiger von der Miniatur weg, wird auch die Vollbildvorschau geschlossen. Die Taskleiste lässt sich vielfältig konfigurieren. Nach einem Rechtsklick auf die Leiste offenbaren sich unter dem Punkt „Eigenschaften“ vielfältige Einstellmöglichkeiten. Verschwunden ist die einstige Schnellstartleiste, in der man die bevorzugten Programme ablegte. Stattdessen kann man jetzt generell Programme in der gesamten Taskleiste ablegen – wenn die Software ohnehin gerade läuft, wird darauf umgeschaltet, ansonsten wird sie gestartet. So hat man mehr Platz, seine wichtigen Programme abzulegen.

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